Vorstand Verband Wohneigentum Baden Württemberg
Der neue Landesverbandsvorstand: Stefan Bässler, Harald Beha, Thomas Böcherer, Günter Fuchs, Ulrich Gärtner, Gisela Hinderberger, Reinhard Isak, Wolfgang Jösch, Roeland Keja (fehlt), Harald Klatschinsky, Rudolf Köstel, Alfred Kurz, Petra Oßwald, Markus Rauch, Peter Sitte, Jürgen Wetterauer, Thomas Wieland, Gabriele Zeller

Delegierte aus ganz Baden-Württemberg, zahlreiche Ehrengäste, prominente Redner aus Politik und Wissenschaft: Der Landesverbandstag 2019 in der Badnerlandhalle in Karlsruhe hatte nicht nur verbandsinterne Arbeit im Gepäck. Im öffentlichen Teil hat sich wieder einmal gezeigt, dass das Thema Wohneigentum in vielerlei Hinsicht hochaktuell ist und viele spannende Fragen zu diskutieren sind. Hier ein paar Eindrücke, festgehalten von der Fotografin Silke Voss.

Der neu gewählte Landesverbandsvorstand

Stefan Bässler,  Mannheim         BV Rhein-Neckar

Harald Beha, Villingen-Schwenningen   BV Schwarzwald-Baar-Heuberg

Thomas Böcherer, Teningen       BV Südlicher Oberrhein

Günter Fuchs, Kippenheim         BV Ortenau

Ulrich Gärtner, Mannheim          BV Rhein-Neckar

Gisela Hinderberger, Brühl          BV Rhein-Neckar

Reinhard Isak, Hüfingen, BV       BV Schwarzwald-Baar

Wolfgang Jösch Klettgau               BV Waldshut

Roeland Keja, Radolfzell               BV Konstanz

Harald Klatschinsky, Mannheim Landesverbandsvorsitzender

Rudolf Köstel, Herbolzheim         BV Lörrach

Alfred Kurz, Mosbach    BV Neckar-Odenwald

Petra Oßwald, Steißlingen           BV Konstanz

Hans Rauch, Rastatt       Landesverbandsehrenvorsitzender

Markus Rauch, Pforzheim            BV Baden-Württemberg

Peter Sitte, Adelsheim  BV Neckar-Odenwald

Jürgen Wetterauer, Karlsruhe   BV Karlsruhe

Thomas Wieland, Gaggenau       BV Rastatt

Gabriele Zeller, Klettgau               BV Waldshut

Sven Goerlitz Gartenberatung

Drei Fragen an Gartenberater Sven Görlitz zu Frost- und Trockenschäden in der kalten Jahreszeit

Die weit verbreitete These, dass Gartenpflanzen im Spätherbst und im Winter in den meisten Fällen erfrieren, stimmt so nicht. Hauptsächlich vertrocknen die Pflanzen nämlich um diese Jahreszeit. Sven Görlitz, Gartenexperte beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg, erklärt, was es mit der sogenannten „Frosttrocknis“ auf sich hat.

Was genau bedeutet „Frosttrocknis“?

Görlitz: Bei Bodenfrost kann die Pflanze kein Wasser mehr aufnehmen, dieses verdunstet aber weiterhin über die Blätter und Nadeln. Dadurch kommt es zu Trockenschäden an der Pflanze. Daher der Name. Besonders gravierend trifft es immergrüne Pflanzen, die in der vollen Sonne stehen und die dem Wind ausgesetzt sind. Wenn es sich um Kübel-Pflanzen handelt, sollten solche Standorte fürs Überwintern gemieden werden. Da es nach dem trockenen Sommer den ganzen Herbst bisher nicht ausreichend geregnet hat, sollten alle immergrünen Gartenpflanzen vor dem Frost unbedingt noch einmal gegossen werden.

Können Schäden durch Frosttrocknis verhindert werden?

Görlitz: Da gibt es einige praktische Tipps. Gerade immergrüne Pflanzen sollten auch im Herbst und Winter in frostfreien Perioden bei Trockenheit  hin und wieder gegossen werden. Töpfe und Kübel können mit Vlies, Luftpolsterfolie oder Laub vor dem Durchfrieren geschützt werden. Winterschutz an kälteempfindlichen Pflanzen sollte außerdem so spät und so luftdurchlässig wie möglich angebracht werden. Ab September ist Düngen tabu, denn die Pflanzen härten ihr Holz sonst nicht richtig aus. Das macht sie kälteempfindlicher.

