Ein eigener Kompost sollte in keinem Garten fehlen. Bietet die Kompostierung doch sehr viele Vorteile:

  • Gesunderhaltung des Bodens.
  • Rückführung von organischem Material – Kreislaufwirtschaft.
  • Aufbau des Humusgehalts im Boden.
  • Pflanzenernährung – organische Düngung.
  • Einsparung von Düngemitteln (Geld und Energie).
  • Reduzierung von Müll.
Kompost Dünger
Gute Komposterde ist ein hervorragender Dünger

Nicht zuletzt lässt sich am Beispiel eines Komposthaufens der natürliche Kreislauf am besten beobachten und erklären. Beachtet man einige grundlegende Dinge lässt sich das beste Düngemittel für den Garten leicht selbst herstellen.

Vorgehensweise für richtiges Kompostieren

Der Kompostplatz sollte gut gewählt werden.

  • Windgeschützter Platz im Schatten oder Halbschatten.
  • Genügend Raum zum Arbeiten.
  • Durchlässiger Untergrund.
  • Immer an derselben Stelle.

Worin wird optimalerweise kompostiert?

Kompost

Für die meisten Gärten eignet sich ein Komposthaufen mit einer Umrandung aus Holz oder einem Metallgitter, eine sogenannte Rottebox. Diese kann gekauft oder selbst gebaut werden. Ist wenig Platz vorhanden, sind Komposttonnen die richtige Wahl und soll die Rotte beschleunigt werden, kommen Thermokomposter zum Einsatz.

Des Weiteren gibt es Komposttrommeln, in denen das Material durch Drehen immer wieder vermischt wird. In einem großen Garten mit viel anfallendem Grünmaterial kann auch einfach in Mieten ohne Randbegrenzung kompostiert werden.

Egal in welchem System kompostiert wird, wichtig sind immer eine gute Durchlüftung, keine Nässe und keine Austrocknung des Materials.

Was kann kompostiert werden?

Was alles auf den Kompost kann, hängt auch von der Art der Kompostierung ab. Pflanzenteile mit Pilzerkrankungen und samentragende Wildkräuter sollten nur dann auf den Kompost, wenn tatsächlich eine Heißrotte stattfindet, wobei diese zerstört werden.

Gut geeignete Kompostmaterialien:

  • Jegliche Pflanzenreste aus dem Garten. Grobe Materialien sollten mit einem Häcksler zerkleinert werden.
  • Organische Abfälle aus dem Haushalt wie Obst- und Gemüseschalen, Salatreste, Zitrusfrüchte nur in kleinen Mengen, Kaffeesatz, inkl. kleiner Mengen Haushaltspapier.

Nicht geeignet für den Komposthaufen:

  • Asche (erhöhte Schwermetallbelastung).
  • Straßenkehricht.
  • Speisereste.
  • Inhalt von Staubsaugerbeuteln.
  • Andere, nichtorganische Fremdstoffe.
  • kranke Pflanzenteile (z.B. Kohlhernie).
  • samentragende Wildpflanzen (nur bei Heißrotte).
Kompostierung

Kompost: Das richtige Verhältnis von Kohlenstoff (C) zu Stickstoff (N)

Das Wichtigste bei der Zusammensetzung des Komposts ist das richtige Verhältnis von Kohlenstoff (C) zu Stickstoff (N).

  • Mikroorganismen benötigen ca. 30 Teile Kohlenstoff zur Energiegewinnung, um 1 Teil Stickstoff in körpereigenes Eiweiß umzubauen.
  • Bei einem weiten C/N-Verhältnis verlangsamt sich die Rotte und es entsteht ein nährstoffarmer Kompost.
  • Beim Mulchen von Beeten und beim Aufbau des Komposts sollte man auf ein ausgewogenes C/N-Verhältnis achten.
  • Für eine gute Rotte sollte in der Mischung das C/N-Verhältnis der Materialen bei ca. 20/30 C zu 1 N liegen.

Das C/N-Verhältnis einiger Kompostmaterialien:

 Kohlenstoff (C)Stickstoff (N)
Grünmasse (frische Gartenabfälle)5 - 151
Rasenschnitt10 - 151
Kot von Nutztieren10 - 151
Rückstande von Hülsenfrüchten und Gründüngungspflanzen (Stickstoffsammler)10 - 201
Küchenabfälle20-251
Baumlaub30-501
Getreidestroh50-1501
Sägemehl250-5001

Eine gute Mischung wäre z.B. Rasenschnitt mit Laub/Strauchhäcksel. Sägemehl sollte nach Möglichkeit gar nicht kompostiert werden, da es die Rotte stark verlangsamt.

Tipp:
Sind die Kompostmaterialien eher stickstoffarm kann mit der Zugabe von Stickstoff in Form von Hornmehl, Schafwolle oder Brennnesseljauche die Rotte beschleunigt werden. Auch Haarschnitt und Daunenfüllungen von alten Kissen sind stickstoffhaltig und können kompostiert werden.

Aufsetzen des Komposts

Kaltrotte Kompostieren
Bei der Kaltrotte übernehmen auch Würmer die Zersetzung des Materials

Bei der Kompostierung werden eine Kaltrotte und eine Heißrotte unterschieden.

