Verband Wohneigentum beteiligt sich wieder am Ferienprogramm in Adelsheim

Der Schwerpunkt des diesjährigen Ferienprogramms des Fördervereins des Eckenberg-Gymnasiums Adelsheim in Zusammenarbeit mit dem Verband Wohneigentum Baden-Württemberg lag in diesem Jahr bei der aktuellen Sorge um den Bestand der heimischen Singvögel: weniger Lebensräume, Pestizide in der Landwirtschaft und Straßenverkehr machen den Vögeln das Leben schwer.

Landesschulzentrum für Umwelterziehung hilft mit

Christian Puschner vom Landesschulzentrum für Umwelterziehung (LSZU) erklärte den Kindern anhand großformatiger Bilder die Artenvielfalt unserer heimischen Vogelwelt – und war erstaunt über das große Interesse und die teilweise schon sehr guten Kenntnisse der Kinder. Er betonte die enorme Bedeutung der richtigen Winterfütterung, wies aber auch darauf hin, dass es nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen wichtig sei, den Vögeln das ganze Jahr über Nahrung anzubieten. In der warmen Jahreszeit empfehle sich beispielsweise ein Apfel und in der kalten Phase ein energiereicher Meisenknödel.

Wie baut man ein Vogelhaus?

Die Materialien für den Bau von Vogelhäuschen waren schon vorbereitet, sodass jedes Kind gleich loslegen konnte. Unter Anleitung der Betreuer kam am Ende ein vielseitig einsetzbares, attraktives Futterhäuschen heraus – zum Aufhängen für Balkon, Terrasse oder Garten. Es wurde mit Eifer geschmirgelt, gehämmert, gebohrt und geschraubt und dann das Häuschen gleich mit einem Meisenknödel für den Winter ausgestattet.

Tauziehen und Scherzfragen sorgen für Abwechslung

Geschicklichkeit, Kraft und Glück beim Zielwerfen, Tauziehen und den Scherzfragen waren die drei von Johann Müller (LSZU) kindgerecht vorbereiteten Bereiche, die den Kindern danach Bewegung und richtig viel Spaß bereiteten. Beim Tauziehen errangen sie gegen die drei kräftigsten Betreuer sogar einen souveränen Sieg, worauf sie sehr stolz waren.

Ferienprogramm hat lange Tradition

Das Ferienprogramm des Fördervereins des Eckenberg-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Landesschulzentrum für Umwelterziehung und dem Verband Wohneigentum Baden-Württemberg blickt auf eine lange Tradition zurück: Seit über zwei Jahrzehnten organisieren Annemarie Sitte, Vorsitzende des Fördervereins des Eckenberg-Gymnasiums und Kinder- und Jugendbeauftragte für Baden-Württemberg beim Verband Wohneigentum sowie und Johann Müller vom LSZU einen Nachmittag im Rahmen des Adelsheimer Ferienprogramms. Das Team lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, um die Kinder aus Adelsheim und Umgebung zu begeistern. Neben fachlichen Inhalten rund um gesundheitsbewusste Ernährung, Bedeutung und Verwendung von Kräutern und nachhaltiger Umweltbildung kommen auch traditionelle Spiele und das gemütliche Beisammensein nicht zu kurz.

Annemarie Sitte Foto: privat

Dankbar für ehrenamtliches Engagement

Wie in Adelsheim gibt es in ganz Baden-Württemberg zahlreiche engagierte Vereine des Verbands Wohneigentum, die sich in dieser oder ähnlicher Weise so an den Ferienprogrammen der örtlichen Gemeinden beteiligen. „Dafür bin ich unglaublich dankbar“, betont Annemarie Sitte. „Dieses ehrenamtliche Engagement ist alles andere als selbstverständlich. Gerade im Zeitalter der fortschreitenden Technisierung sind ein ausgleichendes, naturbezogenes Umfeld für Kinder und Jugendliche und das Miteinander immer wichtiger geworden. Und dass dazu beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg in etlichen örtlichen Vereinen so viele Mitglieder mit so viel Engagement beitragen, freut mich als Kinder- und Jugendbeauftragte natürlich ganz besonders!“

Kinder bei der Gartenarbeit

Landeswettbewerb fördert das Beste so mancher Siedlung ans Licht

Es ist vollbracht: Die Jury hat alle Siedlungen genau unter die Lupe genommen, die sich am diesjährigen Landeswettbewerb unter der Überschrift „Wohneigentümer – heute für morgen“ des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg beteiligen. Drei Tage lang war die Expertenkommission unterwegs, um sich ein Bild davon zu machen, wie zukunftsfähig das Wohnumfeld der teilnehmenden Vereine gestaltet ist. Der Kommission gehören an Ernst Granzow vom Bezirk Schwarzwald-Baar-Heuberg, Axel Ackermann, ehemaliger Landesgartenfachberater und ehemaliger Landesgeschäftsführer und Ekkehard Bös, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie Kooperationspartner des Landesverbandes Baden-Württemberg. Nun hat die Jury die Qual der Wahl: Wer qualifiziert sich für den Bundeswettbewerb 2020? So haben die Juroren die Siedlungen bei ihrem Besuch erlebt:

Mannheim

Der Startschuss fiel in Mannheim bei der Siedlergemeinschaft BASF Mannheim Rheinau Süd. Gemeinderäte, die Leiter von Grundschule und Kindergarten sowie Vertreter der Presse hatten sich im Siedlerheim eingefunden, und Gemeinschaftsleiter Hans Held begrüßte sie gemeinsam mit seinem Stellvertreter Jürgen Haller und weiteren Vorstandsmitgliedern, einigen Wohneigentümern sowie Ehrenmitglied Wolfgang Lehmpfuhl.