Was ist zu tun, wenn es dennoch zu Frost- oder Trockenschäden kommt?

Görlitz: Die betroffenen Pflanzen müssen dann im kommenden Frühjahr bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Dann können sie wieder austreiben. Allerdings ist hierbei auch die Spätfrostgefahr noch zu beachten. Gerade in den vergangenen Jahren gab es immer wieder das Problem, dass nach einem sehr frühen Austrieb ein Frost im April oder Mai die Blüten und den Neuaustrieb absterben ließ. Wo es praktikabel ist, sollten deshalb in solchen Frostnächten die Pflanzen mit Vlies abgedeckt werden.

Sven Görlitz ist Gartenberater. Nach seiner Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau verbrachte er seine Gesellenjahre in Betrieben am Bodensee, in Lüneburg und Irland. Er hat eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker im Garten- und Landschaftsbau in Stuttgart-Hohenheim absolviert und ist seit August 2002 hauptamtlicher Gartenberater beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Gartenberatungen und -planungen, Vorträge und Seminare, Schnittkurse und Gartenbegehungen und Baumkontrollen. Außerdem wirkt er aktiv mit an den Inhalten der  Internetseite www.gartenberatung.de.

versammlung

Höchstes Entscheidungsgremium tagt: Der Landesverbandstag

Am 9. November kommt das höchste Entscheidungsgremium des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg e.V. in Karlsruhe zusammen: der Landesverbandstag. Auf der Mitgliederversammlung werden sich die Delegierten aus den örtlichen Vereinen, Bezirksverbänden und der Landesverbandsvorstand zentralen Themen der Verbandsarbeit widmen.

Nicht nur der einzelne Hauseigentümer steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen (Stichwort: „Klimawandel“).  Der Generationenwechsel bei den Wohneigentümern bringt Veränderungen mit sich, die sich auch in den Siedlungen niederschlagen. Viele unserer Mitglieder leben in klassischen Wohn- und Kleinsiedlungen mit Ein- und Zweifamilienhäusern mit großen Gärten. Auch diese sind – insbesondere in und in der Nähe der Ballungsgebiete – wegen Flächenmangels unter Druck geraten. Aber auch für unsere Vereine vor Ort wird es immer schwerer, neue Mitglieder für die Tätigkeit im Ehrenamt zu begeistern.

Der 27. Landesverbandstag wird sich mit diesen Fragen auf verschiedenen Ebenen befassen. In einem öffentlichen Vortrag wird die profilierte Wissenschaftlerin Dr. Gabriele Tröger-Weiß über die Herausforderungen und Perspektiven der Wohneigentümer unter den Aspekten der Raumplanung und Raumentwicklung berichten.

Sicher wird die Siegerehrung des Landeswettbewerbs „Wohneigentümer – heute für morgen aktiv“ einer der Höhepunkte des Zusammentreffens der rund 250 Delegierten sein.

In der verbandsinternen Mitgliederversammlung am Nachmittag werden neben dem Tätigkeits- und Haushaltsbericht auch Anträge behandelt. Ein Antrag betrifft die Satzung. Mit den vom Landesverbandvorstand beantragten Änderungen will der Landesverband den örtlichen Vereinen und den Mitgliedern vor Ort helfen, wenn Ehrenämter nicht mehr besetzt werden können. So kann der Fortbestand der örtlichen Vereine gesichert werden, bis neue Ehrenamtliche gefunden sind.

In Zukunft wollen wir uns vor allem über Informationsveranstaltungen vor Ort in Zusammenarbeit mit den Bezirksverbänden noch mehr ins öffentliche Bewusstsein bringen. Schwerpunkt sollen dabei Themen wie beispielsweise energetische Sanierung sein. Auch wollen wir die Vernetzung mit anderen Verbänden weiter vorantreiben.

