haushaltsnahe dienstleistungen

Haushaltnahe Dienstleistungen

Der Private Haushalt, der für die Erledigung für bestimmte Diensteistungen im Haushalt, Dienstleister oder eine  eine Dienstleistungsagentur beauftragt, kann einen Teil der Lohnkosten (20%) im Rahmen der Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt geltend machen. Für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen wird eine Steuerermäßigung i in Höhe von 20 % von maximal 6.000 Euro Aufwendungen (= 1.200 Euro) gewährt. Nach § 35a EStG werden Leistungen und Beschäftigungen im Privathaushalt steuerlich gefördert, und sollen Schwarzarbeit verhindern.

Typische Haushaltsnahe Dienstleistungen sind etwa:

  • Reinigung der Wohnung (z. B. durch Angestellte einer Dienstleistungsagentur oder einen selbständigen Fensterputzer),
  • Gartenpflegearbeiten (z. B. Rasenmähen, Heckenschneiden. Auch das Neuanlegen eines Gartens ist steuerbegünstigt, allerdings nach § 35a Abs. 3 EStG – Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen[1])
  • Kinderbetreuungskosten (falls nicht als Sonderausgaben berücksichtigt)
  • Pflege- und Betreuungsleistungen im Privathaushalt (z. B. durch einen Pflegedienst)
  • Heimunterbringung (abzugsfähig nur die Kosten, die mit einer Haushaltshilfe vergleichbar sind).
  • Versorgung und Betreuung von Haustieren[2]

Die erfolgreiche Anrechung erfordert folgnende Grundvoraussetzungen:

  1. Die Arbeiten müssen „im“ Haushalt erbaracht werden oder wenigstens in einem räumlich-funktinonalen Zusammen mit dem Haushalt stehen.
  2. Die Leistung muss in einer Rechnung nachgewiesen werden.
  3. Die Rechnung muss unbahr begleichen werden.

Rechnungen in Höhe von bis zu 20.000 Euro können Sie pro Jahr für haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen(für die eigentliche Arbeit, die Fahrt oder den Betrieb von Maschinen). Dadurch kann sich Ihre Steuerlast  um 20 Prozent gemindert werden, was einen Abzug von bis zu 4.000 Euro ergibt. Sebst die Kosten für die Kosten für die Entsorgung von Abfällen (nicht aber die Müllgebühren) können Sie absetzen.

Die Rechnung sollte folgende Angaben enthalten:

  • Dienstleister (Name, Anschrift, Steuernummer)
  • Leistungsempfänger
  • Art und Inhalt der erbrachten Leistung
  • Zeitpunkt der Leistungserstellung
  • Entstandene Kosten durch Entgelt (Lohn-, Fahrt-, und Materialkosten)

Solche hauhaltsnahe Dienstleistungen können folglich für das Private Wohneigentum aber auch für vermietete Objekte anfallen.

Diese Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie in der Steuererklärung in Zeile 5 der Anlage Haushaltsnahe Aufwendungen eintragen. Dadurch wird Ihre Steuerlast direkt gemindert. 

Handwerkerleistungen

Steuerermäßigungen gibt es auch bei Handwerkerleistungen.

Ähnlich wie bei den haushaltsnahen Dienstleistungen können Sie 20 % der Kosten direkt von der Einkommensteuer absetzen.

handwerkerleistungen  zählen nicht zu den haushaltsnahen Dienstleistungen. Die Kosten werden daher separat abgerechnet und können zusätzlich abgesetzt werden. Abzugsfähig sind aber nur die Arbeitskosten einschließlich eventuell in der Rechnung enthaltener Maschinen- und Fahrtkosten. Materialkosten und andere Positionen werden nicht angerechnet. Dennöch können so bis zu 6.000 Euro der Handwerkerleistung abgesetzt werden– und Ihren Einkommensteuerbetrag damit um bis zu 1.200 EUR reduzieren.

