solarenergie

Verband Wohneigentum fordert massive Förderung für Klimaschutz

Berlin/Bonn, 26.06.2019 – Heute findet im Wirtschaftsministerium eine Anhörung zum Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) statt. Ohne wesentliche Änderungen werden im GEG drei Regelwerke zusammengeführt. Als Ziel wird der „nahezu klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050“ ausgerufen. Der Verband Wohneigentum begrüßt, dass Auflagen nicht verschärft, Neubau und Bestandssanierung nicht noch einmal teurer werden. Aber: Wo geht’s lang zum Klimaschutz?

Energieeffizienz und Verminderung der Treibhausgas-Emissionen ist angesichts der international verbindlichen Klimaschutzziele vordringlich. Im Gebäudebereich wurde seit 1990 bereits viel geleistet. Die weiteren Schritte in Richtung Klimaneutralität müssen planvoll weiterentwickelt werden. Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum (VWE) betont: „Die ökologischen Notwendigkeiten und internationalen Verpflichtungen sind dabei wirtschaftlich und sozial in den Blick zu nehmen.

Aus dieser Perspektive begrüßt der Verband Wohneigentum diverse Regelungen des GEG-Entwurfs, die diesem Ziel dienen wollen.
Dazu gehören:

  • Transparenz der gesetzlichen Regelungen
  • Vereinfachung der Durchführung
  • Messbarer Klimaschutz – Ergebnis von Investitionen
  • Technologieoffenheit und Maßnahmen im Quartier
  • Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit – Stärken durch Förderung
Manfred Jost
Manfred Jost,
Präsident Verband Wohneigentum (VWE)

Schon die Zusammenführung der unterschiedlichen klimaschutzrelevanten Regelwerke: Energieeinsparungsgesetz, Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in ein einheitliches GEG kann zu einem positiven Impuls führen. Harmonisierung der Begriffe und Vereinfachung von Verfahren bieten mehr Transparenz.

Die Öffnung für gemeinsame Lösungen im Quartier oder in der Siedlung durch eine neue Innovationsklausel ist ebenso positiv wie die vorsichtige Einführung des CO2-Ausstoßes als zusätzlichen Erfolgsmesser der energetischen Maßnahmen bei Bau oder Sanierung.

Was jedoch fehlt sind Überlegungen, wie die international verbindlichen Klimaschutzziele in wirtschaftlich akzeptabler Weise zu erreichen sind. „Anstatt ab 2030 milliardenhohe Strafzahlungen an die EU im Haushalt einzukalkulieren, fordern wir die Bundesregierung auf, massiv in die Bestandssanierung zu investieren“, stellt Jost heraus. „Die maßvollen Auflagen sind die Basis für ehrgeizige freiwillige Maßnahmen. Eine massive Förderung muss hier zu einem Schub an Sanierungstätigkeit führen.

Der VWE ist bereit, an einer Kampagne für vielfältige, breit angelegte energetische Sanierung mitzuwirken.

Hier geht es zur ausführlichen Stellungnahme des VWE.

Wärmeschutz im Sommer

Winters freut sich der Hausherr über möglichst viel Sonne im Haus – im Sommer kann das allerdings zum Problem werden. Die Südausrichtung des Hauses und bei strahlend blauem Himmel dadurch mitunter wochenlang überhitzte Räume machen die heißen Monate für manchen Eigentümer unerträglich.

Lüften: Nachts und am frühen Morgen

An richtig heißen Tagen gilt: Fenster und Türen geschlossen halten – und zwar konsequent. Gelüftet werden sollte nur nachts oder am sehr frühen Morgen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Außentemperatur unter der momentanen Raumtemperatur liegt.

Klimadaten für jedes einzelne Zimmer

Es lohnt sich, schon bei Kauf oder Hausbau auch an sommerliche Temperaturen zu denken. Denn die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) berücksichtigt auch Wärmeschutz im Sommer. Den ohne einen solchen müssten die Räume durch eine Klimaanlage gekühlt werden. Dieser Wärmeschutz im Sommer ist daher für eine KfW-Förderung nachzuweisen, etwa  durch eine Berechnung mit standardisierten Klimadaten. Diese Berechnung kann  für jedes Zimmer einzeln bewerten, ob und in welchem Umfang zusätzlich etwas  gegen die Sonneneinstrahlung getan werden muss.  