Teilweise schon barrierefrei

Zunächst stellte Held mittels einer Powerpoint-Präsentation die Gemeinschaft vor, wobei es etliche spannende Fakten zu erzählen gab: Die Siedlung wurde gegründet ab 1933 und zählt heute  291 Mitgliedsfamilien. Sie liegt am Rande von Mannheim und hat den Charakter einer Kleinsiedlung. Zehn Prozent machen dabei Einfamilienhäuser aus, 55 Prozent sind Doppelhaushälften und 25 Prozent Reihenhäuser.  Der Rest sind Eigentumswohnungen. Teilweise sind die Häuser und Wohnungen bereits barrierefrei umgebaut worden. Die Vorgärten und Gemüsegärten sind ein fester Bestandteil der Siedlung, deren Heizungen über Fernwärme funktionieren. Einkaufsmöglichkeiten, Post, Bank und Ärzte sind gut zu erreichen

Etliche Feste sorgen für gutes Miteinander

Mit großem Engagement kümmern sich die Mitgliedsfamilien um das soziale Umfeld am Ort und ein gutes Miteinander. Veranstaltungen wie das Siedlerfest, der Weihnachtsmarkt zugunsten karitativen Organisationen, Faschingsveranstaltungen, Ausflüge Vorträge im Siedlerheim über Erbrecht, Einbruchschutz, Gartengestaltung und Pflege und vieles mehr gehören zum Standardprogramm. Darüber hinaus wird Seniorenessen zu günstigen Preisen im Siedlerheim angeboten.

Familien-Fackelumzug war ein Höhepunkt

Unter der Leitung der Frauengruppe finden regelmäßig Kaffeenachmittage im Siedlerheim statt. Basteln mit Jugendlichen, der Bau von Nisthilfen und andere Aktionen für Kinder und Jugendliche gehören zum wiederkehrenden Programm der Gemeinschaft. Ein Höhepunkt war in diesem Jahr ein Familien-Fackelumzug um den angrenzenden See mit rund 200 Personen.

Schulgarten wird mit betreut

Auch der Schulgarten in der Grundschule und im Kindergarten wird von den Mitgliedern der Gemeinschaft betreut. Familienausflüge und der Besuch der österreichischen Partnersiedlung sind ebenso Teil des Programms. Politische Aktivitäten vor Ort, wie etwa der nachdrückliche Einsatz für den Erhalt der Postdienste sowie gegen verkehrswidriges Parken in der Siedlung oder Unterstützung für den Erhalt des Schwimmbads gehören für die Mitglieder ebenso dazu. Mit Müllsammelaktionen helfen die Siedler außerdem dabei, die Umgebung sauber zu halten.

Rastatt

In Rastatt begrüßte Gemeinschaftsleiter Wolfgang Franzke mit Vorstands-und Gemeinschaftsmitgliedern Bürgermeister Raphael Knoth, einige Stadträte sowie den ehemaligen Bundesvorsitzenden des Verbands Wohneigentum Hans Rauch sowie Vertreter der örtlichen Presse.

Eigene Wasserbrunnen und Zisternen

Die Altsiedlung Rastatt-Münchfeld am Rande Rastatts ist zwischen 1934 und 1950 entstanden und beherbergt heute rund 300 Mitgliedsfamilien. 57 Einfamilienhäuser, 85 Doppelhaushälften und zehn Reihenhäuser gehören zur Siedlung. Eigene Wasserbrunnen und Zisternen sind überwiegend bei den Häusern zu finden. Einkaufsmöglichkeiten, Post und Banken, Kindergarten und Schule sind fußläufig zu erreichen. Die Vorgärten und Gemüsegärten sind gepflegt.

Reges Vereinsleben

Das Vereinsleben ist rege: Eine Frauengruppe, die regelmäßig etwas unternimmt und die offen ist für alle Mitglieder bereichert den Stadtteil. Das Siedlerfest beim Holzpavillon mitten in der Siedlung ist immer ein Höhepunkt des Jahres, wozu auch die Siedlerhexen, die nicht nur an Fastnacht aktiv, stets etwas beitragen.

Biotop und Streuobstwiese fordern viel Einsatz

Die Betreuung eines Biotopes und der Streuobstwiese erfordern viel Einsatz. Auch werden die Ruhebänke, die von den Wohneigentümern mit Hilfe der Stadtverwaltung aufgestellt wurden, unterhalten. Mit Kindern und Jugendlichen wurden in den Schulen und Kindergärten insgesamt rund 100 Nistkästen und Insektenhotels gebaut. Mit der Carl-Schurz Grundschule wird ein Naturerlebnistag veranstaltet.

Familienausflüge gehören dazu

Regelmäßig gibt es Familienausflüge. Für die Gartenarbeit und sonstige Tätigkeiten rund ums Eigenheim verleiht die Siedlergemeinschaft entsprechende Gerätschaften.

Gut besucht sind die Vorträge des Verbands über Themen wie Erbrecht oder Gartenarbeit, auch Schnittkurse werden angeboten. Eine Vogelauffangstation wird ebenfalls durch Mitglieder der Gemeinschaft unterstützt.