Die Anforderung an die Grundvoraussetzungen sowie die Rechung ist identisch wie bei den haushaltsnahen Dienstleistungen.

Jedoch müssen sie beachten, dass die Arbeitsleistung des Handwerkers, die er in seiner Werkstatt erbracht hat, nicht abzugsfähig ist. Dies hat im Mai 2020 der Bundesfinanzhof entschieden (BFH 13.5.20, VI R 7/18)

Ein Tipp für die Praxis

Werden Handwerkerleistungen sowohl in der Werkstatt wie auch auf im Haushalt oder auf dem Grundstück erbracht, sollte der Handwerer diesen Aufwand in seiner Rechnung gesondert aufschlüsseln und ausweisen. Sind die Lohnkosten nicht aufgeschlüsselt, und der Steuerpflichte schätzt den Anteil der Lohnkosten für die Arbeit im Haushalt oder auf dem Grundstück, wird das Finanzamt die Steuerermäßigung nicht gewähren.

Sven Goerlitz Gartenberatung

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Immobilienbewertung

Welche Wertermittlung brauche ich für welche Fälle?

Zur Immobilienbewertung. Die Immobilie ist in aller Regel die Investition einer Familie, die den höchsten materiellen Wert hat. Sie ist gebundenes, wertstabiles Kapital, das auch über Generationen erhalten bleibt. Sobald sich jedoch eine Veränderung abzeichnet (Vererbung, Schenkung, aber auch Scheidung, Verkauf) sollte der Verkehrswert einer Immobilie belastbar bekannt sein. Denn schließlich will jeder, dass es bei Teilung oder bei der Übertragung fair und gerecht zugeht.

Wer lediglich wissen möchte, was seine Immobilie aktuell wert ist, kann natürlich auch eine Immobilienbewertung als Kurzexpertise durchführen lassen. Verbandsmitglieder erhalten hier von Kooperationspartnern Sonderkonditionen. Denn eines ist klar: Mit einem professionell erstellten Gutachten lässt sich der Wert immer am besten einschätzen

Kostenlose Immobilienbewertung nicht belastbar

Am Markt werden fast an jeder Ecke „kostenlose“ Immobilienbewertungen angeboten. Nach den vielen Berichten und Erfahrungen unserer Mitglieder zu diesen Angeboten geben sie nicht einmal eine grobe Orientierung. Es sind oft Lockangebote, die zur Adressgenerierung dienen. Wie die Wirtschaftswoche vor kurzem berichtete, sind die dort ausgegebenen Preise deutlich überhöht. Der Grund ist, dass mit den Internetportalen kooperierende Bewerter so leichter einen Auftrag erhalten.

Vorsicht bei Datenpreisgabe

Zudem geben Eigentümer oftmals ganz unbedarft Daten preis. Dies erfolgt oft im Vertrauen darauf, dass diese nur dafür verwendet werden, wozu der „User“ sie verwendet wissen will. Dabei sei aber größte Vorsicht angeraten! Denn die persönlichen und eigentumsbezogenen Daten werden oft weiterverarbeitet und u. U. weitergegeben. Die Erlaubnis holen sich die Portale über die Cookies und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Immobilienwertermittlungsverordnung ist die Grundlage

Wer eine belastbare Immobilienbewertung will oder benötigt, der sollte schon vorher wissen, worauf er sich einlässt. Zunächst gibt es für die Bewertung eine gesetzliche Grundlage. Im Baugesetzbuch (BauGB) und in der „Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken (Immobilienwertermittlungsverordnung – ImmoWertV) ist die Wertermittlung klar umrissen. Diese Grundlagen definieren die Wertermittlungsverfahren und verweisen auf Wertermittlungsrichtlinien (Methoden). Hier sind die Standards definiert, die ein Wertermittler berücksichtigen muss. Zudem gibt es unterschiedliche Verfahren, nach denen der Wert festgesellt wird: a) Sachwert-, b) Vergleichswert- oder c) Ertragswertverfahren.