Wärmespeicherfähigkeit des Materials ist ausschlaggebend

Im Hinblick auf die Wärmedämmung gilt: Es gibt große Unterschiede bezüglich der Effektivität. Eine wichtige Kennzahl ist die Wärmespeicherfähigkeit eines Baustoffs. Im Übrigen schneiden auch Naturdämmstoffe wie Zelluloseflocken, Dämmplatten aus Holzfasern oder Matten aus Hanf  diesbezüglich sehr gut ab. Auch der Einbau von dreifach-verglasten Wärmeschutzfenstern kann sich speziell bei Südausrichtung lohnen. Allerding beeinträchtigen solche Fenster möglicherweise den Lichteinfall auch im Winter. Vor dem Einbau lohnt es sich also, genau hinzusehen, um nicht in der kalten Jahreszeit noch zusätzlich in dunkleren Räume zu sitzen.

Das A und O: Verschattung

Noch wichtiger als die Dämmung ist für effektiven Wärmeschutz im Sommer die Verschattung der Fenster. Schon einfachste Maßnahmen können dabei viel bringen. Beispielsweise schützt ein Laubbaum das Haus im Sommer vor Wärme, im Winter fallen die Blätter ab und der Baum lässt die Sonne herein. Auch durch große Dachüberstände, Vordächer oder Balkone über Fenstern mit südlicher Ausrichtung ist viel gewonnen. Weil im Sommer die Sonne höher am Himmel steht, spenden solche baulichen Konstruktionen in der warmen Jahreszeit Schatten. Im Winter wandert die Sonne tiefer über den Himmel, weswegen dann das Licht trotzdem in die Räume fällt.

Zusätzlich können Rollläden, Klappläden oder Markisen die Sonneneinstrahlung begrenzen. Auch Vorhänge, Rollos und Jalousien im Innern bieten Schutz – aber nicht so effektiv wie außen liegende Fensterläden. Denn bevor die Sonnenstrahlen abgewiesen werden, dringt die Wärme zunächst in den Raum ein. Deshalb gilt hierbei: Je heller das Material und je näher die Verschattung an der Scheibe platziert ist, desto weniger Wärme dringt ins Zimmer ein.

Foto: Wärme- und Sichtschutz Rolladen

Eine realistische Vorstellung vom Wert einer  Immobilie ist wichtig, vor allem bei Kauf, Verkauf oder im Erbfall. Deshalb braucht es  ein Wertgutachten, um Klarheit zu bekommen. Im Gegensatz zur kostenlosen Immobilienbewertung handelt es sich bei einem Wertgutachten um die kostenpflichtige Bewertung der Immobilie, die auch vor Gericht Bestand hat.

Der Sachverständige ermittelt den Verkehrswert einer Immobilie auf Basis des Baugesetzbuches (BauGB) und der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV), erklärt Wolfgang Szubin. Der Architekt ist Mitglied des Präsidiums im Verband Wohneigentum und Berater für Wohnen und Bauen im Landesverband NRW des Verbands Wohneigentum.

Was beeinflusst den Wert?

Das Grundstück und seine Lage sind wichtige Kriterien bei der Wertermittlung. Denn in der Stadt gelten andere Maßstäbe als in einer ländlichen Gegend. Natürlich sind auch das Gebäude und der Zustand, in dem es sich zum Zeitpunkt des Gutachtens befindet, ausschlaggebend. „Je älter die Immobilie ist, desto größer ist die Wertminderung“, so Szubin. Bei Gebäuden wird rechnerisch ein zu erwartendes Lebensalter von 80 Jahren zugrunde gelegt – es sei denn, es wurde im Laufe der Jahre fachgerecht saniert. Rechnerisch jünger wird das Gebäude durch eine Modernisierung, deshalb steigen also Restnutzungsdauer und damit auch sein Wert. Nachträgliche Fassadendämmung oder eine Photovoltaikanlage können beispielsweise wertsteigernd sein. Grundbucheinträge wie Wege- oder Wohnrechte für Eltern sind in der Regel wertmindernd.

Ablauf des Immobilienwertgutachten

Als erstes widmet sich der Fachmann den Aufzeichnungen zu dem entsprechenden Objekt.  „Zunächst prüft der Sachverständige Unterlagen wie etwa Grundbuch, Lageplan, Altlastenkataster und dergleichen mehr“, erläutert Szubin. Anschließend wird das Objekt besichtigt. Vorhandenes Datenmaterial wie Baupläne wird mit dem tatsächlichen Ausmaß der Immobilie abgeglichen. Wohnflächen und Bruttogrundrissflächen (bebaute Außenflächen) werden ermittelt; ebenso sichtbare, optische Baumängel wie Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Ein paar Wochen kann es dauern

Weil sie sehr umfangreich sind, können Wertgutachten bis zu 30 Seiten umfassen. Deswegen braucht es im Gegensatz zu einer kostenlosen Immobilienbewertung oft etwa vier bis sechs Wochen. „Es kann aber auch drei bis vier Monate dauern“, weiß Architekt Szubin.