Für die Kaltrotte wird nach und nach anfallendes Material aufgebracht und von Mikroorganismen und Würmern verarbeitet. Dies geschieht so in den meisten Hausgärten. Samen und Pilzsporen werden bei dieser Art aber kaum oder gar nicht zerstört.

Bei der Heißrotte werden anfallende Materialien getrennt gesammelt und dann vermischt und mit einem Mal als Komposthaufen aufgesetzt. Durch die Tätigkeit der Mikroorganismen entstehen Temperaturen von über 50°C. Die Rotte verläuft sehr schnell, Samen und Pilzsporen werden zerstört, es findet eine Hygienisierung statt. Würmer sind an diesem Prozess am Anfang nicht beteiligt, da es für sie bei über 25°C zu heiß wird.

Beim Aufsetzen des Komposts gibt es folgendes zu beachten:

  • Grobes Material (z.B. Strauchschnitt) als unterste Schicht.
  • Grobes Material zerkleinern.
  • Sämtliche Stoffe mischen (fein mit grob, alt mit neu, feucht mit trocken, weites C/N-Verhältnis mit engem C/N Verhältnis, …) und aufsetzen.
  • Das Material muss feucht, aber nicht zu feucht sein. Beim Quetschen in der Hand darf aber kein Wasser austreten.
  • Höhe ca. 1 – 1,5m.
  • Abdeckung mit Pflanzenmaterial, Erde oder Schilfmatten.

Die Rotte ist immer ein Prozess bei dem viel Sauerstoff benötigt wird (aerob). Eine gute Durchlüftung und das Umsetzen fördert die Rotte. Unter Sauerstoffabschluss kommt es zur Fäulnis (anaerob) was sich am schlechten Geruch bemerkbar macht.

Hilfsstoffe für die Kompostierung

Im Handel finden sich viele Hilfs- und Zusatzstoffe für die Kompostierung. Bei einer guten Mischung der Materialien sind in der Regel keine weiteren Zusatzstoffe notwendig.
Die Gabe von Gesteinsmehlen in den Kompost kann die Bildung von Ton-Humus-Komplexen fördern und damit die Speicherung von Nährstoffen verbessern.

Ablauf der Kompostierung

  • Umsetzen des Komposts nach ca.
    2 Monaten, neu durchmischen und ggfls. anfeuchten.
  • Fertiger Frischkompost nach ca. 6 Monaten.
  • Aussieben von Grobteilen mit einem Kompostsieb.
  • Fertiger, guter Kompost riecht nach frischer Erde und nach Pilzen.

Kompost wird je nach Dauer der Kompostierung unterschieden in Frischkompost und Reifekompost

Frischkompost baut sich weiter ab und hat die größte Düngewirkung, er kann bei allen Starkzehrern im Garten eingesetzt werden. Zum Ausbringen an die Wurzel, zur Aussaat, für Keimlinge, und für Topfpflanzen ist er nicht geeignet, da er hier zur Schädigung führen kann.

Reifekompost, ist krümelig, dunkelbraun bis schwarz und eignet sich für alle Kulturen. Er besitzt eine langsame Düngewirkung und lässt sich zur Bodenverbesserung und zur Herstellung von Erden verwenden.

Mit dem Kressetest kann man feststellen ob es sich bereits um Reifekompost handelt:

  • Schraubglas ca. 3cm hoch mit einem Kompost-Erde Gemisch füllen.
  • Kressesamen aufstreuen.
  • Leicht angießen und Deckel lose auflegen.
  • Keimen innerhalb einer Woche gesunde Pflanzen mit grünen Blättchen, ist der Kompost problemlos für alle Zwecke geeignet.
  • Welken die Blätter, handelt es sich noch um Frischekompost.

Fehler bei der Kompostierung

Im Folgenden werden einige Fehler beschrieben, die häufig bei der Kompostierung im Garten vorkommen.

Problem: Graue Verpilzung bedeutet zu trockener Kompost
Lösung: Gleichmäßig wässern oder Untermischen von feuchtem Material.

Problem: Kompost ist glitschig und stinkt bedeutet Fäulnis statt Verrottung.
Lösung: Weniger Wasser, mehr Luft und trockeneres Material

Problem: Schlechte Verrottung = Zu wenig aktive Mikroorganismen.
Lösung: Auf C/N Verhältnis achten, gute Durchmischung verschiedener Stoffe, ggfls. Horndünger beigeben.

Problem: Viele Fruchtfliegen vorhanden bedeutet Obst- und Gemüsereste
Lösung: Einsatz von Gesteinsmehl, oder abdecken mit Erde.

Problem: Tiere durchwühlen den Kompost bedeutet Speisereste
Lösung: Kompost mit Drahtgitter abdecken, Komposttonnen verwenden. Auch ohne Speisereste suchen sich Ratten und Mäuse gerne Komposthäufen als Quartier.

Problem: Engerlinge im Kompost bedeutet: Dies sind meist die Larven des geschützten Rosenkäfers!
Rosenkäfer und auch Nashornkäfer legen ihre Eier gerne in rottendes Pflanzenmaterial. Die Engerlinge tragen in großem Maße an der Verarbeitung des Materials bei.
Tipp: Engerling aus dem Kompost, unbedingt wieder zurück in den Kompost. Vor dem Ausbringen aussieben und auslesen!