Freiamt-Ottoschwanden

Im Breisgau eröffnete die Jury den zweiten Tag ihrer Reise durch Baden-Württemberg. Die Gemeinschaft Freiamt Ottoschwanden in der Nähe von Emmendingen präsentierte sich mit Gemeinschaftsleiter Rudolf Köstel und einigen Mitgliedern.  Die meisten Eigentümer aus der charmanten ländlichen Siedlung arbeiten in den umliegenden Städten und Gemeinden. Die meisten Häuser in der Siedlung sind Einfamilienhäuser ab de Baujahr 1964.

Viele Mehrgenerationenhäuser

Fast jedes Haus wurde zu einem Mehrgenerationen Haus umgebaut. Es leben dort Großeltern, Eltern, Kindern, und Enkel zusammen. Viele der Wohnungen sind so umgebaut, dass jede Wohneinheit einen separaten Eingang hat. Photovoltaik- und Solaranlagen sind überall zu finden. Geheizt wird mit Öl, Gas, und Holz. Die Gärten sind gepflegt. Überall sind großzügige Nutzgärten vorhanden. Post- und Bankgeschäfte, sowie Einkäufe müssen auswärts erledigt werden.

Nachbarschaftshilfe wird großgeschrieben

Einen Spiel- und ein Bouleplatz haben die Wohneigentümer in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung angelegt, er wird von den Mitgliedern gepflegt. Ausflüge, Gartenberatung und aktive Nachbarschaftshilfe, wie beispielsweise Einkäufe für ältere Mitglieder, sind Bestandteil des Vereinslebens.

Freiamt-Mußbach

In Freiamt-Mußbach begrüßte Gemeinschaftsleiter Heino Wolfsperger zusammen mit Vorstands- und Gemeinschaftsmitgliedern sowie dem Altvorstand und ehemaligen Mitglied des Landesvorstandes Edmund Haas die Gäste: Bürgermeisterstellvertreterin Margit Haas, Schulrektor Franz Viernickel und Karin Härer vom Kindergarten Spielwiese.

Siedlerheim wird zum Naturklassenzimmer

Die Gemeinschaft hat 76 Mitgliedfamilien und liegt im ländlichen Raum unweit von Emmendingen bei Freiburg. Die Gemeinschaft lebt ein aktives Vereinsleben. Es werden im eigenen Vereinsheim Seniorennachmittage mit Unterhaltung angeboten. Das alljährliche Siedlerfest mit Boulewettbewerb findet ebenfalls beim Vereinsheim statt. Vorträge aller Art vom Verband oder von anderen Anbietern werden von den Mitgliedern und anderen interessierten Bürgern ebenfalls genutzt. Familienausflüge und kleinere Veranstaltungen werden regelmäßig angeboten. Schulzentrum und der Kindergarten nutzen den Spielplatz, der von den Wohneigentümern in Zusammenarbeit mit der Gemeinde angelegt und unterhalten wird. Das Siedlerheim wird dabei zum Naturklassenzimmer – unterstützt von den Mitgliedern der Gemeinschaft wird den Kindern die Natur auf ganz praktische Weise gezeigt.

Auffahrrampen und Aufzüge wurden gebaut

Die Siedlungshäuser wurden im alten Teil ab 1950 und im neueren Teil ab 1964 gebaut. Die Siedlung besteht aus Einfamilien- und Doppelhäusern. Ein Teil davon wurde schon barrierefrei gestaltet. Ersichtlich ist dies schon von außen. Es wurden Auffahrrampen und Aufzüge für Rollstuhlfahrer angebaut. Innenräume wurde Behindertengerecht gestaltet. Photovoltaik und Solaranlagen sind auf vielen Dächern und Garagen zu finden.

Zahlreiche Nutzgärten zur Selbstversorgung

Die Gärten sind gepflegt und dienen zum großen Teil noch als Nutzgarten zur Selbstversorgung. Auch kleinere Blumenwiesen für Insekten und eine große Anzahl an Insektenhotels ließen sich bei den Häusern der Wohneigentümer finden. Der Verein pflegt ehrenamtlich die Gedenkstätte im Wald von Tennenbach, die an die rund 1.500 gefallenen Soldaten in den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 erinnert.

Singen

Schlussendlich gelangte die Jury am dritten Tag nach Singen und besuchte die Gemeinschaft Verband Wohneigentum Siedlergemeinschaft Singen. Gemeinschaftsleiter Christian Siebold begrüßte einige Stadträte der Stadt Singen und Ehrenmitglied Rudolf Thoma sowie Pressereferent Helmut Gülpers.

Gebiet befindet sich im Umbruch

Die Begehung wurde auf zwei Abschnitte unterteilt: die Alt-Siedlung und der jüngere Teil im Eisvogel. Die Siedlung liegt am Stadtrand von Singen und wurde in den Jahren 1934 bis 1938 gegründet. In dem Begutachtungsgebiet leben 123 Mitglieder. Die Siedlung besteht aus einem großen Anteil von Einfamilien- und Doppelhäusern, aber auch Reihenhäuser sind zu finden. Das Gebiet befindet sich derzeit im Umbruch: Viele ältere Häuser werden verkauft und umgebaut. Der Anteil an ausländischen Mitbürgern, die auch gerne Mitglieder der Gemeinschaft werden möchten, wächst.