Gültigkeit ist begrenzt

Zu bedenken ist:  Ein einmal erstelltes Wertgutachten ist bereits im darauf folgenden Jahr nicht mehr gültig. „Das Gutachten weist den Wert der Immobilie zu einem bestimmten Stichtag – dem sogenannten Wertermittlungsstichtag – auf. Wird ein Gebäude nicht saniert, dann verliert es mit jedem Tag an Wert“, erläutert Szubin.

Kosten des Wertgutachtens variieren stark

Wie hoch die Kosten für ein Wertgutachten ausfallen hängt stark davon ab, wie groß die Immobilie und der Aufwand des Gutachters sind. Sie richten sich nach dem ermittelten Wert. Bei einem Einfamilienhaus sollte man etwa mit 1.000 bis 1.500 Euro netto rechnen. Wird kein gerichtsfestes Wertgutachten benötigt, können auch schon preisgünstigere Immobilienbewertungen ohne Vor-Ort-Besichtigung weiterhelfen.

Blume

Strauchrosen blühen in diesem Jahr besonders üppig. Der Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“ des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg und des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg läuft noch bis 31. Juli. Ziel ist es, ein Zeichen zu setzen gegen die immer mehr werdenden Steinwüsten in Baden-Württembergischen Vorgärten. Gartenberater Sven Görlitz hat bereits die ersten eingesendeten Fotos gesichtet.

Welche Pflanzen finden sich in den Vorgärten, die Sie bisher im Foto gesehen haben, besonders häufig?

Sven Görlitz: Besonders häufig sind Strauchrosen zu sehen, die in diesem Jahr, wie ich finde, besonders üppig blühen. Aber auch viele bunt-gemischte Staudenpflanzungen sind auf den Bildern.

Wer seinen Vorgarten ohne viel Aufwand für den Sommer noch etwas hübscher gestalten möchte, welchen Tipp haben Sie?


Sven Görlitz: Ohne viel Aufwand kann man auf freie Flächen immer noch Stauden pflanzen. Als Topfpflanzen können diese auch jetzt noch gesetzt werden und bereichern schnell den Vorgarten. Wichtig ist es dabei, unbedingt auf den richtigen Standort zu achten.

Was sagen Sie einem Steingartenbesitzer, der damit argumentiert, dass er die Pflege für einen bepflanzten Vorgarten nicht leisten kann.

Sven Görlitz: Dass Steinflächen pflegeleicht sind, ist zu kurz gedacht. Schnell lagert sich auch hier wieder organisches Material ab und die Fläche wächst zu. Dies sieht man häufig auf Steinflächen, die vor ein paar Jahren angelegt wurden. Dann heißt es Unkraut jäten im Schotter, denn Herbizide dürfen auf diesen Flächen nicht eingesetzt werden. Eine gut geplante, standortgerechte Pflanzung mit Sträuchern und Stauden oder ein Blumenrasen sind dauerhaft pflegeleichter, ökologisch wertvoller und sehr wichtig für ein angenehmes Mikroklima.

Hier geht es zum Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“

Zur Person: Sven Görlitz

Sven Goerlitz Gartenberatung
Gartenberater Sven Görlitz,

Sven Görlitz ist Techniker im Garten- und Landschaftsbau und arbeitet als Gartenberater beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg.

Hier berät er die Mitglieder des Verbandes in allen Fragen rund um den Hausgarten. Dies geschieht in Form von Vorträgen, Gehölzschnittkursen, Baumkontrollen, und individuellen Gartenberatungen. Besondere Beachtung findet hierbei ein nachhaltiges und naturnahes Gärtnern.

Der Verband Wohneigentum beteiligt sich am 29. Und 30. Juni 2019 mit einem Beratungsstand und mit Vorträgen an der Bundesgartenschau in Heilbronn. Die Beratung und die Vorträge finden im „i-Punkt Grün“ statt. Referenten sind Martin Breidbach und Sven Görlitz, Gartenberater Verband Wohneigentum.