Rosenkäfer Engerling

Ausbringen von Kompost

Kompost ist ein Düngemittel, er sollte deshalb nur gezielt eingesetzt werden.
Auch bei einer Düngung mit Kompost kann es zu einer Überdüngung der Gartenböden und zur Auswaschung kommen. Hohe Kompostgaben können zu einer Anreicherung von Phosphat im Gartenboden führen.

  • Ausbringung im Frühjahr ab März. Nicht im Herbst, da sonst die Nährstoffe im Winter ausgewaschen werden.
  • Nährstoffgehalt und pH-Wert des Bodens beachten, darüber gibt eine Bodenanalyse Auskunft (alle 3-5 Jahre).
  • Ansonsten reicht für eine Folgedüngung eine jährliche Gabe von ca. 3l/m² (etwa eine Schaufel).
  • Gartenkompost enthält meist wenig Stickstoff, deshalb ist eine zusätzliche Stickstoffgabe mit Horn- oder Schafwollprodukten sinnvoll. Schwachzehrer ca. 50g/m² z.B. Salat, Zwiebeln, Bohnen, Erbsen, … Mittelzehrer ca. 100g/m² z.B. Möhren, Rettich, Gurken,… Starkzehrer ca. 150g/m² (in 2 Gaben) z.B. Tomate, Kartoffel, Kohlarten, Lauch,…
  • Beim Pflanzen den Kompost nicht direkt an die frischen Wurzeln geben.
  • Nicht untergraben, nur auf den Boden aufbringen oder leicht einarbeiten.
  • Möglich ist eine Stickstoffanreicherung des Bodens auch durch Gründüngung mit Leguminosen (Erbsen, Bohnen, Lupinen, einjähriger Klee).

Bei einer Gartenneuanlage kann die Aufwandmenge auch höher ausfallen, ca. 20-30 l/m². Den Kompost dann in die obere 10-20cm Boden einarbeiten. Wird Kompost gekauft sollte man auf das RAL-Gütezeichen achten. Diese Komposte unterliegen einer Qualitätskontrolle. Auskunft zum Bezug von Kompost gibt die jeweilige Gemeindeverwaltung.

Bokashi und Terra Preta

Bokashi wird durch eine Fermentation des Kompostmaterials hergestellt. Dabei kommen das zu kompostierende Grüngut und die Küchenabfälle mehrere Wochen unter Luftabschluss (und mit untergemischten effektiven Mikroorganismen) in Behälter. Das Sickerwasser wird aufgefangen und kann, verdünnt, zum Düngen verwendet werden. Es erfolgt eine Milchsäuregärung (ähnlich der Herstellung von Sauerkraut) die auch zu einer Hygienisierung des Materials führt. Das fermentierte Material wird anschließend kompostiert oder in den Boden eingearbeitet.

Als Terra Preta wird Schwarzerde vom Amazonas bezeichnet, die bereits vor Jahrhunderten von Menschen gemacht wurde. Terra Preta enthält unter anderem Holzkohle, die für eine Bindung von Wasser und Nähstoffen im Boden sorgt, sie gehört zu den fruchtbarsten Erden. Auch im Hausgarten lassen sich Erden dieser Art nach Anleitung herstellen. Dabei sollte nur schadstofffreies Holzkohlepulver verwendet werden. Nachgebaute Schwarzerden sind auch im Handel erhältlich. Große Ertragssteigerungen sollte man aber auf gut versorgten Gartenböden nicht erwarten.

Video: Erklärt – so stellen Sie mit einem Kompost kinderleicht Dünger für Ihren Garten her:

Wuehli dankesaktion
Wuehli dankesaktion

Wir als Verein haben auch ein Maskottchen, unseren Wühli aus Baden-Württemberg, einen kleinen Maulwurf der auch seit einem Jahr seine eigene Seite in unserem Verbandsheft FuG hat. Hier erklärt er Kindern Tiere, erzählt etwas von der Natur, macht Mitmachaktionen oder gibt Bastel- und Unternehmungstipps. Als kleines Dankeschön für seine kleinen fleißigen Leser versendet er heute kleine Überraschungsbeutel an alle Kinder die bei seinen Mitmachaktionen schon dabei waren.

mundschutz nähen

Unter dem Motto „Nähen mit Herz“ treffen sich bei der Gemeinschaft Oberlauchringen das ganze Jahr über zwei Gruppen. Mit viel Liebe werden verschiedenste Projekte wie Nähen von Herzkissen für Brustkrebspatientinnen, Sternenbettchen für Fehl-, Früh- oder Totgeburten und Beschäftigungsdecken für Demenzkranke umgesetzt.

Aufgrund der aktuellen Situation, in der durch die Corona-Krise hoher Bedarf an Mundschutzmasken besteht, hat die Gruppe im März begonnen, solche Masken zu nähen (natürlich jeder für sich zuhause). Die ersten Masken gingen an ein Seniorenheim, das schon auf die Lieferung wartete. Diese Masken sind nicht zertifiziert, aber doch besser als gar kein Schutz. Als zusätzlicher Filter kommt noch ein Kaffeefilter zum Auswechseln in die Masken, die man auch waschen und dann wieder verwenden kann.

