Erst Sitzplätze machen aus dem Garten die erweiterte Wohnfläche, die für das richtige Plus an Lebensqualität steht. Der reine Nutz- oder Ziergarten lädt nicht immer zum Verweilen ein – da kann schon die passende Sitzgelegenheit Wunder wirken. Dazu kommt, dass mit dem Angebot zum Verweilen auch ein schöner Blickfang im Garten installiert wird.

Beim Bau eines Hauses wird anfangs meist nur eine Terrasse auf der sonnigsten Hausseite eingeplant. Es gibt jedoch viele Gründe, die für weitere Sitzplätze im Garten sprechen. Das geht übrigens auch im kleineren Garten.

Schatten gegen Sonne – wo ist es am schönsten? Wo besonders angenehm? Einen begehrten kühlen Sitzplatz gibt es an heißen Sommertagen etwa unter einem Baum oder einer berankten Pergola. Hier ist es wesentlich angenehmer und kühler als unter einer Markise oder einem Schirm. Der Grund: die Wasserverdunstung sorgt für besseres Klima.

Sonne, Schatten – je nach Wetter und Tageszeit

Wird ein Sitzplatz in eine Nische integriert, ist man vor Sonne und neugierigen Blicken geschützt.

Wer im Frühjahr oder im Herbst wärmende Sonnenstrahlen genießen möchte, sollte unbedingt mehrere Möglichkeiten für den Aufenthalt im Garten planen. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle: Morgens sind andere Stellen im Garten sonnig oder schattig als am Nachmittag. Schön, wenn man da variieren kann. Auch der eigene Blick wird so vielseitiger: Mal schaut man aufs Haus, mal in die Ferne. Ein weiterer Sitzplatz im Garten bietet andere Blickpunkte z.B. auf das Haus oder in die Ferne.

Ruhe und Rückzug – in den Garten „eintauchen“

Erst Nischen und Rückzugsmöglichkeiten machen den Garten zur echten Oase. Solche Nischen eignen sich zum Entspannen und um richtig in den Garten „einzutauchen“. Denn ein Garten wird dann so richtig zum erweiterten Wohnraum, wenn er – wie Haus oder Wohnung –  in Räume unterteilt wird. Dazu gehören natürlich auch verschiedene Sitzplätze. Allerdings: Beim Bauen und Anlegen von Sitzplätzen gibt es einiges zu beachten.

Zeit lassen!

Zunächst einmal sollte man es nicht sehr eilig haben damit, alles perfekt zu haben. Denn erst im Laufe der Zeit merkt man, an welchen Plätzen im Garten man sich gerne aufhält und wohlfühlt. Die erste Wahl kann sich bald als schlecht herausstellen, wenn man sich beispielsweise beobachtet fühlt.

Besonders im Hochsommer ist eine Überdachung als Sonnenschutz sehr sinnvoll.

Klar: Die meisten Menschen fühlen sich an einem geschützten Platz mit guter Übersicht über die Fläche am wohlsten. Für die Begrenzung von Sitzplätzen eignen sich  Mauern, Gartenhäuser, Sträucher, Hecken und Rankelemente. Die sind oftbereits vorhanden und müssen nur in die Überlegungen integriert werden. Mit Natursteinmauern oder Gabionen, die als Sitzmauern genutzt werden können, lassen sich besonders an Böschungen oder Hanglagen ansprechende Sitzplätze erstellen.

 

Wetterfest mit Überdachung

Wer sich an zumindest einer Stelle im Garten eine Überdachung baut, macht seine erweiterte Wohnfläche gleich noch viel attraktiver. Denn eine regendichte Überdachung kann sinnvoll sein, denn sie kann vor Sonne ebenso schützen wie vor Regen.

Die Überdachung  kann beispielsweise aus Glas oder – temporär – auch aus Segeltuch erstellt werden. Eine berankte Pergola als Überdachung sorgt für Schatten und schafft ansprechende Nischen im Garten.

Beläge, Umrahmungen – vielseitige Ideen

Auch Belege sind eine Option, um den Garten einladender zu gestalten. Als Belagsarten kommen alle Terrassenbeläge in Frage: Holz, Naturstein- und Kiesbeläge fügen sich besonders gut in den Garten ein. Erhöhte Holzdecks von rund fünfzig Zentimetern können mit Kissen direkt als Sitz- und Liegefläche genutzt werden.

Für eine Liegefläche muss unbedingt auf ein wetterfestes Holz zurückgegriffen werden.

Eine weitere Idee, dem Garten mehr Struktur zu verleihen, sind Umrahmungen. Sie vermitteln gleich ein stärkeres Wohngefühl im Freien. Vor allem Strauch- und Staudenpflanzungen bieten sich als Einrahmung an. Zur Beschattung und zur optischen Aufwertung kann ein Hochstamm-Baum am Sitzplatz gepflanzt werden.

Und natürlich darf dann auch der durchdacht gestaltete Zugang nicht fehlen. Um eine begehbare und optische Verbindung zwischen einzelnen Gartenbereichen und Sitzplätzen zu schaffen, eignen sich einfache Wege. Empfehlenswert sind da etwa Trittplatten oder ein Belag aus Rundkies.

Wohnzimmer im Freien – natürlich mit Beleuchtung

Stimmungsvolles Licht hebt vor allem an Sommerabenden die Laune. Das kann selbstverständlich eine schöne Feuerstelle sein, die im Idealfall auch noch im Herbst angenehme Wärme zu später Stunde sorgt. Zusätzlich aber sollte man sich eine Stelle aussuchen, an der man auch ohne offenes Feuer über angenehmes Licht verfügt. Wer eine solche Stelle plant, sollte also an Stromversorgung denken.

Oder genügt eine Lösung mit Solarlampen? Da gibt es längst ansprechende und autarke Lösungen. Übrigens: Mit Kerzenlampen und Dochtfackeln lassen sich Sitzplätze am Abend besonders stimmungsvoll beleuchten. Bei der Stromversorgung ist zusätzlich darauf zu achten, dass es keine Probleme gibt, wen nder Garten bewässert wird.

Die meisten Gärten bieten den Raum für mehrere Sitzplätze und laden dann dazu ein, die (Garten-)Arbeit zu unterbrechen und im Grünen zu entspannen. Gestaltungstipps für den Garten bietet die die Gartenberatung im Verband Wohneigentum Baden-Württemberg.

Variabel für Tages- und Jahreszeiten: aufder Skizze sehen Sie verschiedene Möglichkeiten der Gestaltung.