Klimawandel Garten

Beratungsstand rund um den Hausgarten

Gartenbesitzer können sich gezielt Informationen zu Ihren Gestaltungswünschen einholen oder auch geschädigte Pflanzenteile zur Begutachtung mitbringen.

Am Stand der Gartenberatung des Verband Wohneigentum gibt es unabhängige Fachinformationen zu Themen wie naturnahe Gartengestaltung und Gartenbewirtschaftung, Anpassung der Gärten an Extremwetter (Klimagärten), sowie über Pflanzenschutzmaßnahmen und den Sommerschnitt an Gehölzen.

Vorträge am Samstag, 29. Juni, jeweils um 11, 13 und 15 Uhr

Gartenklima/Klimagarten: Hausgarten in Zeiten des Klimawandels

vorgarten klima

Das Jahr 2018 mit seiner Hitze und Trockenheit wird vielen Gartenbesitzern noch lange in Erinnerung bleiben. Extreme Wetterereignisse wie diese stellen Gartenbesitzer vor neue Herausforderungen.

Wie wirken sich die Veränderungen auf Pflanzen, Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschädlinge aus? Wie schütze ich den Gartenboden? Wann ist es sinnvoll zu gießen? Welchen Beitrag kann mein Garten für ein lebenswertes Wohnumfeld leisten?

In diesem Vortrag wird aufgezeigt, welche Veränderungen durch steigende Temperaturen und Extremwetterereignisse im Hausgarten auftreten und wie man darauf reagieren kann.

Vorträge am Sonntag, 30. Juni, jeweils um 11, 13 und 15 Uhr

Vielfältiger Vorgarten

Klimwawandel Vorgarten

Selbst kleine Gartenflächen wie ein Vorgarten können  artenreich, ansprechend und dazu pflegeleicht gestaltet werden und damit unser Lebensumfeld bereichern.

Leider werden immer mehr Flächen in den Gärten versiegelt oder mit Schotter zugeschüttet – keine gute Entwicklung für das Mikroklima und die Tierwelt.

Dass es auch anders geht, wird in diesem Vortrag aufgezeigt – vom Staudenbeet über den Hausbaum bis zur Fassaden- und Garagendachbegrünung. Viele Beispielen für mehr Vielfalt in unseren Wohngebieten zeigen auf, dass sich die Tipps auch einfach umsetzen lassen.

Fünf baden-württembergische Gemeinschaften werfen ihren Hut in den Ring

Der 27. Bundeswettbewerb 2020 des Verbands Wohneigentum rückt näher: Welche Eigenheim-Gemeinschaft wird ihren Landesverband vertreten und zu bundesweiten Siegerehrung nach Berlin reisen? Die Schirmherrschaft hat Bundesbauminister Horst Seehofer übernommen. Titel des Bundeswettbewerbs ist „Wohneigentümer – heute für morgen aktiv. Lebendige Nachbarschaft – gelebte Nachhaltigkeit“. In den Landesverbänden findet jetzt die Vorauswahl statt. In Baden-Württemberg haben folgende Gemeinschaften ihren Hut in den Ring geworfen:

die          Siedlergemeinschaft Freiamt-Mußbach e.V.

der         Verband Wohneigentum Ottoschwanden

die          Siedlergemeinschaft Singen e.V.

die          Gemeinschaft der Siedler und Eigenheimer Rastatt-Münchfeld

die          BASF Siedlergemeinschaft e.V. Mannheim-Rheinau-Süd

Die Bereisung mit der Jury  ist für Juli geplant.

Grundanliegen des Verbandes wird erfüllt

„Wir freuen uns sehr, dass fünf unserer Ortsvereine die Chance nutzen, sich und ihr unermüdliches Engagement für die Gemeinschaft zu präsentieren“, erklärt Landesgeschäftsführer Roland Schimanek. „Mit dem Wettbewerb wird auch ein Grundanliegen des Verbandes und der Vereine und ein Satzungsziel erfüllt.“ Denn seit über 50 Jahren sind die Landeswettbewerbe Motor für das Vereinsleben. Im Fokus des Bundeswettbewerbs steht die Entwicklung in den Gemeinschaften in Eigenheim-Siedlungen – in Dörfern ebenso wie in Stadtquartieren. „Das selbstgenutzte Wohneigentum ist Ausgangspunkt sozialen Lebens“, betont Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum. „Die Identifizierung mit dem Wohnumfeld und der Kommune ist hoch, da Eigentümer ein dauerhaftes Interesse an einer guten Entwicklung haben.“