Mund-Nasen-Schutz__Naehanleitung_2020_Feuerwehr_Essen.pdf (1.5 MB, PDF-Datei)

Da Mund-Nasen-Schutz derzeit kaum erhältlich ist und sehr einfach selbst eine Alternative hergestellt werden kann, stellen die Stadt Essen und die Feuerwehr eine einfache Anleitung dafür zur Verfügung. Sie erklärt die Herstellung schrittweise mithilfe von Bildern. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stadt Essen keine Haftung für die Wirksamkeit, die Herstellung oder die sachgerechte Verwendung des Behelfs- Mund-Nasen-Schutzes übernimmt.

solaranlage-dach

Immer mehr Hausbesitzer installieren eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf ihrem Dach, um damit unabhängiger von den Energieversorgern zu sein. Aber ist der selbst erzeugte Strom tatsächlich besser für das Klima und auch 2020 noch rentabel? Maria Gagliardi-Reolon vom PV-Netzwerk Baden-Württemberg gibt dazu einen Überblick.

  1. Photovoltaik ist Klimaschutz

Der deutsche Durchschnittsbürger hat einen CO2-Fußabdruck von 11,6 Tonnen pro Jahr – das sind 5 Tonnen mehr als der weltweite Durchschnitt. Eine eigene PV-Anlage kann bis zu 10 Tonnen CO2 im Jahr pro Haushalt einsparen. Im Jahr 2018 wurden durch die Nutzung der PV bundesweit ca. 28,4 Mio. Tonnen CO2 vermieden – das entspricht dem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von fast 2,5 Millionen in Deutschland lebenden Personen. Und die Ökobilanz? Die Lebensdauer einer PV-Anlage beträgt rund 25 Jahre. Nach etwa 2 Jahren hat sie die zu ihrer Herstellung benötige Energie erzeugt – und trägt ab diesem Zeitpunkt maßgeblich zur Vermeidung von Treibhausgasen und damit zum Klimaschutz bei.

2. Photovoltaik ist wirtschaftlich

Trotz der seit 2009 gesunkenen Einspeisevergütung lohnt sich eine PV-Anlage, vor allem für den Eigenverbrauch. Die vom Staat über 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp (Kilowattpeak) Leistung liegt derzeit (April 2020) bei 9,4 Cent pro kWh (Kilowattstunde). Für Einfamilienhäuser ist eine Anlagengröße von 3 bis 10 kWp typisch. Auch die Anschaffungskosten sind in den letzten 15 Jahren drastisch gesunken. Für eine PV-Anlage mit 5 kWp Leistung für ein Einfamilienhaus ist mit Gesamtkosten zwischen 6.500 € und 7.500 € (Stand 2019) zu rechnen. Nach rund 10 Jahren hat sich in die Anlage in der Regel amortisiert – jedes weitere Jahr spart sie Geld ein. Der Strom vom eigenen Dach kostet etwa 10 Cent pro kWh. Zum Vergleich: Strom aus dem Netz ist etwa dreimal so teuer (2019 im Durchschnitt 31 ct/kWh). Am günstigsten ist es also, den selbst erzeugten Solarstrom auch selbst zu verbrauchen. Erhöht wird der Eigenanteil, wenn die Solaranlage genutzt wird, um neben den elektrischen Geräten im Haushalt das Elektroauto aufzuladen.

3. Fast jedes Dach ist für Photovoltaik geeignet

Am meisten Strom erzeugt eine PV-Anlage mit exakter Südausrichtung, rentabel sind jedoch auch Anlagen mit einer Ausrichtung zwischen Südwest und Südost. Und wer seinen Eigenverbrauch maximieren will, richtet die Module nach Osten und Westen aus. Dann wird der höchste Ertrag nicht in den Mittagsstunden, sondern in den Morgen- und frühen Abendstunden erzielt. Da sind die meisten Bewohner zuhause und es wird mehr Strom benötigt. Ein weiterer Vorteil: So lassen sich auch mehr Module auf dem Dach unterbringen. Grundsätzlich kommen auch Dächer mit Nordausrichtung für eine PV-Anlage in Frage. Mit einer Dachneigung bis zum 30 Grad entspricht der Prozentanteil vom maximalen möglichen Ertrag auf einem Norddach ca. 60% – 75% eines Süddaches. Ob das eigene Dach geeignet ist, verrät ein Blick in den Energieatlas den Landes Baden-Württemberg.

4. Photovoltaik ist flexibel und macht unabhängig

Eine PV-Anlage muss nicht unbedingt auf dem Hausdach installiert werden. Auch andere Flächen wie beispielsweise Balkon, Terrasse oder Garagendach eignen sich, um Solarstrom zu erzeugen. Für Mieter sind Balkonmodule eine praktikable Lösung, um selbst grünen Strom für den Eigenbedarf zu produzieren: Sie erfordern keine aufwendige Installation, sondern können einfach in die Steckdose eingesteckt und beim Umzug wieder abmontiert werden. Mit Anschaffungskosten ab 350 € sind sie zudem erschwinglich. Ein Stecker-Solar-Gerät mit einer Leistung 300 W erzeugt im Jahr etwa 200 kWh Strom, mit denen etwa 10 Prozent des Strombedarfs eines Drei-Personenhaushalts gedeckt werden können. So senkt eine steckerfertige PV-Anlage die Stromrechnung und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz und macht unabhängiger von zentralen Energieversorgern.