Ganz wichtig ist natürlich in einem Wertgutachten die erfolgte örtliche Beschau und die Analyse der konkreten baulichen Substanz sowie ihre Dokumentation. Ebenso beeinträchtigen Einträge in den öffentlichen Verzeichnissen (Baulasten, Altlasten, Grundbucheinträge) den Wert.

Weitere wertbeeinflussende Faktoren, beim Sachwert-, Ertragswert- und Vergleichswertverfahren sind Abschläge, etwa für von Bauschäden und Sanierungsrückstau in der Bewertungskategorie “besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale” (boGs).

Nur wenn alle relevanten Eckpunkte zusammengetragen sind, wenn sie fach- und sachgerecht bewertet werden, kann man den Wert objektiviert beziffern.

gartentipps herbst

Die 3 Verfahrensmethoden im Überblick

1. Sachwertverfahren

Das Sachwertverfahren wird in der Regel bei Objekten angewendet, die nicht auf dem Mietmarkt auftauchen. Hierunter fällt das klassische selbstgenutzte Wohneigentum. Die Standards für die Immobilienbewertung finden sich in den Paragrafen 21 bis 23 in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Die Kriterien der Herstellungskosten bzw. Wiederbeschaffungskosten (Sachwert) stehen hier im Vordergrund, denn ein Reinertrag auf dem Immobiliensektor steht nicht im Fokus, da das Objekt in der Regel selbstbewohnt ist.

Hier steht der Neubauwert im Vordergrund, von dem ein bewertetes Äquivalent in Euro für die Abnutzung abgezogen wird. Weiter wertbeeinflussende Faktoren (Lage, Verkehrsanbindung, Nutzungsmöglichkeiten) werden hier mitberücksichtigt. In der Regel bezieht sich der Sachwert auf den Wert der baulichen Anlagen. Der Grund und Boden wird im Vergleichswertverfahren bestimmt.

 2. Ertragswertverfahren

Dort, wo der dauerhaft erzielbare Ertrag für die Werteinschätzung am Markt im Vordergrund steht, kommt das Ertragswertverfahren für die Immobilienbewertung in Betracht. Man wendet es vor allem bei Mietwohngrundstücken (Mehrfamilienhäuser), Geschäftsgrundstücken (Büro- und Geschäftshäuser, Einkaufszentren), oder gemischt genutzten Grundstücke an. Gesetzliche Grundlage für die Standards finden sich in der ImmoWertV §§ 18-20.

Im ersten Schritt wird daher der Wert von Grund und Boden ermittelt, was im Vergleichswertverfahren erfolgen soll. Hierbei sollen wertbeeinflussende Umstände wie z. B. dingliche Rechte angemessen berücksichtigt werden. Danach wird über die Größe, Qualität, Ausstattung, Marktgängigkeit etc. der Mietflächen eine dauerhaft zu erzielende Miete ermittelt. Die Summe aller Erträge ergibt dann den Jahresrohertrag. Hiervon wird der nicht auf den Mieter umlegbare Anteil der Bewirtschaftungskosten abgezogen. Das sind etwa Betriebskosten, Verwaltungskosten, Instandhaltungskosten und Mietausfallwagnis.

Das Ergebnis ist dann der  Reinertrag vor Abzug der Bodenwertverzinsung. Den Bodenwert multipliziert der Bewerter dann mit dem Liegenschaftszins. Dieser wird von den Gutachterausschüssen empirisch ermittelt. Das Ergebnis ist die Bodenwertverzinsung. Da jedoch die Nutzbarkeit von Gebäuden davon abhängig ist, wie lange das Gebäude wirtschaftlich nutzbar ist, muss man diesen Wert für die Immobilienbewertung ermitteln. Dabei wird die Gesamtnutzungsdauer vom Alter abgezogen. Hieraus ergibt sich eine Restnutzungsdauer. Diese kann man durch Sanierungen (und den hierzu nötigen Einsatz von Geld, um einen Standard zu erreichen) verlängern.