Gemeinschaften engagieren sich innerhalb der Kommunen

Das soziale Engagement ist ein erster Schwerpunkt der Bewertung. Viele Gemeinschaften kümmern sich um Kinder und Jugendliche, beispielsweise als Spielplatzpaten, oder sie bieten Abwechslung für Senioren, etwa Ausflüge oder gemeinsamen Kaffeeklatsch. In der Zusammenarbeit mit der Kommune, der bürgerschaftlichen Interessensvertretung oder anderen Vereinen bieten etliche Gemeinschaften entsprechende Unterstützungsangebote. Auch die Aktivitäten zur sozialen Integration ausländischer Mitbürger oder Angebote für besondere Zielgruppen fallen hierunter.

Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle

Die Modernisierung der Häuser wie auch naturnahe Gartengestaltung stehen im Fokus. Die Liste der Kriterien ist lang – was aber nicht bedeutet, dass alle davon erfüllt sein müssen. „Es soll lediglich die Vielfalt der Möglichkeiten aufzeigen, mit denen eine Siedlung sich hervortun kann“, erklärt Schimanek.

Zukunftsfähige Immobilie

Weitere Kriterien sind der Werterhalt der Familienimmobilie, unter anderem auch über energetische Sanierung, um den CO2-Ausstoß zu vermindern – sei es durch Dämmung, sei es durch Einsatz von erneuerbaren Energien. Das Eigenheim macht die gesamten Familienphasen mit, bis hin zum Alterssitz. Ein zusätzliches Bewertungskriterium ist daher das familien- und seniorengerechte Wohnen. Vor allem die Reduzierung von Barrieren durch Anlage von Schrägen statt Stufen, die Anpassung von Bad und Küche durch entsprechenden Umbau oder Möblierung stehen im Blickpunkt. Ebenso kann Mehrgenerationen-Wohnen den möglichst langen Verbleib der Senioren im eigenen Haus fördern.

Ökologisches Grün

Nicht zuletzt steht mit Blick auf das Kleinklima der Siedlung die Anlage rund ums Haus auf dem Prüfstand. Ist der Garten nur voll mit Steinen und Schotter oder gibt es eine vielfältige Bepflanzung, die Raum für Insekten, Vögel und Kleintiere bietet? Interessant ist weniger wie penibel die Rasenkante geschnitten ist, sondern eher ob eigenes Obst und Gemüse gezogen werden, ob die Kinder Freiraum haben, ob das Gespräch über den – niedrigen – Gartenzaun möglich ist. Kriterien sind außerdem die Regenwasserbewirtschaftung, Nichtversiegelung und Dachbegrünung, um der Überhitzung im Sommer und Überschwemmung bei Starkregen etwas vorzubeugen.

Wohneigentümer können sich gegenseitig Anregungen geben

Beim Bundeswettbewerb geht es auch darum zu zeigen, dass  selbstnutzende Wohneigentümer mit viel Verantwortung ihr Zuhause bewirtschaften und ihre Kommune mitgestalten. Das bestätigt sich immer wieder aufs Neue, denn jeder Wettbewerb fördert neue Beispiele dafür ans Tageslicht. Diese sind Anregung für andere Wohneigentümer und Gemeinschaften. Diese Beispiele zeigen der Politik den wichtigen Stellenwert, den das selbstgenutzte Wohneigentum in unserer Gesellschaft hat. „Wir sind sehr gespannt darauf, wie unsere Eigentümergemeinschaften zeigen, dass sie bei sich vor Ort den Herausforderungen der Zukunft aktiv begegnen“, so Roland Schimanek.  „Und wir drücken natürlich allen ganz fest die Daumen!“

baukindergeld

Ab Mitte Mai sechs Monate Zeit für Antragstellung

Die Frist für einen Antrag auf Baukindergeld wird verlängert: Ab 17. Mai 2019 muss ein Antrag innerhalb der ersten sechs Monate nach Einzug gestellt werden – bisher galt eine Frist von drei Monaten. Anträge vor Einzug sind nicht zulässig. Wer bis März 2019 bereits einen Antrag auf Baukindergeld gestellt hat, muss diesen jetzt mit Hilfe der nun online erreichbaren Dokumente im Zuschussportal der KfW bis zum 30.06.2019 vervollständigen.

Baukindergeld – Wer darf Antrag stellen?

Baukindergeld beantragen darf, wer den Kaufvertrag für das selbstgenutzte Wohneigentum zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 unterschrieben hat / unterschreiben wird. Bei Neubauten gilt das Datum der Baugenehmigung.