Gärten sind echte Filetstücke

Zu beklagen ist ein gewisser Leerstand von Häusern, wobei diesbezüglich aber mit der Stadtverwaltung über Möglichkeiten der Nutzung gesprochen wird. Ein weiterer Punkt bei den Gesprächen mit dem Baudezernenten ist die zunehmende Versiegelung von Einfahrten und Höfen. Deshalb will die Gemeinschaft gegensteuern. Die Vorgärten sind gepflegt und ansprechend. Die wirklichen Filetstücke sind allerdings die Gärten hinter den Häusern: Dort sind regelrechte Oasen der Ruhe und Erholung entstanden. Dort liegen der Gemüsegarten neben Blumenwiesen, kleinen Wasserspielen oder Plätzen für Kinder nebeneinander. Auch wird Nachbarschaft gelebt mit offenen Zäunen und Durchgängen zum Nachbargrundstück.

Mitglieder unterstützen einander

Auf Barrierefreiheit wird bei den Umbauten geachtet. Einkäufe für den täglichen Bedarf können im Nahbereich getätigt werden. Post, Banken und Ärzte sind erreichbar. Wo etwas nicht klappt, da hilft die Gemeinschaft gerne weiter. Soziale Hilfsdienste werden vermittelt, Sammelbestellungen wie Heizöl gehören ebenfalls zum Programm. Auch bei Boten und Amtsgängen greifen sich die Mitglieder gerne unter die Arme. Kleine Straßenfeste und Spielnachmittag finden regelmäßig statt.

Vielfältige Veranstaltungen im Siedlerheim

Im Siedlerheim finden einmal im Monat ein Seniorenessen und Kaffeenachmittage statt. Ein politischer Frühschoppen wird sonntags ebenfalls veranstaltet. Das Siedlerheim wird auch darüber hinaus für Veranstaltungen jeglicher Art genutzt. Lesungen von einheimischen Autoren, Unterhaltungsabende, Vorträge über Erbrecht, Gartengestaltung und Pflege, Einbruchschutz und andere interessante Themen werden regelmäßig veranstaltet. Bastelaktionen mit Jugendlichen und die Teilnahme am Kinderferienprogramm sind selbstverständlich.

Zusammenarbeit mit anderen Vereinen wird gepflegt

Aktionsbündnisse für Integration oder Tempo 30 in Wohngebieten sind in Hinblick auf ein noch besseres Wohnumfeld initiiert worden. Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen bei  Veranstaltungen wie beispielsweise dem Markt der Möglichkeiten wird gerne praktiziert. Die Gemeinschaft bietet Ausleihgeräte wie Anhänger und kleine Gartengeräte.

solarenergie

Verband Wohneigentum fordert massive Förderung für Klimaschutz

Berlin/Bonn, 26.06.2019 – Heute findet im Wirtschaftsministerium eine Anhörung zum Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) statt. Ohne wesentliche Änderungen werden im GEG drei Regelwerke zusammengeführt. Als Ziel wird der „nahezu klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050“ ausgerufen. Der Verband Wohneigentum begrüßt, dass Auflagen nicht verschärft, Neubau und Bestandssanierung nicht noch einmal teurer werden. Aber: Wo geht’s lang zum Klimaschutz?

Energieeffizienz und Verminderung der Treibhausgas-Emissionen ist angesichts der international verbindlichen Klimaschutzziele vordringlich. Im Gebäudebereich wurde seit 1990 bereits viel geleistet. Die weiteren Schritte in Richtung Klimaneutralität müssen planvoll weiterentwickelt werden. Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum (VWE) betont: „Die ökologischen Notwendigkeiten und internationalen Verpflichtungen sind dabei wirtschaftlich und sozial in den Blick zu nehmen.

Aus dieser Perspektive begrüßt der Verband Wohneigentum diverse Regelungen des GEG-Entwurfs, die diesem Ziel dienen wollen.
Dazu gehören:

  • Transparenz der gesetzlichen Regelungen
  • Vereinfachung der Durchführung
  • Messbarer Klimaschutz – Ergebnis von Investitionen
  • Technologieoffenheit und Maßnahmen im Quartier
  • Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit – Stärken durch Förderung
Manfred Jost
Manfred Jost,
Präsident Verband Wohneigentum (VWE)

Schon die Zusammenführung der unterschiedlichen klimaschutzrelevanten Regelwerke: Energieeinsparungsgesetz, Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in ein einheitliches GEG kann zu einem positiven Impuls führen. Harmonisierung der Begriffe und Vereinfachung von Verfahren bieten mehr Transparenz.

Die Öffnung für gemeinsame Lösungen im Quartier oder in der Siedlung durch eine neue Innovationsklausel ist ebenso positiv wie die vorsichtige Einführung des CO2-Ausstoßes als zusätzlichen Erfolgsmesser der energetischen Maßnahmen bei Bau oder Sanierung.

Was jedoch fehlt sind Überlegungen, wie die international verbindlichen Klimaschutzziele in wirtschaftlich akzeptabler Weise zu erreichen sind. „Anstatt ab 2030 milliardenhohe Strafzahlungen an die EU im Haushalt einzukalkulieren, fordern wir die Bundesregierung auf, massiv in die Bestandssanierung zu investieren“, stellt Jost heraus. „Die maßvollen Auflagen sind die Basis für ehrgeizige freiwillige Maßnahmen. Eine massive Förderung muss hier zu einem Schub an Sanierungstätigkeit führen.

Der VWE ist bereit, an einer Kampagne für vielfältige, breit angelegte energetische Sanierung mitzuwirken.

Hier geht es zur ausführlichen Stellungnahme des VWE.

Wärmeschutz im Sommer

Winters freut sich der Hausherr über möglichst viel Sonne im Haus – im Sommer kann das allerdings zum Problem werden. Die Südausrichtung des Hauses und bei strahlend blauem Himmel dadurch mitunter wochenlang überhitzte Räume machen die heißen Monate für manchen Eigentümer unerträglich.

Lüften: Nachts und am frühen Morgen

An richtig heißen Tagen gilt: Fenster und Türen geschlossen halten – und zwar konsequent. Gelüftet werden sollte nur nachts oder am sehr frühen Morgen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Außentemperatur unter der momentanen Raumtemperatur liegt.

Klimadaten für jedes einzelne Zimmer

Es lohnt sich, schon bei Kauf oder Hausbau auch an sommerliche Temperaturen zu denken. Denn die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) berücksichtigt auch Wärmeschutz im Sommer. Den ohne einen solchen müssten die Räume durch eine Klimaanlage gekühlt werden. Dieser Wärmeschutz im Sommer ist daher für eine KfW-Förderung nachzuweisen, etwa  durch eine Berechnung mit standardisierten Klimadaten. Diese Berechnung kann  für jedes Zimmer einzeln bewerten, ob und in welchem Umfang zusätzlich etwas  gegen die Sonneneinstrahlung getan werden muss.  

Wärmespeicherfähigkeit des Materials ist ausschlaggebend

Im Hinblick auf die Wärmedämmung gilt: Es gibt große Unterschiede bezüglich der Effektivität. Eine wichtige Kennzahl ist die Wärmespeicherfähigkeit eines Baustoffs. Im Übrigen schneiden auch Naturdämmstoffe wie Zelluloseflocken, Dämmplatten aus Holzfasern oder Matten aus Hanf  diesbezüglich sehr gut ab. Auch der Einbau von dreifach-verglasten Wärmeschutzfenstern kann sich speziell bei Südausrichtung lohnen. Allerding beeinträchtigen solche Fenster möglicherweise den Lichteinfall auch im Winter. Vor dem Einbau lohnt es sich also, genau hinzusehen, um nicht in der kalten Jahreszeit noch zusätzlich in dunkleren Räume zu sitzen.

Das A und O: Verschattung

Noch wichtiger als die Dämmung ist für effektiven Wärmeschutz im Sommer die Verschattung der Fenster. Schon einfachste Maßnahmen können dabei viel bringen. Beispielsweise schützt ein Laubbaum das Haus im Sommer vor Wärme, im Winter fallen die Blätter ab und der Baum lässt die Sonne herein. Auch durch große Dachüberstände, Vordächer oder Balkone über Fenstern mit südlicher Ausrichtung ist viel gewonnen. Weil im Sommer die Sonne höher am Himmel steht, spenden solche baulichen Konstruktionen in der warmen Jahreszeit Schatten. Im Winter wandert die Sonne tiefer über den Himmel, weswegen dann das Licht trotzdem in die Räume fällt.

Zusätzlich können Rollläden, Klappläden oder Markisen die Sonneneinstrahlung begrenzen. Auch Vorhänge, Rollos und Jalousien im Innern bieten Schutz – aber nicht so effektiv wie außen liegende Fensterläden. Denn bevor die Sonnenstrahlen abgewiesen werden, dringt die Wärme zunächst in den Raum ein. Deshalb gilt hierbei: Je heller das Material und je näher die Verschattung an der Scheibe platziert ist, desto weniger Wärme dringt ins Zimmer ein.

Foto: Wärme- und Sichtschutz Rolladen

Eine realistische Vorstellung vom Wert einer  Immobilie ist wichtig, vor allem bei Kauf, Verkauf oder im Erbfall. Deshalb braucht es  ein Wertgutachten, um Klarheit zu bekommen. Im Gegensatz zur kostenlosen Immobilienbewertung handelt es sich bei einem Wertgutachten um die kostenpflichtige Bewertung der Immobilie, die auch vor Gericht Bestand hat.

Der Sachverständige ermittelt den Verkehrswert einer Immobilie auf Basis des Baugesetzbuches (BauGB) und der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV), erklärt Wolfgang Szubin. Der Architekt ist Mitglied des Präsidiums im Verband Wohneigentum und Berater für Wohnen und Bauen im Landesverband NRW des Verbands Wohneigentum.

Was beeinflusst den Wert?

Das Grundstück und seine Lage sind wichtige Kriterien bei der Wertermittlung. Denn in der Stadt gelten andere Maßstäbe als in einer ländlichen Gegend. Natürlich sind auch das Gebäude und der Zustand, in dem es sich zum Zeitpunkt des Gutachtens befindet, ausschlaggebend. „Je älter die Immobilie ist, desto größer ist die Wertminderung“, so Szubin. Bei Gebäuden wird rechnerisch ein zu erwartendes Lebensalter von 80 Jahren zugrunde gelegt – es sei denn, es wurde im Laufe der Jahre fachgerecht saniert. Rechnerisch jünger wird das Gebäude durch eine Modernisierung, deshalb steigen also Restnutzungsdauer und damit auch sein Wert. Nachträgliche Fassadendämmung oder eine Photovoltaikanlage können beispielsweise wertsteigernd sein. Grundbucheinträge wie Wege- oder Wohnrechte für Eltern sind in der Regel wertmindernd.

Ablauf des Immobilienwertgutachten

Als erstes widmet sich der Fachmann den Aufzeichnungen zu dem entsprechenden Objekt.  „Zunächst prüft der Sachverständige Unterlagen wie etwa Grundbuch, Lageplan, Altlastenkataster und dergleichen mehr“, erläutert Szubin. Anschließend wird das Objekt besichtigt. Vorhandenes Datenmaterial wie Baupläne wird mit dem tatsächlichen Ausmaß der Immobilie abgeglichen. Wohnflächen und Bruttogrundrissflächen (bebaute Außenflächen) werden ermittelt; ebenso sichtbare, optische Baumängel wie Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Ein paar Wochen kann es dauern

Weil sie sehr umfangreich sind, können Wertgutachten bis zu 30 Seiten umfassen. Deswegen braucht es im Gegensatz zu einer kostenlosen Immobilienbewertung oft etwa vier bis sechs Wochen. „Es kann aber auch drei bis vier Monate dauern“, weiß Architekt Szubin.

Gültigkeit ist begrenzt

Zu bedenken ist:  Ein einmal erstelltes Wertgutachten ist bereits im darauf folgenden Jahr nicht mehr gültig. „Das Gutachten weist den Wert der Immobilie zu einem bestimmten Stichtag – dem sogenannten Wertermittlungsstichtag – auf. Wird ein Gebäude nicht saniert, dann verliert es mit jedem Tag an Wert“, erläutert Szubin.

Kosten des Wertgutachtens variieren stark

Wie hoch die Kosten für ein Wertgutachten ausfallen hängt stark davon ab, wie groß die Immobilie und der Aufwand des Gutachters sind. Sie richten sich nach dem ermittelten Wert. Bei einem Einfamilienhaus sollte man etwa mit 1.000 bis 1.500 Euro netto rechnen. Wird kein gerichtsfestes Wertgutachten benötigt, können auch schon preisgünstigere Immobilienbewertungen ohne Vor-Ort-Besichtigung weiterhelfen.

Blume

Strauchrosen blühen in diesem Jahr besonders üppig. Der Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“ des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg und des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg läuft noch bis 31. Juli. Ziel ist es, ein Zeichen zu setzen gegen die immer mehr werdenden Steinwüsten in Baden-Württembergischen Vorgärten. Gartenberater Sven Görlitz hat bereits die ersten eingesendeten Fotos gesichtet.

Welche Pflanzen finden sich in den Vorgärten, die Sie bisher im Foto gesehen haben, besonders häufig?

Sven Görlitz: Besonders häufig sind Strauchrosen zu sehen, die in diesem Jahr, wie ich finde, besonders üppig blühen. Aber auch viele bunt-gemischte Staudenpflanzungen sind auf den Bildern.

Wer seinen Vorgarten ohne viel Aufwand für den Sommer noch etwas hübscher gestalten möchte, welchen Tipp haben Sie?


Sven Görlitz: Ohne viel Aufwand kann man auf freie Flächen immer noch Stauden pflanzen. Als Topfpflanzen können diese auch jetzt noch gesetzt werden und bereichern schnell den Vorgarten. Wichtig ist es dabei, unbedingt auf den richtigen Standort zu achten.

Was sagen Sie einem Steingartenbesitzer, der damit argumentiert, dass er die Pflege für einen bepflanzten Vorgarten nicht leisten kann.

Sven Görlitz: Dass Steinflächen pflegeleicht sind, ist zu kurz gedacht. Schnell lagert sich auch hier wieder organisches Material ab und die Fläche wächst zu. Dies sieht man häufig auf Steinflächen, die vor ein paar Jahren angelegt wurden. Dann heißt es Unkraut jäten im Schotter, denn Herbizide dürfen auf diesen Flächen nicht eingesetzt werden. Eine gut geplante, standortgerechte Pflanzung mit Sträuchern und Stauden oder ein Blumenrasen sind dauerhaft pflegeleichter, ökologisch wertvoller und sehr wichtig für ein angenehmes Mikroklima.

Hier geht es zum Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“

Zur Person: Sven Görlitz

Sven Goerlitz Gartenberatung
Gartenberater Sven Görlitz,

Sven Görlitz ist Techniker im Garten- und Landschaftsbau und arbeitet als Gartenberater beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg.

Hier berät er die Mitglieder des Verbandes in allen Fragen rund um den Hausgarten. Dies geschieht in Form von Vorträgen, Gehölzschnittkursen, Baumkontrollen, und individuellen Gartenberatungen. Besondere Beachtung findet hierbei ein nachhaltiges und naturnahes Gärtnern.

Der Verband Wohneigentum beteiligt sich am 29. Und 30. Juni 2019 mit einem Beratungsstand und mit Vorträgen an der Bundesgartenschau in Heilbronn. Die Beratung und die Vorträge finden im „i-Punkt Grün“ statt. Referenten sind Martin Breidbach und Sven Görlitz, Gartenberater Verband Wohneigentum.

Klimawandel Garten

Beratungsstand rund um den Hausgarten

Gartenbesitzer können sich gezielt Informationen zu Ihren Gestaltungswünschen einholen oder auch geschädigte Pflanzenteile zur Begutachtung mitbringen.

Am Stand der Gartenberatung des Verband Wohneigentum gibt es unabhängige Fachinformationen zu Themen wie naturnahe Gartengestaltung und Gartenbewirtschaftung, Anpassung der Gärten an Extremwetter (Klimagärten), sowie über Pflanzenschutzmaßnahmen und den Sommerschnitt an Gehölzen.

Vorträge am Samstag, 29. Juni, jeweils um 11, 13 und 15 Uhr

Gartenklima/Klimagarten: Hausgarten in Zeiten des Klimawandels

vorgarten klima

Das Jahr 2018 mit seiner Hitze und Trockenheit wird vielen Gartenbesitzern noch lange in Erinnerung bleiben. Extreme Wetterereignisse wie diese stellen Gartenbesitzer vor neue Herausforderungen.

Wie wirken sich die Veränderungen auf Pflanzen, Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschädlinge aus? Wie schütze ich den Gartenboden? Wann ist es sinnvoll zu gießen? Welchen Beitrag kann mein Garten für ein lebenswertes Wohnumfeld leisten?

In diesem Vortrag wird aufgezeigt, welche Veränderungen durch steigende Temperaturen und Extremwetterereignisse im Hausgarten auftreten und wie man darauf reagieren kann.

Vorträge am Sonntag, 30. Juni, jeweils um 11, 13 und 15 Uhr

Vielfältiger Vorgarten

Klimwawandel Vorgarten

Selbst kleine Gartenflächen wie ein Vorgarten können  artenreich, ansprechend und dazu pflegeleicht gestaltet werden und damit unser Lebensumfeld bereichern.

Leider werden immer mehr Flächen in den Gärten versiegelt oder mit Schotter zugeschüttet – keine gute Entwicklung für das Mikroklima und die Tierwelt.

Dass es auch anders geht, wird in diesem Vortrag aufgezeigt – vom Staudenbeet über den Hausbaum bis zur Fassaden- und Garagendachbegrünung. Viele Beispielen für mehr Vielfalt in unseren Wohngebieten zeigen auf, dass sich die Tipps auch einfach umsetzen lassen.

Fünf baden-württembergische Gemeinschaften werfen ihren Hut in den Ring

Der 27. Bundeswettbewerb 2020 des Verbands Wohneigentum rückt näher: Welche Eigenheim-Gemeinschaft wird ihren Landesverband vertreten und zu bundesweiten Siegerehrung nach Berlin reisen? Die Schirmherrschaft hat Bundesbauminister Horst Seehofer übernommen. Titel des Bundeswettbewerbs ist „Wohneigentümer – heute für morgen aktiv. Lebendige Nachbarschaft – gelebte Nachhaltigkeit“. In den Landesverbänden findet jetzt die Vorauswahl statt. In Baden-Württemberg haben folgende Gemeinschaften ihren Hut in den Ring geworfen:

die          Siedlergemeinschaft Freiamt-Mußbach e.V.

der         Verband Wohneigentum Ottoschwanden

die          Siedlergemeinschaft Singen e.V.

die          Gemeinschaft der Siedler und Eigenheimer Rastatt-Münchfeld

die          BASF Siedlergemeinschaft e.V. Mannheim-Rheinau-Süd

Die Bereisung mit der Jury  ist für Juli geplant.

Grundanliegen des Verbandes wird erfüllt

„Wir freuen uns sehr, dass fünf unserer Ortsvereine die Chance nutzen, sich und ihr unermüdliches Engagement für die Gemeinschaft zu präsentieren“, erklärt Landesgeschäftsführer Roland Schimanek. „Mit dem Wettbewerb wird auch ein Grundanliegen des Verbandes und der Vereine und ein Satzungsziel erfüllt.“ Denn seit über 50 Jahren sind die Landeswettbewerbe Motor für das Vereinsleben. Im Fokus des Bundeswettbewerbs steht die Entwicklung in den Gemeinschaften in Eigenheim-Siedlungen – in Dörfern ebenso wie in Stadtquartieren. „Das selbstgenutzte Wohneigentum ist Ausgangspunkt sozialen Lebens“, betont Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum. „Die Identifizierung mit dem Wohnumfeld und der Kommune ist hoch, da Eigentümer ein dauerhaftes Interesse an einer guten Entwicklung haben.“

Gemeinschaften engagieren sich innerhalb der Kommunen

Das soziale Engagement ist ein erster Schwerpunkt der Bewertung. Viele Gemeinschaften kümmern sich um Kinder und Jugendliche, beispielsweise als Spielplatzpaten, oder sie bieten Abwechslung für Senioren, etwa Ausflüge oder gemeinsamen Kaffeeklatsch. In der Zusammenarbeit mit der Kommune, der bürgerschaftlichen Interessensvertretung oder anderen Vereinen bieten etliche Gemeinschaften entsprechende Unterstützungsangebote. Auch die Aktivitäten zur sozialen Integration ausländischer Mitbürger oder Angebote für besondere Zielgruppen fallen hierunter.

Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle

Die Modernisierung der Häuser wie auch naturnahe Gartengestaltung stehen im Fokus. Die Liste der Kriterien ist lang – was aber nicht bedeutet, dass alle davon erfüllt sein müssen. „Es soll lediglich die Vielfalt der Möglichkeiten aufzeigen, mit denen eine Siedlung sich hervortun kann“, erklärt Schimanek.

Zukunftsfähige Immobilie

Weitere Kriterien sind der Werterhalt der Familienimmobilie, unter anderem auch über energetische Sanierung, um den CO2-Ausstoß zu vermindern – sei es durch Dämmung, sei es durch Einsatz von erneuerbaren Energien. Das Eigenheim macht die gesamten Familienphasen mit, bis hin zum Alterssitz. Ein zusätzliches Bewertungskriterium ist daher das familien- und seniorengerechte Wohnen. Vor allem die Reduzierung von Barrieren durch Anlage von Schrägen statt Stufen, die Anpassung von Bad und Küche durch entsprechenden Umbau oder Möblierung stehen im Blickpunkt. Ebenso kann Mehrgenerationen-Wohnen den möglichst langen Verbleib der Senioren im eigenen Haus fördern.

Ökologisches Grün

Nicht zuletzt steht mit Blick auf das Kleinklima der Siedlung die Anlage rund ums Haus auf dem Prüfstand. Ist der Garten nur voll mit Steinen und Schotter oder gibt es eine vielfältige Bepflanzung, die Raum für Insekten, Vögel und Kleintiere bietet? Interessant ist weniger wie penibel die Rasenkante geschnitten ist, sondern eher ob eigenes Obst und Gemüse gezogen werden, ob die Kinder Freiraum haben, ob das Gespräch über den – niedrigen – Gartenzaun möglich ist. Kriterien sind außerdem die Regenwasserbewirtschaftung, Nichtversiegelung und Dachbegrünung, um der Überhitzung im Sommer und Überschwemmung bei Starkregen etwas vorzubeugen.

Wohneigentümer können sich gegenseitig Anregungen geben

Beim Bundeswettbewerb geht es auch darum zu zeigen, dass  selbstnutzende Wohneigentümer mit viel Verantwortung ihr Zuhause bewirtschaften und ihre Kommune mitgestalten. Das bestätigt sich immer wieder aufs Neue, denn jeder Wettbewerb fördert neue Beispiele dafür ans Tageslicht. Diese sind Anregung für andere Wohneigentümer und Gemeinschaften. Diese Beispiele zeigen der Politik den wichtigen Stellenwert, den das selbstgenutzte Wohneigentum in unserer Gesellschaft hat. „Wir sind sehr gespannt darauf, wie unsere Eigentümergemeinschaften zeigen, dass sie bei sich vor Ort den Herausforderungen der Zukunft aktiv begegnen“, so Roland Schimanek.  „Und wir drücken natürlich allen ganz fest die Daumen!“

baukindergeld

Ab Mitte Mai sechs Monate Zeit für Antragstellung

Die Frist für einen Antrag auf Baukindergeld wird verlängert: Ab 17. Mai 2019 muss ein Antrag innerhalb der ersten sechs Monate nach Einzug gestellt werden – bisher galt eine Frist von drei Monaten. Anträge vor Einzug sind nicht zulässig. Wer bis März 2019 bereits einen Antrag auf Baukindergeld gestellt hat, muss diesen jetzt mit Hilfe der nun online erreichbaren Dokumente im Zuschussportal der KfW bis zum 30.06.2019 vervollständigen.

Baukindergeld – Wer darf Antrag stellen?

Baukindergeld beantragen darf, wer den Kaufvertrag für das selbstgenutzte Wohneigentum zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 unterschrieben hat / unterschreiben wird. Bei Neubauten gilt das Datum der Baugenehmigung.

Identitätsnachweis zwingend erforderlich

Wer bisher noch keinen Antrag gestellt hat, der muss folgendermaßen vorgehen: Der Antrag auf den Zuschuss ist spätestens sechs Monate nach dem Einzug ins selbstgenutzte Wohneigentum zu stellen. Wichtig: Die Bestätigung über den Antragseingang geht automatisch ein und der Eigentümer muss sie mit dem Nachweis der Identität beantworten. Andernfalls verfällt der Antrag.

Drei Monate bleiben für Nachweis der Förderberechtigung

Innerhalb von drei Monaten nach Bestätigung des Antrags muss der Antragsteller dann die Förderberechtigung nachweisen. Darum müssen entsprechende im KfW-Zuschussportal hochgeladen werden. Das sind: Einkommensteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragseingang des Antragstellers, Meldebestätigung der im Wohneigentum lebenden Familienmitglieder und einen Grundbuchauszug oder eine Auflassungsvormerkung.

Nach Prüfung der Unterlagen und Zugang der entsprechenden Bestätigung erfolgt die erste Auszahlung.

Zusammenfassung Baukindergeld

Was ist Baukindergeld? Ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Wie viel bekommt der Antragsteller? Der Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro je Kind und pro Jahr wird über zehn Jahre ausgezahlt.

Wofür gibt es Baukindergeld? Bau oder Kauf einer Immobilie zur Selbstnutzung in Deutschland. Der Kaufvertrag muss zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 unterschrieben worden sein. Bei Neubauten gilt das Datum der Baugenehmigung.

Wer bekommt‘s? Familien, auch Alleinerziehende, mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 18 Jahren. Sie erwerben zum ersten Mal eine Immobilie.

Einkommensgrenze: 75.000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen pro Jahr. Pro Kind erhöht sich diese Grenze um 15.000 Euro.

Fristen? Spätestens 6 Monate nach dem Einzug Antrag stellen. Es gilt das Einzugsdatum der amtlichen Meldebescheinigung. Wenn Mieter ihre Wohnung kaufen ist das Datum des notariellen Kaufvertrags entscheidend. Der Zuschuss wird rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gezahlt. Wer davor gekauft hat, geht leider leer aus.

Wo Antrag stellen? Das Baukindergeld kann nur Online im Zuschussportal der KfW beantragt werden unter https://public.kfw.de/zuschussportal-web

Benötigte Unterlagen: Grundbuchauszug, Einkommenssteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor der Antragsstellung, Meldebestätigung, aktuelle Kindergeldbescheide aller Kinder, die bei Ihnen leben.

Infos auch unter der kostenfreien Servicenummer 0800 5 39 90 06 der KfW (von Montag bis Freitag 08.00 bis 18.00 Uhr).

Vorsicht! Wer die Immobilie vor Ablauf der Förderung verkauft oder vermietet, erhält keine Förderung mehr. Eigentümer sind in der Pflicht, dies zu melden. Eine Pflicht zur Rückzahlung besteht aber nicht.