3. Vergleichswertverfahren

Das Vergleichswertverfahren ist in § 15 der ImmoWertV geregelt. Nach diesem Verfahren wird der Marktwert eines Grundstücks aus tatsächlich realisierten Kaufpreisen von anderen, vergleichbaren Grundstücken abgeleitet. Hier werden vergleichbare Faktoren herangezogen: etwa Lage, Nutzung, Bodenbeschaffenheit, Zuschnitt und sonstige Beschaffenheitsmerkmale. Idealerweise wurde gerade gestern ein anderes Grundstück verkauft, das man heranziehen könnte. Der Verkaufswert wird vom Notar dem Gutachterausschuss übermitteln. Dieser geht dann in die Kaufpreissammlung der Gemeinde ein. Daher verwendet man hier im Regelfall das indirekte Vergleichswertverfahren.

Beim Wert von Grund und Boden basiert das indirekte Vergleichswertverfahren auf der Kaufpreissammlung der Gutachterausschüsse. In diese anonymisierte Kaufpreissammlung kann man Einsicht nehmen.

Alternativ kann man den Bodenrichtwert aus der Kaufpreissammlung ableiten. Da man jedoch individuelle Gegebenheiten hier nicht berücksichtigen kann, wird der Unterschied im Wege der Ableitung von Zu- oder Abschlägen bzw. Korrekturfaktoren ausgedrückt. Abweichungen sollten nach deutscher Rechtsprechung im Regelfall nicht höher sein als 30 – 35 %.

  • Örtliche Lage, z. B. Lage im bebauten Raum, zu den Himmelsrichtungen, Belichtung, Verkehrslage
  • Bodenbeschaffenheit, z. B. Untergrund, Tragfähigkeit
  • Größe und Form, z. B. Tiefe, Gestalt, Frontbreite
  • Lage in Gefahrenzonen
  • Grad der Erschließung
  • Baulasten und übertragene Rechte
  • Umweltsituation (Lärm, Immissionen, Gerüche, etc.)
  • Grundabtretungen, Grundeinbeziehungen, Bauplatzeigenschaft
  • Planungs- und Baurecht: Flächennutzungs- und Bebauungsplan bzw. §§ 34 und 35 BauGB
  • Nutzungsbeschränkungen
  • Gesetzl. Beschränkungen der freien Verfügung: DenkmalschutzMieterschutzWeltkulturerbe
  • Zustand der Außenanlagen: erforderliche Instandsetzungen
  • Art und Verwendung der Nachbarliegenschaften

Auch Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen sinnvollerweise im Vergleichswertverfahren bewerten.

Bild: Thomas Henne

naturschutzgruppe

Aktiv, stark, und engagiert für die Natur

Sie sind echte Kümmerer für die Natur: die Naturschutzgruppe der Siedlergemeinschaft Klettgau e.V. Wegen des starken Bedürfnisses, die Belange des Naturschutzes innerhalb der Gemeinde Klettgau zu koordinieren, wurde 2006 beschlossen, eine organisierte Naturschutzgruppe ins Leben zu rufen. Oskar Schilling, Michael Albrecht, Gerhard Kaiser und Erich Hertkorn sind die Ansprechpartner der ca. 15 Menschen umfassenden Gruppe. „Der Schutz der heimischen Pflanzen- und Tierwelt in unserem Umfeld ist uns eine Herzensangelegenheit“, erklärt Oskar Schilling, der der Gruppe über 10 Jahre lang vorstand. Das Engagement ist eng mit der Gemeinde Klettgau abgestimmt, in deren Auftrag der Verein ehrenamtlich und gemeinnützig aktiv ist.

streuobstwiese vogelschutz

Streuobstwiese

Die Naturschutzgruppe stellt zahlreiche Aktionen für seltene Arten auf die Beine. Sie bietet etwa Streuobstbäume an. Bei der jüngsten Stammelbestellung von Hochstämmen wurden 193 Obstbäume bestellt. Bunt gemischt: Apfel-, Birnen-, Zwetschen- und Quittenbäume.

„Unser Ziel ist es, die Streuobstwiesen zu erhalten oder sogar neue zu schaffen. Insgesamt sind schon über 1700 Bäume auf den Streuobstwiesen der Gemeinde gepflanzt worden“, erläutert Oskar Schilling. „Und die Bäume müssen natürlich auch regelmäßig geschnitten werden. Auch das übernehmen wir im Auftrag der Gemeinde“, ergänzt Erich Hertkorn, der neue Sprecher der Gruppe.

Streuobstwiesen sind wichtig für die Erhaltung und Verbesserung der Lebensbedingungen der Obstgarten-Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Wendehals, Wiedehopf, Steinkauz. “Mehr als 30 Niströhren wurden für den gefährdeten Kauz aufgestellt, in der Hoffnung, dass der Bestand, der immer seltener werdenden Vogelart, sich wieder stabilisiert“, so Hertkorn.

Daher nimmt es nicht wunder, dass die Streuobstwiese regelmäßig auch zum Unterrichtsraum von Schulklassen wird. Hier wird anschaulich vermittelt, wie vernetzt Flora und Fauna zusammenhängen – vom kleinsten Insekt bis hin zum großen Obstbaum.

1,5 Hektar Orchideen

Nicht nur für das Auge schön, auch für die Ökologie wichtig: die 1,5 Hektar große Wiese mit den seltenen Frauenschuh-Orchideen und dem Diptam (auch Brennender Busch genannt), die beide nur noch selten vorkommen und unter Naturschutz stehen. Dieses besonders geschützte Flora-Fauna-Habitat (FFH) bedarf der besonderen Pflege. Die Wiese muss abgemagert bleiben. Daher wird einmal im Jahr gemäht und die Mahd gesammelt.

Wildsträucher

Zur Liste der Projekte gehört auch das Pflanzen von Wildsträuchern. Mit dieser Pflanzaktion wurden die Lebensräume des Bergwalds mit dem des ca. 300 Meter entfernten Schwarzbachs ökologisch verbunden. Denn die einheimischen Sträucher sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht. So soll in den nächsten Jahren ein landschaftsbildender Heckenstreifen heranwachsen. Mit dieser Aktion kann die Gemeinde sogenannte Ökopunkte als Ausgleich für künftige Vorhaben sammeln, bei denen Naturflächen bebaut werden sollen.

nisthilfe vogel

Nistkästen und Insektenhotels

Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich der Bau von Nistkästen und Insektenhotels. Über 400 hat die Naturschutzgruppe inzwischen gebaut und in der Streuobstwiese und in den Gärten der Region aufgehängt. Ein Herzensprojekt ist auch der Bau von Insektenhotels. Diese wurden den Kindergärten in der Umgebung zur Bestückung „gestiftet“. Die Kinder füllen diese mit den entsprechenden Materialien, die natürlich auch von der Naturschutzgruppe gestellt werden.

Für dieses Projekt wurde im Jahr 2020 die Naturschutzgruppe vom Verband Wohneigentum mit dem 1. Preis beim Wettbewerb “1.111 Nisthilfen für Deutschland” ausgezeichnet.

kaminofen

Kaminöfen sind beliebt. Sie strahlen eine wohlige Wärme ab. Die Älteren aber leider auch eine erhebliche Menge Feinstaub! Neue Feuerstätten verbrennen effizienter als alte Kaminöfen, sie sparen somit Brennholz und produzieren weniger Feinstaub.

Ab dem 1. Januar 2021 gelten strengere Feinstaubregeln für Kaminöfen. Alle Öfen, die zwischen 1985 und 1994 eingebaut wurden, müssen daher mit Feinstaubfiltern nachgerüstet, komplett ausgetauscht oder außer Betrieb genommen werden. Jeder Kaminofen-Betreiber kann etwas gegen die Feinstaubentwicklung tun.