Fazit

Im Prinzip lohnt sich eine PV-Anlage vom ersten Modul an, vor allem für den Eigenbedarf. Es muss auch nicht das nach Süden ausgerichtete Dach des Eigenheims sein – auch ein Ost-West-Dach oder der Balkon einer Mietwohnung bieten gute Voraussetzung, um selbst grünen Strom zu produzieren. Mit jeder Kilowattstunde Solarstrom spart man nicht nur Geld, sondern verringert auch den ökologischen Fußabdruck.

PV-Netzwerk Baden-Württemberg informiert kostenlos

Online gibt es eine große Vielfalt an Informationsquellen, die für die Planung einer PV-Anlage kostenlos zur Verfügung stehen. Zum Beispiel den Energieatlas des Landes Baden-Württemberg (www.energieatlas-bw.de/sonne/), den Solaratlas des Landkreises Karlsruhe (www.solarpotenzial-kreiska.de) und das Solarkataster mit Wirtschaftlichkeitsrechner der Stadt Karlsruhe (www.sonne-trifft-dach.de).

Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Photovoltaik sind die Photovoltaik-Netzwerke Baden-Württemberg. Kostenlose und unabhängige Beratung, Best-Practice-Beispiele vor Ort, Informationsveranstaltungen, Wissens- und Erfahrungsaustausch – mit vielfältigen Angeboten geben 12 regionale Netzwerke verteilt über ganz Baden-Württemberg neue Impulse für den PV-Ausbau und treibt so die Energiewende in der Region voran. Das Photovoltaik-Netzwerk BW ist eine Maßnahme der Solaroffensive des Landes Baden-Württemberg. Weitere Informationen unter
www.photovoltaik-bw.de.

E-Mail an alle Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg

Sehr verehrte Abgeordnete!

Die Corona-Pandemie stellt für unser Gemeinwesen ein tiefgreifendes Ereignis dar. Die ökonomischen Folgen sind eine nie dagewesene Herausforderung.

Die Pläne, einen Schutzschirm für die Unternehmen und Bürger aufzuspannen, finden allgemeine Zustimmung.

Jedoch erregen die Veröffentlichungen und Beiträge zur Aufhebung des Kündigungsschutzes für Mieter, wenn Sie ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen unter unseren Mitgliedern die größten Sorgen. Sie sollen die nicht gezahlte Miete in einer Frist von zwei Jahren an den Vermieter nachzahlen.

Diese Äußerungen werden teilweise als Aufforderung zur Einstellung der Mietzahlungen aufgefasst.

Unserer 23.000 Mitgliederfamilien leben zwar überwiegend in ihren eigenen vier Wänden. Einige vermieten als „Amateurvermieter“ einen Teil ihres Eigentums. In der Regel sind die Mieten in diesen Wohnungen unterhalb des Mietspielgels, wie eine Beobachtungsstudie des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg e.V. (VWE BaWü) ergeben hat.

Einige unserer Mitgliedsfamilien sind dringend auf diese Mieteinnahmen angewiesen. Sie bessern entweder ihre oftmals unterdurchschnittlichen Renten auf und/oder finanzieren damit die Pflege ihrer Angehörigen. Einige andere, gerade junge Familien, haben sich gerade Ihren Traum vom eigenen Familienhaus erfüllt, den sie kreditfinanziert durch die Mieteinnahmen absichert. Gerade in jungen Familien mit kleinen Kindern können nicht beide zugleich arbeiten, da ein Elternteil in Eltern- oder Erziehungszeit sind.

Ein längeres Ausblieben von Mieteinnahmen, gefährdet die finanzielle Basis der Familien und der zu pflegenden Angehörigen.

Was passiert, wenn die Mieteinnahmen eines Mieters in einem Zweifamilienhaus wegbrechen und die Mieteinnahmen auf zwei Jahre gestundet werden?

  1. Kann dann die Bank für diesen Zeitraum die Kredittilgung aussetzen, so dass der Hauseigentümer diese in den nächsten zwei Jahren nachzahlen kann?
    ODER:
  2. Kann in solchen Härtefällen der Staat die ausfallenden Mieteinnahmen als kostenfreien Kredit über die KfW-Bank zur Verfügung stellen?

Wir bitten Sie dies zu bedenken und vor der Abstimmung eine Lösung zu finden für diesen, das Gemeinwesen vor Ort auch stärkenden Personenkreis.

Mit freundlichen Grüßen

Roland Schimanek

Geschäftsführer
Verband Wohneigentum Baden-Württemberg e.V.

Antwort von MdB Olav Gutting (CDU-Fraktion)

Auf unsere E-Mail an die Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg hat am 27. März Olav Gutting, Oberhausen-Rheinhausen, von der CDU-Bundestagsfraktion geantwortet. Wir geben seine Antwort hier in Auszügen weiter:

„ …Wir als Union wollen nicht, dass jemand wegen Corona seine Wohnung verliert oder seinen Betrieb schließen muss. Menschen, die wegen Kurzarbeit oder Jobverlust ihre Miete nicht mehr zahlen können, wollen wir schützen. Das gleiche gilt für Betriebe, die etwa aufgrund behördlicher Anordnung schließen müssen und deren Einnahmen wegbrechen. Deswegen setzen wir die Möglichkeit zur Kündigung wegen Mietschulden befristet aus.

Uns ist bewusst, dass wir Vermietern damit einiges abverlangen, und dass dies ein massiver Eingriff in bestehende Verträge ist. Als Union war uns insofern wichtig, dass insbesondere private Kleinvermieter durch den Kündigungsausschluss nicht überfordert werden, wenn sie etwa auf die Mietzahlungen als Altersversorgung angewiesen sind. Deswegen haben wir gegenüber den ersten Vorschlägen von der SPD-Bundesjustizministerin als Union durchgesetzt, dass der Kündigungsausschluss klar bis zum 30. Juni 2020 befristet ist.

Mieter müssen nun auch glaubhaft machen, dass sie gerade infolge von Corona ihre Miete nicht mehr zahlen können. Trittbrettfahrer schließen wir so aus. Etwaige Verlängerungen dieser Regelung werden wir als CDU/CSU-Bundestagsfraktion sehr kritisch prüfen.

Wir appellieren zudem an Mieter, dass sie zuerst staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Wohngeld oder auch die zahlreichen Hilfsprogramme in Anspruch nehmen und daraus ihre Miete zahlen. Denn wir müssen in jedem Fall einen Dominoeffekt verhindern, dass am Ende Vermieter gerettet werden müssen. Das hätten wir gern im Gesetz ausdrücklich festgeschrieben.

Ebenfalls hätten wir es für richtig erachtet, wirtschaftliche Überforderungen von privaten Kleinvermietern durch eine Härtefallregelung auszuschließen, etwa wenn diese durch die ausbleibenden Mietzahlungen selbst in wirtschaftliche Not geraten. …

Schutz erfahren vermietende Eigentümer aber dann, wenn sie etwa noch Kredite für ihre Immobile zu bedienen haben. Hier besteht die Möglichkeit, dass sie ihre Zins- und Tilgungsleistungen für drei Monate gegenüber ihrer Bank stunden, ohne dass sie Gefahr laufen, dass der Kredit fällig gestellt wird. Dafür haben wir uns als Union eingesetzt. …

Antwort von MdB Johannes Fechner (SPD-Fraktion)

Auf unsere E-Mail an die Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg hat am 27. März Johannes Fechner, Emmendingen, von der SPD-Bundestagsfraktion geantwortet. Wir geben seine Antwort hier in Auszügen weiter:

„… Konkret regeln wir, dass Vermieterinnen und Vermieter wegen im Zeitraum vom 01.04.2020 bis zum 30.06.2020 ausbleibender Mietzahlungen weder ordentlich noch außerordentlich kündigen können. Voraussetzung ist allerdings, dass die Nichtzahlung der Mieterin oder des Mieters seinen Grund in der Covid19-Pandemie hat. Dies muss die Mieterin oder der Mieter darlegen, etwa durch Vorlage von Unterlagen über die Umsatzentwicklung ihres/seines Unternehmens oder der Kündigung des Arbeitsverhältnisses. …

Auch sind die Mieten nur bis zum 30.06.2020 gestundet, müssen also nachbezahlt werden. Denn wir wissen, dass viele Vermieterinnen und Vermieter auf die Mieteinnahmen angewiesen sind, etwa weil die vermietete Wohnung der Altersvorsorge dient. Bei Vermietern, die die Mieteinnahmen zur Finanzierung des Wohnungskaufes benötigen, kommt das ebenfalls jetzt neu beschlossene Leistungsverweigerungsrecht bei Darlehensverträgen in Betracht. Danach kann eine Verbraucherin oder ein Verbraucher die Zahlung von Darlehensraten verweigern, wenn sie oder er diese wegen der Covid19-Pandemie nicht mehr bezahlen kann. …“

Berlin/Bonn, 24. 03.2020 – In der Krise, die eine Gesundheits- und in Folge eine Wirtschaftskrise ist, bangen viele selbstnutzende Wohneigentümer um die Finanzierung ihres Eigenheims oder Wohnungseigentums. Mit dem Gesetzentwurf zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie in Zivil-, Insolv enz und Strafverfahrensrecht liegen positive Maßnahmen vor, aber es gibt Lücken.

Der Verband Wohneigentum (VWE) begrüßt, dass es Regelungen zum Verbraucherdarlehen , damit auch der Sonderform des Immobiliendarlehens von privaten Bauherren, Erwerbern und Sanierern selbstgenutzten Wohneigentums geben soll, die dem Mieterschutz ähneln. Rückzahlung, Zins- oder Tilgungsleistungen die zwischen dem 1. April und 30. Juni 2020 fällig werden, sollen mit Eintrittsdatum der Fälligkeit für drei Monate gestundet werden. Für den Zeitraum nach dem 30. Juni 2020 sollen einvernehmliche Regelungen zwischen Darlehensgeber und Hauseigentümer getroffen werden, die den Verbraucher unterstützen, andernfalls wird die Forderung erst nach weiteren drei Monaten fällig.

Der Verband Wohneigentum erwartet, dass diese Regelung insgesamt noch verlängert wird, je einschneidender sich die wirtschaftliche Rezession entwickelt. Auch ist nach einer Erprobungsphase zu evaluieren, ob die Unterstützung hinreichend ist. Andernfalls ist nachzusteuern.

Eine Lösung fordert der VWE für Wohneigentümer, die als „Amateurvermieter“ mit Mietausfällen kämpfen müssen. „Dass Mieter unterstützt werden müssen ist für uns klar. Doch wir erwarten eine Antwort auf die Frage, wie werden die Wohneigentümer unterstützt, wenn die Mieteinnahmen aufgrund der Corona/COVID-19-Krise und der neuen gesetzlichen Stundungsregelung wegbrechen?“, fordert Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum. Die Ausfälle wären zunächst für April bis Juni 2020 zu erwarten, Wahrscheinlich ist eine Verlängerung der Aussetzung der Miete bis September 2020 oder womöglich noch länger. Im Endeffekt müssen die Mietforderungen für zwei Jahre (nach Artikel 240 § 2 Abs. 4 des Entwurfs: bis 30.09.2022) gesetzlich gestundet werden.

Nicht wenige Eigenheimbesitzer haben zur Refinanzierung ihres Immobilienerwerbs eine Einliegerwohnung errichtet, manche bewohnen ein Zweifamilienhaus, dessen zweite Wohnung vermietet wird. Dieser Personenkreis ist dringend auf die Mieteinnahmen angewiesen. Junge Familien haben sich auf gut durchkalkulierter Basis Ihren Traum vom eigenen Familienhaus erfüllt, den sie kreditfinanziert und durch die Mieteinnahmen absichert. In jungen Familien mit kleinen Kindern können nicht beide Elternteile zugleich arbeiten, in der Regel ist ein Elternteil in Eltern- oder Erziehungszeit. Ältere Paare oder Witwen bzw. Witwer bessern mit einer Vermietung ihre nicht selten unterdurchschnittlichen Renten auf. Und weitere Wohneigentümer finanzieren mit einer Vermietung die eigene Pflege oder die ihrer Angehörigen. Ein längerer Ausfall von Mieteinnahmen kann die finanzielle Basis der Familien gefährden. VWE-Präsident Manfred Jost: „Ein kostenfreier Kredit in Höhe des Ausfalls durch die gesetzlich hierzu angehaltene Hausbank oder staatlich bereitgestellt durch die KfW könnte eine Lösung sein.“

Verband Wohneigentum e. V.

Der Verband Wohneigentum ist der bundesweit größte Verband für selbstnutzende Wohneigentümer. Er tritt auf allen politischen Ebenen für ein familienfreundliches, altersgerechtes und bezahlbares Haus- und Wohnungseigentum ein. Gleichzeitig engagiert sich der Verband Wohneigentum für einen neutralen, unabhängigen Verbraucherschutz rund um Haus und Garten.


Pressekontakt

VERBAND WOHNEIGENTUM e.V.
Katrin Ahmerkamp
Oberer Lindweg 2
53129 Bonn
Telefon: 0228 6046820
E-Mail: presse@verband-wohneigentum.de
www.verband-wohneigentum.de}

Der beste Einbruchsschutz ist sich vorher umfassend zum Thema Einbruch zu informieren. Wenn es erstmal passiert, ist der Ärger groß: Fenster aufgehebelt, Wohnräume durchwühlt, Wertgegenstände gestohlen. Einbrecher haben es auf die schnelle Nummer abgesehen und scheuen sich nicht, dabei erheblichen Schaden anzurichten. Nach ihrem ungebetenen Besuch bleibt häufg ein „Schlachtfeld“ zurück – und das damit verbundene und krankmachende Gefühl, dass Fremde in die Intimsphäre eingedrungen sind. Dabei ist die Aufklärungsquote nach wie vor niedrig. 2017 lag sie in Baden-Württemberg gerade mal knapp über 20 Prozent!

Die Polizei und Experten sind sich einig: Türen und Fenster der Häuser und Wohnungen sind in der Standardausrüstung für die Ganoven kein nennenswertes Hindernis. 10 Sekunden – und drin ist man. Der Verband Wohneigentum rät daher, sich Beratung von Experten zu holen. Dies kann entweder die Polizei sein, oder Sicherheitstechnikfirmen.

Mit der Firma Schneider Sicherheitstechnik und Montage – SSM aus Spaichingen hat der Verband nun einen Kooperationspartner, der landesweit Beratungen durchführt und den Mitgliedern des Verbandes zertifizierte Sicherungen zu Sonderkonditionen einbaut.

