Im Kreis des Feuers: Das Brennholz knackt und knistert, der Garten wird erhellt von flackerndem Licht, das Feuer wärmt und alle blicken gebannt in die Glut. Schöne Abende am Feuer im eigenen Garten zu verbringen gehört sicher zu den Wünschen vieler Gartenbesitzer. Nicht umsonst gibt es inzwischen alle möglichen Feuerkörbe und –schalen in jedem Gartenmarkt zu kaufen – samt benötigtem Brennholz. Doch wie kann man einen Feuerplatz gestalten? Worauf muss man achten – und darf man im Garten überhaupt ein Feuer machen?

Planungsbeispiel für eine Feuerstelle im Garten.

Wer einen großen Garten hat, kann sich den Traum von einem eigenen Feuer- und Grillplatz erfüllen. Es empfiehlt sich einen Platz zu wählen, der so weit wie möglich von angrenzenden Gebäuden entfernt ist. Besonders behaglich wird es, wenn man sich für den Feuerplatz eine extra Nische im Garten schafft, z.B. eine Vertiefung oder einen mit Hecken und Sträuchern eingefassten Platz. Weist das Grundstück ein Gefälle auf, kann der Feuerplatz z.B. als Nische mit Sitzstufen im Hang gestaltet werden. Dafür wird eine runde oder ovale Fläche in der Böschung abgegraben und mit ca. 50 cm hohen und breiten Mauerblöcken abgefangen. Werden hier zwei Reihen Steinblöcke im Hang abgestuft hintereinander gesetzt, entsteht ein Sitzplatz ähnlich einem kleinen Amphitheater. Statt mit Steinblöcken kann die Mauer auch mit Palisaden oder mit Gabionen und Sitzbankauflagen aus Holz gestaltet werden. Für die Fläche um die Feuerstelle empfiehlt sich im Garten ein naturnaher, wasserdurchlässiger Belag z.B. aus Pflastersteinen oder einer Schottertragschicht mit einem Belag aus Rundkies.

Einen Feuerplatz gestalten

Die Feuerstelle selbst sollte mit großen Steinen eingefasst sein und einen Durchmesser von min. 0,8m haben. Alternativ kann z.B. eine Feuerschale verwendet werden, dadurch bleibt man variabel und der Platz kann auch mal anderweitig genutzt werden. Auch ausrangierte Waschmaschinentrommeln eignen sich sehr gut als Feuerkorb und Gartengrill.

Wird die Fläche hinter der Mauer jetzt noch bepflanzt entsteht ein geschützter Sitzplatz der sicherlich auch ohne Feuer oft genutzt wird.

Was ist erlaubt?

Bevor man loslegt, sollte man sich z.B. beim Ordnungsamt erkundigen, was in der jeweiligen Gemeinde erlaubt ist und was nicht. In manchen Gemeinden gibt es empfindliche Bußgelder für offenes Feuer. Oftmals gibt es aber auch keine konkreten Verordnungen, dann sollte man seinen gesunden Menschenverstand walten lassen und einige Regeln beachten. Allem voran gilt es auf Sicherheit zu achten und die Nachbarschaft nicht zu sehr zu strapazieren, denn Rauch stellt eine nicht unerhebliche Beeinträchtigung dar.

Tipps zum Umgang mit Feuer im Garten:

Es wird mit bei dieser Feuerstelle der Abstand zu Gebäuden eingehalten und zudem werden um die Feuerstelle nur Pflanzen mit niedrigem Wuchs angepflanzt.

  • Genügend Abstand zu Gebäuden und anderen brennbaren Gegenständen (Holzlager, Koniferenhecken…).
  • Das Feuer möglichst in einem Behältnis wie einer Feuerschale oder einem Feuerkorb machen.
  • Nur trockene und dünne (Laub-)Holzscheite verbrennen um unnötigen Rauch zu vermeiden. Das Feuer klein halten.
  • Kinder nicht unbeobachtet am Feuer lassen.
  • Kein Feuer bei starker Trockenheit oder bei starkem Wind.
  • Löschmittel wie Wassereimer, Wolldecke oder Gartenschlauch bereithalten.
  • Das Feuer am Schluss immer vollständig löschen.

Wenn man diese Dinge beachtet und das Feuer im Garten ein besonderes und nicht ein alltägliches Ereignis ist, lassen sich so ganz besondere Stunden im Garten erleben. Bei Fragen zur Gestaltung wenden Sie sich an Ihre Gartenberater vom Verband Wohneigentum.

Sven Görlitz, Gartenberater Verband Wohneigentum Baden-Württemberg e.V.