Tipp:

  • Nur unbehandeltes, gut abgelagertes, trockenes Brennholz verwenden.
  • Sehr hohe Raumtemperaturen vermeiden.
  • Holzpellets erzeugen weniger Feinstaubemissionen als Scheitholz.
  • Holzpellet-Anlagen werden mit bis zu 45 Prozent Zuschüssen gefördert.

Weitere Informationen: Infos erhalten Sie von Ihrem Kaminfeger.

Die BASF Siedlergemeinschaft e.V. Mannheim-Rheinau-Süd ist Bundessieger! Gemeinsam mit der Siedlergemeinschaft Seßlach e. V. aus Bayern belegt die rührige Gemeinschaft aus dem Süden Mannheims beim 27. Bundeswettbewerb den 1. Platz.

Der Bundeswettbewerbs 2020 “Wohneigentümer – heute für morgen aktiv. Lebendige Nachbarschaft – gelebte Nachhaltigkeit!“ zeichnete Eigenheimer-Gemeinschaften aus. In die Bewertung fließen praxistaugliche Lösungsansätze für das soziale Engagement, in der Energieeffizienz, der Generationentauglichkeit und der Ökologie ein.

„Wir wussten, dass unser Verein ein aktives Innenleben hat und wir ein lebendiges Quartiersleben haben. Aber mit dem 1. Platz haben wir nicht gerechnet!“, freut sich Hans Held, der 1. Vorsitzende der BASF Siedlergemeinschaft.

Hier zum Video der Preisverleihung: (verband-wohneigentum.de)

„Wir sind stolz, dass die BASF Siedlergemeinschaft den Sieg im Bundeswettbewerb errungen hat und gratulieren den Mitgliedern und der Vereinsführung für ihr nachhaltiges Engagement“, so Harald Klatschinsky bei seiner Gratulation an die BASFSiedlergemeinschaft.

Die über 250 Mitglieder umfassende Gemeinschaft versteht sich als Organisator des sozialen Lebens im Stadtteil und als Vertretung der Interessen der Bürger. Sie bringt sich seit vielen Jahren auch in die Gestaltung und Pflege des öffentlichen Raumes ein. Die Integration der hinzugezogenen Neubürger ist ihr dabei ebenso wichtiges Anliegen, wie eine nachhaltige Kinder- und Jugendarbeit.

Der Bundeswettbewerb hat eine sehr lange Tradition. In seiner 27. Auflage zählt er zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Er unterstreicht seit jeher die wichtige Rolle, die Wohneigentümer in ihrer Nachbarschaft einnehmen und für die gedeihliche Entwicklung der Siedlung haben. Ein besonderer Fokus lag daher in diesem Jahr auf der sozialen Verantwortung der Bewohner für ihr soziales Umfeld. Dabei sind die Interessen der Eigenheimbesitzer nicht nur auf das eigene Haus gerichtet, das werterhaltend und zukunftsfähig gestaltet wird. Es geht dabei auch um die Entwicklung der Quartiere und die Verantwortung für Klima, Ressourcen und menschliches Miteinander.

Mit dem Wettbewerb sollen Eigentümer ermutigt werden, die Verbesserung ihres Wohnumfeldes selbst in die Hand zu nehmen – für sich selbst und für nachfolgende Generationen.

haus baustelle

Wohnraum ist ein sehr knappes Gut. Vor allen in den Ballungsräumen fehlt es an Wohnraum, der auch für Familien noch bezahlbar ist. Eine Leerstand oder gar eine veränderte Nutzung von Wohnraum wird auch als Grund dafür angesehen, dass das Angebot verknappt wird.

Ziel der Gesetzesänderung ist, den Gemeinden zusätzliche Instrumente an die Hand zu gegeben, um der Verringerung des vorhandenen Wohnraumbestands und damit einer Vergrößerung des Wohnraummangels entgegenzuwirken. Hierzu soll das Zweckentfremdungsverbotsgesetz effizienter ausgestaltet werden.