„Den Vereinen im Verband bieten wir zudem den Service, Gruppenberatungen und Vorträge zum Einbruchschutz durchzuführen. Für Mitglieder und Vereine sind diese Fachvorträge kostenlos“, so Edgar Schneider, Geschäftsführer der SSM.

roland schimanek verband wohneigentum
Nach dem Bodenwertmodell von Finanzminister Scholz werden Ein- und Zweifamilienhäuser überproportional mit Grundsteuer belastet. Roland Schimanek, Geschäftsführer des Verbands Wohneigentum unterstützt die Forderung der CDU auch die Gebäudefläche als Faktor der Berechnung zu berücksichtigen um selbstgenutzes Wohneigentum nicht massiv höher zu belasten.

Markige Ankündigung vom Bundesfinanzminister Olaf Scholz noch im April 2019: „Wir haben uns vorgenommen, dass das Aufkommen nicht steigt, aber auch nicht sinkt.“ Das Bundesgesetz ist verabschiedet – und, dank der Initiative des Freistaats Bayern, die Länder haben die Option ein eigenes Berechnungsmodell für die Berechnung der Realsteuer zu entwickeln.

Hochrechnungen des Verbandes Wohneigentum haben ergeben, dass nach dem Scholzschen Modell und nach dem Bodenwertmodell für durchschnittliche Ein- und Zweifamilienhäuser überproportional mehr Grundsteuer zu bezahlen ist. Die grün-schwarze Landesregierung ringt im Februar intensiv um die Ausgestaltung des Modells. Derzeit spült die Grundsteuer im Südwesten jährlich 1,8 Milliarden Euro in die Kassen der Kommunen.

Das grüne Finanzministerin bevorzugt das Bodenwertmodell, bei dem Grundstücksgröße und Bodenrichtwert die entscheidenden Größen sind. Der Koalitionspartner CDU fordert, dass die Gebäudefläche ebenfalls als dritter Faktor hinzukommt.

In ländlichen Kommunen, in denen es viele Einfamilienhäuser gibt, dürfte es bei beiden Modellen zu keinen großen Unterschieden kommen. Anders jedoch in den Großstädten: durch die unterschiedlich dicht bebauten Grundstücke würde die Grundsteuer für viele Eigenheimbesitzer steigen.

Der Verband Wohneigentum fordert nicht nur eine aufkommensneutrale, sondern vor allem sozial gerechte Steuerreform. Mehrbelastung selbstnutzender Wohneigentümer, insbesondere bei Wertsteigerung der Immobilie durch energetische oder altersgerechte Sanierung oder Verteuerung der Lage wegen Nachfragebooms muss vermieden werden.

Aus Sicht des Verbandes ist das von der CDU präferierte Modell das „gerechtere“, da es die Gebäudefläche mit einbezieht.

„Dieses Modell ist nachvollziehbar und für die Masse der Steuerzahler das günstigere Modell“,
so Roland Schimanek, Geschäftsführer des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg.

Markus Rauch
Markus Rauch, Mitglied des Landesverbandsvorstands und Bezirksverbandsvorsitzender Baden-Württemberg lädt die Mitglieder zur Mitgliederversammlung 2020 ein.

Die Mitglieder, die keiner Untergliederung des Landesverbands angehören, sind im Bezirksverband Baden-Württemberg zusammengefasst.

Deren Mitgliederversammlung findet

am Freitag, den 23. März 2020 um 16 Uhr
im Service- und Beratungszentrum Karlsruhe
Steinhäuserstr. 1, 76135 Karlsruhe statt.

Anträge stellen Mitglieder dieses Bezirksverbands bitte bis zum 9. März 2020 schriftlich über die Landesgeschäftsstelle Verband Wohneigentum Baden-Württemberg e. V. – Bezirksverband Baden-Württemberg –, Steinhäuserstr. 1, 76135 Karlsruhe.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Genehmigung der Tagesordnung

3. Bericht des Vorstands

4. Kassenbericht 2019

5. Aussprache über die Berichte

6. Entlastung des Vorstands

7. Wahl des Bezirksverbandsvorstands

8. Delegiertenwahl für die Landesverbandssitzung

9. Verschiedenes

gez. Markus Rauch, Vorsitzender

Minister Hauk Klatschinsky Sitte
Minister Peter Hauk mit Landesvorstandsvorsitzenden Harald Klatschinsky und Peter Sitte

Harald Klatschinsky und Peter Sitte hatten am 5.2.2020 einen Termin mit Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Baden-Württemberg. Der Minister lobte bei diesem Treffen im Stuttgarter Landtag das Engagement des Verbandes für die nachhaltige Gestaltung von Haus- und Vorgärten. Unsere gemeinsame Initiative mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. unter dem Motto „Lebendige Vorgärten“ bewertete er als beispielgebend.

Ebenso hob er die regelmäßigen Beteiligungen an den Landesgartenschauen hervor und dankte allen ehrenamtlich Aktiven in unserem Verband, die mit so viel Herzblut bei der Sache seien.

Im Laufe des Gesprächs wurden vom Landesverbandsvorsitzenden Harald Klatschinsky auch die politischen Themen Grundsteuer und Grunderwerbsteuer thematisiert. Der Minister sagte zu, die Anregungen auch in den Gesprächen am Kabinettstisch und im Landtag einfließen zu lassen.

Minister Peter Hauk und der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg kamen überein, ihren Kontakt und die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.