Identitätsnachweis zwingend erforderlich

Wer bisher noch keinen Antrag gestellt hat, der muss folgendermaßen vorgehen: Der Antrag auf den Zuschuss ist spätestens sechs Monate nach dem Einzug ins selbstgenutzte Wohneigentum zu stellen. Wichtig: Die Bestätigung über den Antragseingang geht automatisch ein und der Eigentümer muss sie mit dem Nachweis der Identität beantworten. Andernfalls verfällt der Antrag.

Drei Monate bleiben für Nachweis der Förderberechtigung

Innerhalb von drei Monaten nach Bestätigung des Antrags muss der Antragsteller dann die Förderberechtigung nachweisen. Darum müssen entsprechende im KfW-Zuschussportal hochgeladen werden. Das sind: Einkommensteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragseingang des Antragstellers, Meldebestätigung der im Wohneigentum lebenden Familienmitglieder und einen Grundbuchauszug oder eine Auflassungsvormerkung.

Nach Prüfung der Unterlagen und Zugang der entsprechenden Bestätigung erfolgt die erste Auszahlung.

Zusammenfassung Baukindergeld

Was ist Baukindergeld? Ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Wie viel bekommt der Antragsteller? Der Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro je Kind und pro Jahr wird über zehn Jahre ausgezahlt.

Wofür gibt es Baukindergeld? Bau oder Kauf einer Immobilie zur Selbstnutzung in Deutschland. Der Kaufvertrag muss zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 unterschrieben worden sein. Bei Neubauten gilt das Datum der Baugenehmigung.

Wer bekommt‘s? Familien, auch Alleinerziehende, mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 18 Jahren. Sie erwerben zum ersten Mal eine Immobilie.

Einkommensgrenze: 75.000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen pro Jahr. Pro Kind erhöht sich diese Grenze um 15.000 Euro.

Fristen? Spätestens 6 Monate nach dem Einzug Antrag stellen. Es gilt das Einzugsdatum der amtlichen Meldebescheinigung. Wenn Mieter ihre Wohnung kaufen ist das Datum des notariellen Kaufvertrags entscheidend. Der Zuschuss wird rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gezahlt. Wer davor gekauft hat, geht leider leer aus.

Wo Antrag stellen? Das Baukindergeld kann nur Online im Zuschussportal der KfW beantragt werden unter https://public.kfw.de/zuschussportal-web

Benötigte Unterlagen: Grundbuchauszug, Einkommenssteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor der Antragsstellung, Meldebestätigung, aktuelle Kindergeldbescheide aller Kinder, die bei Ihnen leben.

Infos auch unter der kostenfreien Servicenummer 0800 5 39 90 06 der KfW (von Montag bis Freitag 08.00 bis 18.00 Uhr).

Vorsicht! Wer die Immobilie vor Ablauf der Förderung verkauft oder vermietet, erhält keine Förderung mehr. Eigentümer sind in der Pflicht, dies zu melden. Eine Pflicht zur Rückzahlung besteht aber nicht.

Das müssen Sie beim Hauskauf schon vorab bedenken

Unerwartete Kosten trüben die Freude über die eigenen vier Wände. Oft rechnet man zunächst nicht damit, dass mit Baugenehmigung, Grunderwerbsteuer und Notarkosten sich beim Kauf oder Neubau einer Immobilie eine erhebliche Summe an Nebenkosten zusammenkommt. Deshalb rät unser Finanzexperte Helmut Weigt: Planen Sie diese üblichen Nebenkosten unbedingt beim Kauf mit ein. Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Anfallende Grunderwerbssteuer beim Hauskauf

Der Kaufpreis ist ausschlaggebend für die Berechnung der Grunderwerbsteuer. Als Bemessungsgrundlage dienen der Grundstückspreis und der Preis eines bereits bestehenden Gebäudes. Die Höhe der Grunderwerbsteuer ist abhängig vom jeweiligen Bundesland und liegt zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent der Bemessungsgrundlage. Auch der Preis eines Neubaus vom Bauträger fällt in diese Bemessungsgrundlage, obwohl das Gebäude noch gar nicht errichtet ist (Ausnahme: Sie kaufen ein unbebautes Grundstück nicht bei dem beauftragten Bauträger).

Notarkosten beim Kauf eines Hauses

Neuen Besitz auf einem Grundstück muss ein Notar ins Grundbuch der Gemeinde oder Stadt eintragen. Um sicherzugehen, sollte man dafür rund 2,0 Prozent der Bemessungsgrundlage für Notar- und Gerichtskosten ansetzen.