Zweckentfremdung von Wohnraum

Zweckentfremdung liegt vor, wenn der Wohnraum anders genutzt wird als zu Wohnzwecken. Sie liegt vor, wenn Wohnraum länger als sechs Monate leer steht, abgerissen, überwiegend für gewerbliche oder berufliche Zwecke verwendet oder überlassen wird. In den Ballungsgebieten sehr häufig: Nutzung als „AirBnB“-Wohnung oder Leerstand zu spekulativen Zwecken.

In der Presse wurde immer wieder über erhöhte Störungen im Wohnumfeld durch AirBnB-Mieter berichtet (Partys in der Ruhezeit). Es wurde auch von Mitgliedern des Verbandes beklagt, dass durch die kurzzeitige Vermietung von Wohnungen auch zu Identitätsverlust in den Quartieren kommt. Die Bewohner fühlen sich ihn ihrer eigenen Umgebung zunehmend fremd.

In Baden-Württemberg wurde es 2013 eingeführt, um örtlichem Wohnraummangel zu bekämpfen. Das Gesetz berücksichtigt dabei die Bedürfnisse und die regionalen Unterschiede der Wohnungsmärkte.

Ferienwohnraum im Fokus der Behörden

Der Schwerpunkt der Gesetzesänderung liegt in der Einführung einer Auskunftspflicht für die Betreiber von Internetportalen für die Vermittlung von Ferienwohnraum.

Darüber hinaus soll es den Gemeinden ermöglicht werden, eine Registrierungspflicht für das Anbieten und Bewerben von Ferienwohnraum sowie eine Anzeigepflicht für jede einzelne Überlassung von Ferienwohnraum einzuführen.

Die Gesetzesänderung will die die Tatbestände, bei denen eine Zweckentfremdung vorliegt, klarer regeln und die Möglichkeiten für die Gemeinden erweitern, gegen nicht genehmigte Zweckentfremdungen von Wohnraum vorzugehen.

Jedoch gilt das Gesetz nur für die in der Mietpreisbegrenzungsverordnung vom 6.10.2020 genannten 89 Orte.

Der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg e.V. hat in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf die Zielsetzung ausdrücklich positiv bewertet.

Auch wer zu den „einkommensschwächeren Haushalten“ gehört, kann zu Wohneigentum kommen, das er und s eine Familie selbst nutzen. Eine wichtige Hilfe dabei ist die Wohnraumförderung der Landesregierung.

Mit Hilfe der L-Bank kann dieses Förderprogramm genutzt werden. Anträge können von Ehepaaren, Lebenspartnern (im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes), auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaften ( Paare) und Alleinerziehenden mit mindestens einem haushaltsangehörigen Kind oder schwerbehinderten Menschen mit speziellen Wohnungsbedürfnissen gestellt werden. Jedoch müssen diese Haushalte beabsichtigen, das geförderte Objekt ausschließlich selbst in der Regel 10 Jahre lang zu nutzen. Aber auch kinderlose Paare und Alleinstehende können in die Förderung einbezogen werden.

Die Antragsberechtigung ist von weiteren Eckpunkten abhängig. Wenn bereits Wohneigentum vorhanden ist, kann das Förderprogramm nicht genutzt werden. Die Einkommensgrenze ist entscheidend: Sie muss in den Grenzen der Verwaltungsvorschrift zum Förderprogramm Wohnungsbau BW 2020/2021 liegen.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

a)            Neubau oder auch der Erwerb neuen Wohnraums. Zudem können Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums einschließlich notwendiger Begleitmaßnahmen unterstützt werden. Dabei muss der KfW-Effizienzhaus 55 Standard erzielt werden.

 b)          Der Erwerb bestehenden Wohnraums ist auch möglich. Dabei muss das geförderte Objekt für die Förderempfänger „geeignet“ sein. Es muss also, je nach Antragsteller, familiengerecht und/oder barrierefrei oder zumindest barrierearm gestaltet sein. Dabei reicht jedoch aus, dass diese „Eignung“ herbeigeführt werden kann und auch soll.

Über den Förderratgeber der L-Bank (https://finanzierungsrechner.l-bank.de), finden Sie weitere detaillierte Informationen und können dort über einen Simulator die Möglichkeiten durchspielen. Auch den Antrag zur Förderung finden Sie dort.

energieefizient Sanieren

Sie sanieren Ihre ältere Wohnimmobilie oder Sie kaufen eine sanierte Immobilie? Freuen Sie sich! Sie können erhöhte Zuschüsse erhalten! Das baden-württembergische Umweltministerium hat ein neues Förderprogramm aufgelegt. Zusammen mit der L-Bank kann für die Altbau-Modernisierung das Programm „Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren“ genutzt werden. Es ergänzt die bestehende KfW-Förderung des Bundes! Ambitionierte Sanierungen auf erhöhte Effizienzstandards (KfW 55 und 70) werden mit Landesmitteln aufgestockt. Damit ist für die Sanierung auf den KfW-Effizienzhausstandard 55 ein Tilgungszuschuss von bis zu 42,5 Prozent möglich. Dadurch ist werden nicht nur die Investitionen schneller rentabel, sondern Sie reduzieren den CO2-Ausstoß Ihrer Immobilie nachhaltig.

Über die KfW-Mittel hinaus stellt das Land einen Tilgungszuschuss zur Verfügung:

  • Für den Effizienzhausstandard 55 ergibt sich ein Tilgungszuschuss von 42,5 Prozent (KfW 40 Prozent + 2,5 Prozent Land).
  • Für den Effizienzhausstandard 70 ergibt sich ein Tilgungszuschuss von 36,5 Prozent (KfW 35 Prozent + 1,5 Prozent Land).

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass vorher eine zertifizierte Sachverständige oder ein zertifizierter Sachverständiger aus der Expertenliste einbezogen wird. Dieser bestätigt für den Antrag alle notwendigen Angaben zum angestrebten Energiesparpotenzial.

Das Förderprogramm ist am 1. September 2020 gestartet und läuft bis Ende 2021. Es wird über die L-Bank abgewickelt. Anträge reichen Sie über Ihre Hausbank ein.

Weitere Informationen können Sie der Internet-Seite des Umweltministeriums entnehmen. Die L-Bank hält weitere wichtige Informationen rund um unsere Förderung auf ihrer Seite https://www.l-bank.de/produkte/wirtschaftsfoerderung/energieeffizienzfinanzierung—sanieren.html bereit.

Die für den März 2020 an dieser Stelle angekündigte jährliche Mitgliederversammlung der Mitglieder des Landesverbands, die keiner örtlichen Untergliederung und damit dem Bezirksverband Baden-Württemberg angehören, konnte durch die Verordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie kurzfristig nicht stattfinden. Zur satzungsgemäßen Mitgliederversammlung für die Rechenschaftsjahre 2019 und 2020 wird nun erst in der zweiten Jahreshälfte 2021 an dieser Stelle eingeladen, wenn die Durchführung einer ordnungsgemäßen Versammlung gewährleistet werden kann. Die in der Mitgliederversammlung 2019 gewählten Amtsträger des Bezirksverbands Baden-Württemberg nehmen ihre Ämter weiterhin wahr.

UNTERSTÜTZUNG GESUCHT

Haben Sie als Mitglied des Bezirksverbands Baden-Württemberg Interesse an einer Mitarbeit bei einzelnen Projekten oder im Vorstand? Haben Sie Fragen zu Ihrer Mitgliedschaft oder der Arbeit des Bezirksverbands? Der Bezirksverbandsvorsitzende, Markus Rauch, freut sich auf Ihre E-Mail an den Bezirksverband unter bv-baden-wuerttemberg@verband-wohneigentum.de

Gez.

Markus Rauch

Vorsitzender des Bezirksverbands Baden-Württemberg und Mitglied des Landesverbandsvorstands