Tagesordnung Landesverbandstag 2019

Beginn: 9.30 Uhr

I. Öffentlicher Teil

  1. Eröffnung und Grußworte
  2. Vortrag „Wohneigentum in Baden-Württemberg – Perspektiven und Herausforderungen“
    Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß, Universität Kaiserslautern, Lehrstuhl für Regionalentwicklung und Raumordnung
  3. Siegerehrung des Landeswettbewerbs „„Wohneigentümer – heute für morgen aktiv.“

Verband Wohneigentum sucht nachhaltigste und sozial engagierteste Siedlung Deutschlands.

Mannheim/Rastatt/Freiamt/Singen. Die „BASF Siedlergemeinschaft e.V. Mannheim Rheinau Süd“ hat den Landeswettbewerb des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg gewonnen. Damit hat sich der Verein für den Bundeswettbewerb im kommenden Jahr qualifiziert und vertritt Baden-Württemberg in der Endauswahl um die nachhaltigste, sozial engagierteste und am besten für die Anforderungen der Zukunft gerüstete Siedlung Deutschlands.

Preisverleihung findet im November in Karlsruhe statt

Fünf Siedlergemeinschaften hatten sich am Landeswettbewerb beteiligt. Den 2. Verbandspreis erhalten jeweils der Verband Wohneigentum Ottoschwanden und die Gemeinschaft der Siedler und Wohneigentümer Rastatt. Mit einem 3. Verbandspreis werden die Siedlergemeinschaft Freiamt-Mußbach sowie die Siedlergemeinschaft Singen bedacht. Die Preisverleihung erfolgt beim Landesverbandstag am 9. November 2019 in Karlsruhe.

Betreuung des Schulgartens punktet

Als Landessieger hat sich die BASF Siedlergemeinschaft Mannheim-Rheinau-Süd mit aktuell 291 Mitgliedsfamilien besonders durch die Kooperation mit der örtlichen Grundschule hervorgetan. Dort wird seit zehn Jahren ein Schulgarten von den Vereinsmitgliedern betreut – sowohl praktisch wie auch finanziell. Die Ehrenamtlichen kümmern sich außerdem mit einem Pflegeteam regelmäßig um den städtischen Marktplatz. Der Erlös des Weihnachtsmarktes kommt jedes Jahr einer caritativen Organisation zugute. Grundsätzlich ist das Vereinsleben in dieser Gemeinschaft sehr rege.

Mehrgenerationenwohnen: Vorbildliche Lösungen

Nicht viel anders sieht das allerdings auch in den anderen vier Gemeinschaften aus, die sich ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten und der Jury die Entscheidung letztlich sehr schwer machten. Denn in Singen, Freiamt und Rastatt leben die Vereine mit viel Herzblut das soziale Miteinander, engagieren sich nicht nur innerhalb der eigenen Siedlung, sondern bereichern auch mit viel Einsatz das Leben in ihrer jeweiligen Gemeinde oder Stadt.  Mitunter zeigen vorbildliche Lösungen im Bereich des Mehrgenerationenwohnens oder der klimabewussten Bauweise mit Niedrigenergiehäusern, dass die Mitglieder des Verbands Wohneigentum absolut am Puls der Zeit und innerhalb ihres Wohnumfelds fit für die Zukunft sind.

„Siedlungen können sich sehen lassen“

„Wir bedanken uns nochmals aufs Allerherzlichste bei allen Teilnehmern“, betont Harald Klatschinsky Landesvorstandsvorsitzender des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg. „Sicher hätten alle es verdient, unseren Landesverband beim Bundeswettbewerb im kommenden Jahr zu vertreten. Unterm Strich haben alle gewonnen, denn es ist eine wahre Freude zu erleben, mit wie viel Engagement und Freude unsere Gemeinschaften ihr soziales Umfeld mitgestalten“, so Klatschinsky weiter. „Mit der BASF Siedlergemeinschaft Mannheim-Rheinau-Süd schicken wir nun einen Kandidaten ins Rennen, der sich im bundesweiten Vergleich wirklich sehen lassen kann. Wir drücken alle Daumen!“

Berlin/Brühl. Die Bundesversammlung des Verbands Wohneigentum (VWE) in Berlin hat Gisela Hinderberger aus Brühl (Baden) einstimmig ins Präsidium gewählt. Die 93 Delegierten schenken der stellvertretenden Vorsitzenden des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg ihr Vertrauen, die sich gemeinsam mit dem im Amt bestätigten Präsidenten des Bundesverbandes Manfred Jost und den anderen Präsidiumsmitgliedern drängenden Themen widmen wird: dem Klimaschutz im Gebäudebereich, der Energiewende im selbstgenutzten Wohneigentum, bezahlbarem Bauen und Wohnen, gleichwertigen Lebensverhältnissen und einer sozial verträglichen Grundsteuerreform.

Bild: Gisela Hinderberger

Erfahren in Verbandsarbeit und in Bilanzbuchhaltung, wird Gisela Hinderberger ihre Akzente setzen: „Der Verband Wohneigentum unterstützt seine Mitglieder und engagiert sich in der Politik dafür, dass Wohneigentum bezahlbar bleibt. Dabei werde ich das Präsidium nun auch auf Bundesebene tatkräftig unterstützen.“ Die gebürtige Brühlerin kam bereits 1984 zum Verband Wohneigentum, dem schon ihre Eltern angehörten.

Ab 2002 übernahm die heute 69-Jährige ehrenamtlich zahlreiche Aufgaben: Im Verein Brühl, Rohrhof, Ketsch wirkte sie zunächst als Kassier, dann als zweite Vorsitzende, später auch als Internetbeauftragte. Seit 2009 ist sie zusätzlich in der Kreisgruppe Mannheim aktiv, wo sie von 2012 bis 2016 als Vorsitzende agierte. Im Jahr 2010 kam Gisela Hinderberger schließlich als Beisitzerin zum Landesverband, wo sie seit 2015 als stellvertretende Vorsitzende die Arbeit auf Landesebene vorantreibt.

„In der heutigen überwiegend profitorientierten Gesellschaft muss das Ehrenamt gestärkt werden“, betont Hinderberger. Für einen starken Verband brauche es viele engagierte Ehrenamtliche. „Und nur ein starker Verband hat das Gewicht, die Interessen seiner Mitglieder auch auf politischer Ebene in der Region, im Land und auf Bundesebene durchzusetzen.“

winter

Bald wird es wieder kalt: Wie heizen Sie richtig? Woran sollten Sie vor der kalten Jahreszeit denken?

Wenn die Temperaturen sinken, sollte die Heizanlage funktionieren. Tut sie es nicht, dann ist guter Rat teuer. Deshalb ist es hilfreich, sich schon im Vorfeld darum zu kümmern, damit es erst gar keine Probleme gibt. Muss dennoch ein Fachmann Hand anlegen, dann helfen ihm für die schnelle Fehlerdiagnose und eventuell notwendige Reparatur bestimmte Voraussetzungen und Hinweise des Eigentümers.

Unser Kooperationspartner, die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg,  gibt Verbrauchern vier Tipps, um für die anstehende Heizperiode optimal gerüstet zu sein:

Tipp 1: Heizungsanlage zugänglich machen

Heizungsanlagen laufen in den meisten Haushalten das ganze Jahr über, weil sie für das Warmwasser genutzt werden. Trotzdem sollten Hausbesitzer vor der Heizperiode die gesamte Anlage einmal gründlich in Augenschein nehmen, auch das verzweigte Rohrsystem. Sie sollten dafür sorgen, dass man im Notfall gut an alles herankommt.

Tipp 2: Entlüften und Wasser nachfüllen

Ist ein Gluckern zu hören? Dann ist höchstwahrscheinlich zu viel Luft im Heizkörper. In diesem Fall muss die Heizung entlüftet werden. Mit einem Vierkantschlüssel öffnet man das seitliche Entlüftungsventil und lässt die Luft raus, bis statt der Luft nur noch Wasser entweicht. Anschließend muss in das Heizsystem ggf. Wasser nachgefüllt werden.

Tipp 3: Reinigen des Heizkessels

Um die Verbrennungsprozesse zu optimieren und die Abgastemperaturen zu senken, muss der Heizkessel möglichst rußfrei sein. Ansonsten entweicht ein großer Teil der Wärme durch den Schornstein.

Tipp 4: Hydraulischen Abgleich beauftragen

Mit einem hydraulischen Abgleich kann der Fachmann den Warmwasserdurchfluss in den Heizkörpern anpassen. So sparen Hausbesitzer Heizenergie und Pumpenstrom.

Bei Fragen zur Wartung und Optimierung der eigenen Heizungsanlage hilft die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Termine können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 809 802 400 vereinbart werden. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Worauf Sie beim Heizen achten sollten

Abgesehen von den technischen Details können schon Kleinigkeiten helfen, die Heizkosten niedrig zu halten und Energie zu sparen.  Der Verband Wohneigentum gibt Tipps, wie Sie ohne viel Aufwand viel erreichen können:

Die passende Wohlfühltemperatur

Wohlfühltemperaturen sind individuell. Während sich der eine bereits in die Wolldecke hüllt, läuft der andere vielleicht noch im T-Shirt durch die Wohnung. Unabhängig davon, geben Experten Empfehlungen für Raumtemperaturen: In Küche und Wohnzimmer 20 Grad, im Badezimmer 21 Grad, im Schlafzimmer 14 bis 16 Grad. Das eine Grad mehr oder weniger kann tatsächlich bares Geld wert sein. Ein Absenken bereits um ein Grad senkt den Energieverbrauch um bis zu sechs Prozent. Das Umweltbundesamt empfiehlt ähnliche Temperaturen: 20 bis 22 Grad im Wohnraum, in der Küche reichen rund 18 Grad und im Schlafzimmer rund 17 bis 18 Grad.

Nie die Heizung komplett runterdrehen

Nachts sollte die Temperatur in den Räumen höchsten um fünf bis sechs Grad abgesenkt werden, sonst verursacht das morgendliche Wiederaufheizen hohe Kosten. Es gibt noch einen weiteren guten Grund, warum man es mit dem Absenken der Temperatur nicht übertreiben sollte: Bleibt die Heizung zu Hause tagsüber länger kalt, zum Beispiel während der Arbeitszeit, kühlen auch die Außenwände ab. Das führt bei vielen Menschen zu einem unbehaglichen Raumgefühl. Die Heizung wird dann umso höher aufgedreht.

Heizkörper nicht zustellen

Warme Luft muss im Raum zirkulieren, denn nur dann kann sich die Wärme richtig verteilen. Möbel, Vorhänge oder sonstige Accessoires sollten gerade während der Heizperiode die Heizkörper nicht verdecken.

Effektive Stoßlüftung

Natürlich muss auch in den Wintermonaten gelüftet werden. Durch das gekippte Fenster bei zugleich aufgedrehter Heizung entweicht wertvolle Wärme ins Freie und der Luftaustausch dauert sehr lange. Effektiver ist die kurze Stoßlüftung. Das heißt, bei kurz abgedrehter Heizung mehrmals am Tag für fünf bis zehn Minuten das Fenster sperrangelweit öffnen. So wird die Raumluft – und mit ihr die Feuchtigkeit ausgetauscht. Zimmertüren schließen.

Falsch gedacht!

Ein Spargedanke könnte sein, in einem zu warmen Raum einfach die Tür zum kalten Nebenraum zu öffnen und diesen so mit zu beheizen. Davon raten Experten ab. Die warme Luft transportiert auch Feuchtigkeit in das kühlere Zimmer, die leicht an den kalten Wänden und Fenstern kondensieren kann. Im Extremfall bildet sich sogar Schimmel.

Gut informiert und beraten: Aktualisierte Neuauflagen von fünf BAGSO-Publikationen erschienen

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen ist Kooperationspartner des Verbands Wohneigentum und gibt zahlreiche Publikationen zu unterschiedlichen Themen heraus. Darunter Ratgeber und Checklisten, die für viele ältere Menschen eine wertvolle Hilfe sind. Aufgrund der anhaltend starken Nachfrage sind mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zwei Checklisten und drei Ratgeber in aktualisierter Fassung erschienen. Sie können kostenfrei – auch in größerer Stückzahl – bei der BAGSO bestellt werden: www.bagso.de/publikationen.

Checklisten „Betreutes Wohnen“ und „Das richtige Senioren- und Pflegeheim“

Wer sich im Alter für Betreutes Wohnen oder eine stationäre Pflegeeinrichtung entscheidet, bekommt mit zwei Checklisten konkrete Kriterien an die Hand, mit denen sich Qualität und Leistungen der Anbieter vergleichen lassen. Beide – nun aktualisierten – Entscheidungshilfen werden in Kooperation mit dem BIVA-Pflegeschutzbund herausgegeben.

Schuldenfrei im Alter – Lassen Sie uns über Geld sprechen!

Die Broschüre enthält zahlreiche Hinweise, wie man sich auf mögliche finanzielle Veränderungen im Alter, z.B. beim Eintritt ins Rentenalter, vorbereiten kann. Außerdem gibt sie Informationen zur Besteuerung der Rente, zu möglichem Zuverdienst sowie zu staatlichen Hilfen, wenn die Rente nicht reicht. Der Ratgeber wurde in Kooperation mit der Diakonie Deutschland erstellt und ist jetzt in aktualisierter 4. Auflage erschienen.

Wenn die Seele krank ist – Psychotherapie im höheren Lebensalter

Ziel dieses Ratgebers ist es, über seelische Erkrankungen zu informieren und insbesondere ältere Menschen zu ermutigen, bei Bedarf professionelle Hilfen wie zum Beispiel therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Publikation wurde in Kooperation mit der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung verfasst und ist nun als aktualisierte 5. Auflage erschienen.

Entlastung für die Seele – Ein Ratgeber für pflegende Angehörige

Wer die Pflege eines Angehörigen übernimmt, unterschätzt häufig die seelischen Belastungen, die damit verbunden sein können. Der Ratgeber beschreibt typische Probleme, die sich aus dem Pflegealltag ergeben können und zeigt Wege der Vorbeugung und Entlastung auf. Die Publikation ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung entstanden und nun als aktualisierte 8. Auflage erschienen.

BAGSO Umbau

Das Zuschuss-Programm „Altersgerecht Umbauen“ ist eine Erfolgsgeschichte. Es ermöglicht Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren mit einem Zuschuss je Wohnung bis 6.250 Euro. Das Programm wird so gut angenommen, dass der Fördertopf in Höhe von insgesamt 75 Mio. Euro zum wiederholten Mal vor Jahresende ausgeschöpft ist.

Im letzten Quartal 2019 ist ohne Aufstockung der Bundesmittel keine Antragstellung mehr möglich. Für nächstes Jahr bis 2022 sind jeweils 75 Mio. Fördermittel im Bundeshaushalt verankert. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und der Verband Wohneigentum (VWE) fordern, das Zuschuss-Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit sukzessiv steigenden, für das ganze Kalenderjahr ausreichenden Finanzmitteln auszustatten.

Dass Ältere und Menschen mit Behinderungen barrierearme Wohnungen benötigen, in denen sie möglichst lange selbstbestimmt leben können, ist der Großen Koalition bewusst. Im Koalitionsvertrag versprechen CDU, CSU und SPD: „Deshalb wollen wir das KfW-Programm Altersgerecht Umbauen verstetigen.“ Dies ist auch im Interesse der Pflege- und Sozialkassen, auf die ansonsten hohe Kosten zukommen.

Erstmals erfolgte im Rahmen des sogenannten Konjunkturpakets I in den Jahren 2010 bis 2011 eine Förderung zum Altersgerechten Umbau im Wohnungsbestand. Nach mehrjähriger Lücke wurde das KfW-Zuschussprogramm zum 01.10.2014 wieder aufgelegt. Die Programmmittel wurden von 54 Mio. Euro für die Jahre 2014/2015, auf 50 Mio. Euro in 2016 und auf 75 Mio. in 2017 aufgestockt und verstetigt bis 2022, aber in gleicher Höhe.

Planbarkeit ist eine Grundvoraussetzung bei allen Investitionsentscheidungen rund um die Immobilie. „Die Mittel von 50 Millionen Euro haben 2016 nur bis zur Jahresmitte gereicht. Für 2017 haben wir bereits gefordert, mindestens 100 Millionen Euro bereitzustellen. Und diese Summe sollte in den nächsten fünf Jahren kontinuierlich angehoben werden“, erinnert Manfred Jost, Präsident des Verband Wohneigentums. Vor allem viele ältere Eigenheimbesitzer überlegen sich einen Umbau gründlich und nutzen dann lieber einen Zuschuss, als dass sie sich um ein Darlehen bemühen.

„Dieses erfolgreiche Zuschussprogramm, das den Bürgerinnen und Bürgern die Vorsorge erleichtert und hilft die Zahl schwerer Stürze im Haushalt zu vermindern, muss gut ausgestattet und lückenlos verstetigt werden“, fordert Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO.

Die BAGSO und der Verband Wohneigentum bieten an, weiterhin für die Vorsorge durch barrierearme Umgestaltung der eigenen Wohnung zu werben – und auch auf die künftige Förderung hinzuweisen.

Verband Wohneigentum beteiligt sich wieder am Ferienprogramm in Adelsheim

Der Schwerpunkt des diesjährigen Ferienprogramms des Fördervereins des Eckenberg-Gymnasiums Adelsheim in Zusammenarbeit mit dem Verband Wohneigentum Baden-Württemberg lag in diesem Jahr bei der aktuellen Sorge um den Bestand der heimischen Singvögel: weniger Lebensräume, Pestizide in der Landwirtschaft und Straßenverkehr machen den Vögeln das Leben schwer.

Landesschulzentrum für Umwelterziehung hilft mit

Christian Puschner vom Landesschulzentrum für Umwelterziehung (LSZU) erklärte den Kindern anhand großformatiger Bilder die Artenvielfalt unserer heimischen Vogelwelt – und war erstaunt über das große Interesse und die teilweise schon sehr guten Kenntnisse der Kinder. Er betonte die enorme Bedeutung der richtigen Winterfütterung, wies aber auch darauf hin, dass es nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wichtig sei, den Vögeln das ganze Jahr über Nahrung anzubieten. In der warmen Jahreszeit empfehle sich beispielsweise ein Apfel und in der kalten Phase ein energiereicher Meisenknödel.

Wie baut man ein Vogelhaus?

Die Materialien für den Bau von Vogelhäuschen waren schon vorbereitet, sodass jedes Kind gleich loslegen konnte. Unter Anleitung der Betreuer kam am Ende ein vielseitig einsetzbares, attraktives Futterhäuschen heraus – zum Aufhängen für Balkon, Terrasse oder Garten. Es wurde mit Eifer geschmirgelt, gehämmert, gebohrt und geschraubt und dann das Häuschen gleich mit einem Meisenknödel für den Winter ausgestattet.

Tauziehen und Scherzfragen sorgen für Abwechslung

Geschicklichkeit, Kraft und Glück beim Zielwerfen, Tauziehen und den Scherzfragen waren die drei von Johann Müller (LSZU) kindgerecht vorbereiteten Bereiche, die den Kindern danach Bewegung und richtig viel Spaß bereiteten. Beim Tauziehen errangen sie gegen die drei kräftigsten Betreuer sogar einen souveränen Sieg, worauf sie sehr stolz waren.

Ferienprogramm hat lange Tradition

Das Ferienprogramm des Fördervereins des Eckenberg-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Landesschulzentrum für Umwelterziehung und dem Verband Wohneigentum Baden-Württemberg blickt auf eine lange Tradition zurück: Seit über zwei Jahrzehnten organisieren Annemarie Sitte, Vorsitzende des Fördervereins des Eckenberg-Gymnasiums und Kinder- und Jugendbeauftragte für Baden-Württemberg beim Verband Wohneigentum sowie und Johann Müller vom LSZU einen Nachmittag im Rahmen des Adelsheimer Ferienprogramms. Das Team lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, um die Kinder aus Adelsheim und Umgebung zu begeistern. Neben fachlichen Inhalten rund um gesundheitsbewusste Ernährung, Bedeutung und Verwendung von Kräutern und nachhaltiger Umweltbildung kommen auch traditionelle Spiele und das gemütliche Beisammensein nicht zu kurz.

Annemarie Sitte Foto: privat

Dankbar für ehrenamtliches Engagement

Wie in Adelsheim gibt es in ganz Baden-Württemberg zahlreiche engagierte Vereine des Verbands Wohneigentum, die sich in dieser oder ähnlicher Weise so an den Ferienprogrammen der örtlichen Gemeinden beteiligen. „Dafür bin ich unglaublich dankbar“, betont Annemarie Sitte. „Dieses ehrenamtliche Engagement ist alles andere als selbstverständlich. Gerade im Zeitalter der fortschreitenden Technisierung sind ein ausgleichendes, naturbezogenes Umfeld für Kinder und Jugendliche und das Miteinander immer wichtiger geworden. Und dass dazu beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg in etlichen örtlichen Vereinen so viele Mitglieder mit so viel Engagement beitragen, freut mich als Kinder- und Jugendbeauftragte natürlich ganz besonders!“