Hauskauf: Maklerkosten

Die Kosten für einen Immobilienmakler fallen regional sehr unterschiedlich aus. Zwischen 3,6 Prozent und 7,15 Prozent können für eine Courtage fällig werden.

Gern vergessene Kosten

Neben diesen „üblichen Kosten“ können weitere Kosten entstehen, die häufig vernachlässigt werden. Das sind Kosten, die zwar nicht direkt mit dem Erwerb oder Bau einer Immobilie zu tun haben, die aber von Fall zu Fall auch zu berücksichtigen sind:

Renovierungskosten

Regelmäßig rechnen Käufer von gebrauchten Immobilien zwar bereits mit Renovierungskosten, sie setzen diese aber im Finanzierungsplan oft viel zu niedrig an. Das ist deshalb so, weil viele Kosten erst während der Renovierung erkannt werden können (auch Gutachter haben keine Röntgen-Augen). Hinzu kommt, dass möglicherweise eine Verpflichtung besteht, die bisherige Mietwohnung zu renovieren. Auch diese Kosten werden meist außer Acht gelassen.

Zinsen während der Bauzeit

Wer ein Haus neu baut, muss mit einer Bauzeit (von Planung bis Fertigstellung) von gut einem Jahr rechnen. Während dieser Bauzeit fallen bereits Zinsen an, die neben der weiterlaufenden Miete zu zahlen sind. Wer mit dieser Doppelbelastung überfordert ist, muss die Bauzeitzinsen als Kostenfaktor, der in vielen Finanzierungsplänen fehlt, berücksichtigen.

Umzugskosten

Ein Umzug kann erheblich ins Geld gehen, wenn nicht viele Freunde und Bekannte mithelfen.

Zwar denken die meisten an die neue Einbauküche, aber oft müssen auch andere neue Möbel angeschafft werden, weil die alten beim Umzug beschädigt werden oder nicht in das neue Haus passen. Auch kann es sein, dass das neue Haus auf dem Land einen Zweitwagen erforderlich macht, für den neuen Garten bequeme Sitzmöbel und ein großer Sonnenschirm angeschafft werden sollen – diese Liste der gern vergessenen Nebenkosten könnte man beliebig fortsetzen. Dem ein oder anderen mag sie kleinlich vorkommen. Doch die Warnung, möglichst alle Kosten zu kalkulieren, hat einen tieferen Sinn:

Ist für derartige Kosten kein Geld mehr übrig, bleibt nur der Weg zur Bank. Aber: Da sie wahrscheinlich bereits einen Baukredit aufgenommen haben, ist die einzige Bank, die Ihnen noch Geld geben wird, die Bank, die Ihr Haus finanziert und es mit der für sie eingetragenen Grundschuld als Sicherheit für andere Institute „blockiert“ hat. Dieser Bank sind Sie im Falle einer Nachfinanzierung jetzt ausgeliefert. Deshalb wird Ihnen diese Bank mit ziemlicher Sicherheit einen deutlich höheren Zinssatz berechnen, als es Ihrem Geldbeutel lieb ist.

Ausreichende Eigenkapitalreserven sind darum unbedingt empfehlenswert, denken Sie bei Ihrer Kostenaufstellung möglichst an wirklich alles, was auf Sie zukommt.

Vorsicht bei vermeintlich gut gemeinten „Tricks“

Durch eine Reduzierung der anfänglich genannten Grunderwerbsteuer kann die Bemessungsgrundlage verringert werden. Manche Steuerberater oder Notare geben hier gerne den gut gemeinten Rat, miterworbenes Zubehör (z. B. eine Einbauküche oder das Guthaben der Instandhaltungsrücklage einer Eigentumswohnung) im Kaufvertrag auszuweisen, denn darauf fällt dann keine Grunderwerbsteuer an.

Reduzierung der Bemessungsgrundlage hat Vor- und Nachteile

Diese Empfehlung hat allerdings zur Folge, dass die finanzierende Bank den Wert der Immobilie entsprechend reduziert. Deshalb wird das Verhältnis von Darlehen zu Objektwert schlechter und dadurch das Risiko der Bank höher. Die Folge könnte ein höherer Zinssatz sein, womit sich der Grunderwerbsteuervorteil zum Finanzierungsnachteil wenden kann.

Vorteil wird schnell zunichte gemacht

Bei einer mit 5.000 Euro ausgewiesenen Einbauküche spart dieser Kniff beim höchsten Grunderwerbsteuersatz (6,5 Prozent) gerade mal 325 Euro. Verschlechtert sich hingegen damit der Zinssatz des Darlehens beispielsweise um 0,1 Prozent pro Jahr, zahlen Sie bei einem Darlehen von 100.000 Euro allein im ersten Jahr also rund 100 Euro mehr. Der Mehraufwand an Zinsen übersteigt also über die gesamte Finanzierungsdauer gesehen diesen vermeintlichen Vorteil und macht ihn völlig zunichte.

meldepflicht photovoltaikanlagen

Alle Hausbesitzer, die mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach Strom aus Sonne gewinnen, müssen sich nun zentral online registrieren.

Diese Meldepflicht für Photovoltaiksolaranlagen gilt nicht nur für Besitzer neuer Solarstromanlagen, sondern auch für Eigenheimbesitzer, die ihre Anlage bereits bei der Bundesnetzagentur gemeldet haben. Zum 31. Januar 2019 wurde dafür von der Bundesnetzagentur das sogenannte Marktstammdatenregister (MaStR) eingerichtet.

Online-Register Photovoltaikanlagen

Mit dieser neuen Übersicht soll ein zentrales und umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes geschaffen werden. Genutzt werden kann es von der Politik, von Behörden und allen Betreibern des Energiebereichs. Praktisch jeder Stromproduzent muss sich in diesem neuen Onlineregister eintragen – egal, ob Großkraftwerk oder privater Betreiber einer Solar- oder Windanlage.

Voraussetzung für den Erhalt von Zulagen 

Ziel der Verantwortlichen ist es, mit den gewonnenen Angaben den Leitungsbau auf das erforderliche Minimum zu beschränken und die Weiterentwicklung der Energiewende besser planen zu können. Zugleich soll das neue Register zu einer Steigerung der Datenqualität beitragen und für mehr Transparenz sorgen.

Dabei ist die Registrierung im MaStR eine der Voraussetzungen, um an Zulagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie Zuschlagszahlungen und sonstige finanzielle Mittel nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK) zu gelangen.

Bessere Übersicht

Mit dem öffentlich zugänglichen Marktstammdatenregister soll zudem eine Reduzierung aller bisherigen Register erreicht werden. So fällt beispielsweise das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur weg, in dem Nutzer bisher ihre Photovoltaikanlagen eingetragen haben. Das bedeutet aber: Auch wenn eine Photovoltaikanlage bereits registriert ist, muss sie im Marktstammdatenregister nochmal neu erfasst werden. Bei Inbetriebnahme vor dem 1. Juli 2017 ist die Registrierungsfrist 24 Monate nach Start des Webportals, spätestens bis zum 31.01.2021. Bei Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2017 ist die Registrierungsfrist 1 Monat nach Inbetriebnahme. Für Anlagen, die vom 1. Juli 2017 bis 31. Januar 2019 in Betrieb genommen und bei der Bundesnetzagentur registriert wurden, wurde bereits eine Registrierung im MaStR vorgenommen.

Anmeldung in drei Schritten

Der Hausbesitzer/Betreiber der Photovoltaikanlage trägt selbst die Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten im MaStR. Er muss die Daten eintragen und jederzeit aktuell halten. Betreibt er zwei oder mehrere Anlagen (beispielsweise je eine Solaranlage auf dem Wohn- und dem Ferienhaus oder einen zusätzlichen Stromspeicher), muss jede dieser Anlagen einzeln erfasst werden.

Das gebührenfreie Registrierungsportal findet sich online bei der Bundesnetzagentur: www.marktstammdatenregister.de .

Eine Registrierung erfolgt in drei Schritten: Zuerst muss ein Benutzerkonto eingerichtet werden – der Benutzer lässt sich registrieren; anschließend erfolgt die Registrierung als Anlagenbetreiber. Im dritten und letzten Schritt wird die eigentliche Anlage registriert. Abschließend besteht die Möglichkeit, die Registrierungsbestätigung für die registrierte Anlage auf den eigenen Rechner herunterzuladen.

Thema Datenschutz

Wichtig zum Thema Datenschutz: Nicht veröffentlicht werden Angaben von natürlichen Personen sowie Daten, die nach der Verordnung zum Marktstammdatenregister als vertraulich eingestuft sind. Dies gilt z.B. für die exakten Standortdaten von Solaranlagen mit einer Leistung von unter 30 kWp.

Quelle: Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen