Nebenkosten nicht vergessen!

Der Traum von den eigenen vier Wänden wird getrübt, wenn plötzlich unerwartete Kosten auftauchen, mit denen man gar nicht gerechnet hat. Baugenehmigung, Grunderwerbsteuer, Notar- und Eintragungskosten – beim Kauf oder Neubau einer Immobilie entstehen nicht unerhebliche Nebenkosten. Planen Sie diese üblichen Nebenkosten unbedingt beim Kauf mit ein, rät Helmut Weigt, Finanzexperte beim Verband Wohneigentum. Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt!

Grunderwerbssteuer

Die fällige Grunderwerbsteuer berechnet sich aus dem notariell beurkundeten Kaufpreis. Dabei werden der Grundstückspreis und der Preis eines bereits bestehenden Gebäudes als Bemessungsgrundlage angesetzt. Auch der Preis eines Neubaus vom Bauträger fällt in diese Bemessungsgrundlage, obwohl das Gebäude noch gar nicht errichtet ist (Ausnahme: Sie kaufen ein unbebautes Grundstück nicht bei dem beauftragten Bauträger). Die Höhe der Grunderwerbsteuer ist abhängig vom jeweiligen Bundesland und liegt zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent der Bemessungsgrundlage.

Notarkosten

Wer sich eine Immobilie kauft oder ein Haus baut, muss diesen neuen Besitz auf einem Grundstück von einem Notar im Grundbuch der Stadt oder Gemeinde eintragen lassen. Um sicherzugehen, sollte man dafür rund 2,0 Prozent der Bemessungsgrundlage für Notar- und Gerichtskosten ansetzen.

Maklerkosten

Ist ein Immobilienmakler involviert, kommt seine Courtage hinzu, die ebenfalls regional sehr unterschiedlich ausfällt und zwischen 3,6 Prozent und 7,15 Prozent liegt.

Gern vergessene Kosten

Neben diesen „üblichen Kosten“ können aber durchaus weitere Kosten entstehen, die häufig vernachlässigt werden. Beispielhaft sind hier Kosten zu nennen, die zwar nicht direkt mit dem Erwerb oder Bau einer Immobilie zu tun haben, die es aber zuweilen zu berücksichtigen gilt:

Renovierungskosten

Die Kosten der Renovierungen und Sanierungen einer gebrauchten Immobilie werden im Finanzierungsplan zwar meist angesetzt, aber regelmäßig zu niedrig. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass viele Kosten erst während der Renovierung erkannt werden können (auch Gutachter haben keine Röntgen-Augen). Planen Sie umfangreiche Eigenleistung, denken Sie daran, dass gutes Werkzeug die Arbeit erleichtert, aber auch nicht ganz billig ist. Möglicherweise sind Sie in Ihrem Mietvertrag rechtlich bindend verpflichtet worden, Ihre Mietwohnung renoviert zurückzugeben. Auch diese Kosten werden meist außer Acht gelassen.

Zinsen während der Bauzeit

Wer ein Haus neu baut, muss mit einer Bauzeit (von Planung bis Fertigstellung) von gut einem Jahr rechnen. Während dieser Bauzeit fallen bereits Zinsen an, die neben der weiterlaufenden Miete zu zahlen sind. Wer mit dieser Doppelbelastung überfordert ist, muss die Bauzeitzinsen als Kostenfaktor, der in vielen Finanzierungsplänen fehlt, berücksichtigen.

Umzugskosten

Die Kosten des Umzuges können erheblich ins Geld gehen, wenn man nicht auf kräftige Freunde und Bekannte angewiesen sein möchte.

An die neue Einbauküche denken die meisten, aber oft müssen auch andere neue Möbel angeschafft werden, weil die alten beim Umzug aus dem Leim gehen oder schlicht nicht in das neue Haus passen.

Ein Haus auf dem Land ist wahrscheinlich billiger als ein Haus im Stadtzentrum, aber unser heutiger Anspruch auf Beweglichkeit macht dann vielleicht einen Zweitwagen erforderlich.

Künftig genießen Sie die Sonnen nicht mehr auf einem winzigen Balkon, sondern im eigenen Garten. Spaß macht das aber nur, wenn die neuen Gartenmöbel bequem sind und ein großer Sonnenschirm Ihre Haut vor Verbrennungen schützt. Rasen und Hecken lassen sich auch kaum mit der Nagelschere schneiden, weshalb Sie sich sicher bald auf den Weg machen werden, entsprechende Gartengeräte anzuschaffen.

Diese Liste der gern vergessenen Nebenkosten könnte man beliebig fortsetzen. Dem ein oder anderen mag sie kleinlich vorkommen. Doch die Warnung, möglichst alle Kosten zu kalkulieren, hat einen tieferen Sinn:

Unser Tipp

Hat man für derartige Kosten kein Geld mehr in der Reserve, bleibt nur der Weg zur Bank, um es sich zu besorgen. Und genau das ist der Haken: Da sie wahrscheinlich bereits einen Baukredit aufgenommen haben, ist die einzige Bank, die Ihnen noch Geld geben wird, die Bank, die Ihr Haus finanziert und es mit der für sie eingetragenen Grundschuld als Sicherheit für andere Institute „blockiert“ hat. Dieser Bank sind Sie im Falle einer nicht zu umgehenden Nachfinanzierung folglich schlicht ausgeliefert. Mit ziemlicher Sicherheit wird Ihnen diese Bank einen deutlich höheren Zinssatz berechnen, als es Ihrem Geldbeutel lieb ist.

Halten Sie also in jedem Fall ausreichende Eigenkapitalreserven vor und denken Sie bei Ihrer Kostenaufstellung möglichst an wirklich alles, was auf Sie zukommt.

Grunderwerbsteuer reduzieren

Die anfänglich genannte Grunderwerbsteuer kann man nur durch eine Reduzierung der Bemessungsgrundlage schmälern. Manche Steuerberater oder Notare geben hier gerne den gut gemeinten Rat, miterworbenes Zubehör (z. B. einen Einbauküche oder das Guthaben der Instandhaltungsrücklage einer Eigentumswohnung) im Kaufvertrag auszuweisen, denn darauf fällt dann keine Grunderwerbsteuer an.

Aber diese Empfehlung hat zur Folge, dass die finanzierende Bank den Wert der Immobilie entsprechend reduziert, das Verhältnis von Darlehen zu Objektwert damit schlechter wird und deshalb das Risiko der Bank ebenfalls höher bewertet wird. Dieses höhere Risiko der Bank hat dann gegebenenfalls einen höheren Zinssatz zu Folge, womit sich der Grunderwerbsteuervorteil zum Finanzierungsnachteil wenden kann.

Dieser „Trick“ spart bei einer mit 5.000 Euro ausgewiesenen Einbauküche beim höchsten Grunderwerbsteuersatz (6,5 Prozent) gerade mal 325 Euro. Verschlechtert sich hingegen damit der Zinssatz des Darlehens beispielsweise um 0,1 Prozent pro Jahr, zahlen Sie bei einem Darlehen von 100.000 Euro allein im ersten Jahr also rund 100 Euro mehr.

Man muss wahrlich kein mathematisches Genie sein, um zu erkennen, dass der Mehraufwand an Zinsen über die gesamte Finanzierungsdauer gesehen diesen vermeintlichen Vorteil völlig zunichtemacht.

Fazit: Letztlich bleibt also nur die alte Kaufmannsweisheit: „Der größte Vorteil liegt im Einkauf“, was so viel heißt, dass durch geschicktes Verhandeln und einen intensiven Preisvergleich voraussichtlich die höchste Ersparnis zu erzielen ist. H.W.

Anzahl der PV-Anlagen im Aufwärtstrend / Verband Wohneigentum Baden-Württemberg plädiert für Erleichterungen bei Errichtung privater Solarstromanlagen

Das baden-württembergische Umweltministerium hat jetzt den aktuellen Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg vorgelegt. Erarbeitet wurde er vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Dargestellt werden vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit die Entwicklung der erneuerbaren Energien und des konventionellen Kraftwerkparks. Außerdem sind Strom- und Gasinfrastruktur, Endenergieverbrauch und Energieeffizienz Thema. Auch die Entwicklung der Verzahnung in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr, sowie die Ausgaben für Energie stehen im Fokus.

Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg ist gewährleistet

Mit dem Abschalten des Kernkraftwerks Philippsburg 2 reduziere sich zum Jahresende die konventionelle Kraftwerkskapazität in Baden-Württemberg. Einfluss auf die Versorgungssicherheit im Land habe das jedoch nicht, betont der Energieminister Franz Untersteller in einer Pressemitteilung des Ministeriums. „Baden-Württemberg war schon immer ein Stromimportland und wird es auch weiterhin bleiben. Die im Bericht seitens des ZSW ausgewerteten Studien geben keine Hinweise darauf, dass die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet werden kann“, heißt es auf der Website des Ministeriums.

Haushaltsstrompreis leicht gestiegen

Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis stieg im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent auf 29,5 Cent pro Kilowattstunde. „Das liegt im Wesentlichen an den gestiegenen Kosten für Beschaffung und Vertrieb“, erläuterte Minister Untersteller in der Mitteilung. „In Relation zum Bruttoinlandsprodukt liegen die Ausgaben für den Stromverbrauch mit zwei Prozent aber noch immer unterhalb des Niveaus von 1991.“

Fortschritte beim Wärmebedarf von Gebäuden

Zudem wird mitgeteilt, dass Professor Frithjof Staiß vom ZSW darauf hinweise, dass mit Blick auf den Wärmebedarf von Gebäuden zwar insgesamt in Baden-Württemberg Fortschritte zu verzeichnen seien. „Die spezifische Verbrauchsminderung in Gebäuden wird jedoch häufig durch größere Wohnflächen kompensiert. Hier gilt es, parallel zu weiteren Effizienzanstrengungen zukünftig verstärkt erneuerbare Energien und Abwärme in der Wärmeversorgung einzusetzen. Mit der seitens der Landesregierung geplanten Einführung einer verbindlichen kommunalen Wärmeplanung für große Kreisstädte und Stadtkreise kann dies maßgeblich unterstützt werden“, wird er in der Pressemeldung zitiert.

Der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg plädiert dafür, dass die Errichtung von privaten Solarstromanlagen erleichtert wird. Insbesondere fordert er, dass der selbstgenutzte Solarstrom nicht nur bis zu 300 Kilowattstunden frei von Abgaben und Genehmigungen durch den Energieanbieter ist, sondern bis zu 3000 kWh. Auch sollen die Erträge nicht durch den zusätzlichen Steuer- und Verwaltungsaufwand geschmälert werden, so Landesgeschäftsführer Roland Schimanek.

Grundsätzlich fordert er, dass Bürger einen leichteren Zugang zur Gründung von Nahversorgungsnetzen erhalten soll.

Der gesamte Bericht kann auf der Internetseite des Landesministeriums heruntergeladen werden:

Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg

versicherung winterschaeden

Feuchtes Mauerwerk, berstende Wasser- oder Heizungsrohre, überlastete Dächer: Der Winter kann erhebliche Schäden nach sich ziehen. Diese Versicherungen helfen, den Schaden zu begrenzen:

Wohngebäudeversicherung

Zahlt in der Regel Schäden, die durch Feuer, Hagel, Sturm und Leitungswasser entstanden sind. Frostschäden sind mitversichert. Leitungen im Außenbereich sind nur abgedeckt, wenn dies ausdrücklich in der Police steht.

Versicherung gegen weitere Elementargefahren

Sichert äußere Schäden am Gebäude ab, zum Beispiel durch Schneedruck.

Muss unter Aufpreis extra mitversichert werden. Meist nur im Paket mit Gefahren wie Hochwasser, Erdbeben und Lawinengefahr zu bekommen.

Grundstücks-Haftpflichtversicherung

Als Grundstücksbesitzer haftet man für Gefahren, die vom Grundstück und von angrenzenden Gehwegen und Zufahrten ausgehen. Stürzt ein Passant auf einem eisigen Gehweg oder löst sich ein Eiszapfen vom Dach und verletzt einen Besucher, dann springt die Haftpflichtversicherung der Person ein, die für das Räumen verantwortlich ist.

Tipps für den Schadensfall

  • Melden Sie den Schaden unverzüglich Ihrem Versicherer.
  • Versuchen Sie, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Sie sind dazu verpflichtet. Läuft etwa Leitungswasser aus, schließen Sie so schnell wie möglich den Haupthahn und bringen Sie das Mobiliar ins Trockene.
  • Schaffen Sie Beweise: Fotografieren Sie die gröbsten Schäden, wenn Sie die Schadenstelle nicht bis zu einer Besichtigung durch die Versicherung unverändert lassen können.

Sanierung, Einbruchschutz und spannende Rechtsthemen

Mit seinen Kooperationspartnern bietet der Verband Wohneigentum in der Vortragsreihe „Forum Wohneigentum“ auch im Jahr 2020 wieder interessante Themen rund ums Eigenheim für alle interessierten Eigentümer. Neu hinzugekommen sind neben Vorträgen zu Erb- und Nachbarschaftsrecht nun auch die Themen „Energieeffiziente Sanierung im Bestand“ sowie „Einbruchschutz“.

Bernd Bosan, Dipl. Ing. Architekt, ist unabhängiger Experte für „Energieeffiziente Sanierung im Bestand“. Er arbeitet auch mit der Verbraucherzentrale zusammen und ist Sachverständiger für Energieeffizienz sowie Energieberater. In seinen Vorträgen befasst er sich auch mit möglichen Förderungen und dem EWärmeG.  Von Februar bis April bietet er Vorträge für die nördlichen Bezirksverbände einschließlich Karlsruhe und Rastatt an.

Edgar Schneider, Inhaber der Firma SSM Sicherheitstechnik aus Spaichingen, bietet  Vorträge in ganz Baden-Württemberg. Sein Spezialgebiet ist das Thema Einbruchschutz. Bei seinen Vorträgen geht er auch auf KfW-Fördermöglichkeiten beim Einbruchschutz ein.

Sobald die Termine für die einzelnen Vorträge, die vor Ort bei den örtlichen Vereinen organisiert werden, feststehen, werden diese auf unserer Homepage unter der Rubrik „Termine“ veröffentlicht. Schauen Sie einfach ab und zu vorbei, oder achten Sie auf Ankündigungen in der örtlichen Presse – vielleicht ist auch ein spannender Vortrag in Ihrer Nähe dabei.

mauer nachbarschaftsrecht

Unser heutiger Rechtstipp betrifft das Nachbarschaftsrecht: Wer ist zuständig für die Pflege und die Instandhaltung der Mauer zwischen zwei nachbarlicher Grundstücke?

Streitfall Mauer zweier Nachbarschaftsgrundstücke
Streitfall Mauer zweier Nachbarschaftsgrundstücke

Muss der Eigentümer die Seite zum Nachbarn selbst pflegen – also verputzen, streichen und dergleichen? Muss er das von seinem Grundstück aus durchführen? Das hat sich eines unserer Mitglieder gefragt. Über unseren Rechtsberater Dr. Eisenhart von Loeper konnte der Verband Wohneigentum weiterhelfen.

Wenn Mauern im Einverständnis mit dem Nachbarn auf der Grenze stehen, gehören sie beiden Parteien – weswegen auch beide sich um ihre jeweilige Seite zu kümmern haben.  Geregelt ist das in den Paragraphen 741, 744 BGB.  Die Lasten und Kosten für die Instandhaltung müssen die Nachbarn dann also anteilsmäßig tragen (§ 748 BGB).

Wenn die Mauer wesentlicher Bestandteil nur eines Grundstücks ist (siehe § 93 BGB), dann hat der Eigentümer alle damit verbundenen Verpflichtungen zu erfüllen und Kosten zu tragen.

Oft stehen beispielsweise Garagenwände an einer Nachbargrenze. Dort ist häufig die Instandhaltung  nur möglich, wenn das Nachbargrundstück auch betreten werden darf. In diesem Fall hilft das Nachbarrechtsgesetz mit dem „Hammerschlags- und Leiterrecht“ (§ 7 d NRG). Mit einer  Vorankündigung von zwei Wochen darf das Nachbargrundstück betreten und auch ein Gerüst für die notwendigen Reparaturen aufgestellt werden. Natürlich muss, wenn dabei ein Schaden entsteht,  dieser ersetzt und auf Verlangen des Nachbarn Sicherheit geleistet werden.

Endlich eingezogen ins neue oder frisch renovierte Haus? Da ist die Freude groß – aber manchmal nur von kurzer Dauer. Beispielsweise wenn sich bald nach der Abnahme Schimmel in den Ecken bildet, Rohre lecken oder die Fenster nicht dicht sind. Der Verband Wohneigentum weiß um solche Probleme. Deshalb stellt er seinen Mitgliedern regelmäßig aktuelle Tipps und Infos zur Verfügung, damit sie gut gewappnet sind. 

Haus Baustelle Baumängel
Wer Probleme mit der Renovierung oder dem Bau seines Hauses hat, benötigt professionelle Hilfe. Der Verband Wohneigentum ist der richtige Ansprechpartner.

Die Liste der möglichen Baumängel ist vielfältig, der Ärger garantiert. Die meisten Hausbesitzer sind damit alleine überfordert. Wichtig sind das richtige Vorgehen und der Rat erfahrener Fachleute. Hier ein kleiner Überblick:

Richtiges Vorgehen bei Baumängeln

Richtige Form: Die Baumängelrüge muss schriftlich erfolgen und datiert sein. Sie beinhaltet den Namen und die Anschrift des Bauherrn. Außerdem die Anschrift des Bauobjektes. 

Mangelsymptom: Die Mängelrüge muss den Schaden (Mangelsymptom) genau beschreiben. 

Konkrete Frist: Die Mängelrüge schreibt ein Datum fest, bis zu welchem die Mängel behoben werden müssen.

Dokumentation: Im optimalen Fall wird die Mängelrüge von einem Bausachverständigen verfasst und/oder durch eine Bilddokumentation belegt.

Experten-Tipp: Verlangen Sie vor Vertragsabschluss eine Fertigstellungs­ und Gewährleistungsbürgschaft von Ihrem Vertragspartner. Geht das Unternehmen insolvent, übernimmt die Bank das Ausfallrisiko.

Erneute Abnahme: Sind die Baumängel behoben, müssen die ausgeführten Arbeiten abgenommen werden.

Rechnungsminderung: Ist die Rechnung noch nicht bezahlt, hat der Bauherr ein so genanntes Zurückbehaltungsrecht. Dabei kann er einen Teil der nicht gezahlten Honorare einbehalten. Die Summe beträgt mindestens das Doppelte der voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten und wird von der Abschlagszahlung abgezogen.

Gerichtliches Vorgehen: Der Bauherr kann wegen Nichterfüllung gerichtlich gegen den Bauunternehmer oder Handwerker vorgehen. Dabei muss er zunächst eine Mängelbeseitigung einklagen (Nachbesserung), deren Kosten er nun geltend macht. Unter Umständen kann er auch einen Preisnachlass oder Schadenersatz fordern, z. B. für Folgeschäden, die aufgrund der Mängel auftraten.

Rücktritt: Sind die Mängel erheblich und ist keine Einigung möglich, kann ein Bauherr auch komplett vom Vertrag zurücktreten.

Wichtig: Alle Maßnahmen sind rechtlich kompliziert und sollten nicht ohne juristischen Beistand und unterstützt durch einen Bausachverständigen erfolgen

Wir für Sie

Nähere Informationen zur Mitgliedschaft, allen Leistungen des Verbands Wohneigentum und viel Wissenswertes rund um Haus und Garten gibt es hier auf der Website, per E-Mail an baden-wuerttemberg@verband-wohneigentum.de oder per Telefon unter 0721/981620.

Wintercheck-Experten-Tipps-fuer-Hauseigentuemer

Experten-Tipps für Hauseigentümer für die kalte Jahreszeit

Wie machen Sie Ihr Haus fit für den Winter? Damit Sie an alles denken, gibt der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg Ihnen einige Checkliste an die Hand. Was ist alles noch zu tun, bevor die frostigen Nächte kommen – was sollte auf keinen Fall vergessen werden?

Kurz-Check

  • Dachrinnen säubern
  • Gegebenenfalls  Schneefanggitter anbringen
  • Fassade prüfen, Risse & Löcher fachgerecht verschließen
  • Wasserrohre winterfest machen
  • Heizkörper nicht ausschalten
  • Kamin & Kachelofen reinigen
  • Türen & Fenster prüfen
  • Pflanzen & Tiere schützen
  • Laub, Schnee & Eis beseitigen
  • Versicherungsschutz prüfen
  • Rückschlagklappen prüfen

Wichtig:

Gerade bei Eis und Schnee ist es notwendig, Haus und Garten immer wieder zu prüfen. Vor allem die Sicherung der Wege gehört im Winter zu den täglichen Pflichten eines Haus- und Grundstücksbesitzers.

Außenbereich Dach & Mauerwerk

  • Die Dachrinnen von Laub befreien, damit Schnee und Schmelzwasser abfließen. Gegebenenfalls die Abwasserleitung mit Druckspüler reinigen
  • Die Fallrohre müssen frei sein, damit sich das Wasser nicht staut und Eispfropfen bildet.
  • Manchmal unterstützt eine Abtropfkette die Dachentwässerung.
  • Fassadenanstrich auf Beschädigungen prüfen – besonders wichtig bei Wärmedämmung, Löcher, Risse fachmännisch schließen
  • Schneefanggitter auf dem Dach bieten mehr Sicherheit für Bewohner und Passanten.
  • Feuchtigkeitsspuren im Mauerwerk ausfindig machen, kleine Risse und Löcher verputzen

Wasserleitungen

Wasserrohre im Außenbereich oder in unbeheizten Räumen müssen geschützt werden. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und sprengt die Rohre. Auch Putz und Dämmung können dabei Schaden nehmen. Daher:

  • Leitung en entleeren und absperren oder zumindest gut isolieren.
  • Wasserhähne mit Rücklaufventil abmontieren.
  • Dichtungen mit Vaseline einschmieren, damit sie geschmeidig bleiben.

Innenbereich Heizen & Lüften

Heizkörper nicht ausschalten

  • Um ein Zufrieren der Leitungen zu verhindern, sollten die Heizkörper bei Kälte nie ganz ausgestellt sein – das gilt bei eisigen Temperaturen auch nachts.
  • Die Heizungsanlage sollte vor dem Frost vom Fachmanngewartet, der Heizkessel gereinigt werden.
  • Heizöl oder sonstige Brennstoffe in ausreichender Menge liefern lassen.

Kamin & Kachelofen reinigen

  • Kamine und Öfen sollten gut abziehen.
  • Sorgen Sie dafür, dass genug geeignetes Holz vorhanden ist. Es muss mindestens zwei Jahre getrocknet sein. Laubholz eignet sich besser als Nadelholz.

Türen & Fenster dicht?

  • Brüchige oder durchlässige Abdichtungsleisten erneuern. Bei einfacher Verglasung: neue, wärmedämmende Fenster einbauen lassen.
  • Einmal im Jahr sollten die Fensterdichtungen mit Silikonspray oder Ballistol-ÖI gepflegt werden.

Verkehrssicherungspflicht

Gehwege & Zufahrten müssen sicher sein

Schon beim Herbstlaub und später bei Schneefall ist die Räum- und Streupflicht besonders zu beachten. Das gilt für:

  • Gehwege vor dem Haus
  • Zugänge zu Haus, Mülltonnen und Parkplätzen oder Garagen
  • Glättegefahr für Fußgänger muss durch Schneeräumen und Streuen beseitigt werden.
  • Schaufel und Streumaterial bereithalten. Ideal sind Asche, Sand, Splitt.
  • Die Zeiten, in denen Wege passierbar sein müssen, sind kommunal unterschiedlich. Meist ab 7 Uhr und bis 20 Uhr.
  • Bei der Gemeinde nachfragen, welches Streumaterial vor Ort gestattet ist und wie die genauen Räumzeiten sind.

Richtig versichert?

Berstende Wasser- und Heizungsrohre verursachen erhebliche Schäden, die nur durch die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind, wenn dieser Schutz ausdrücklich im Vertrag erwähnt ist.

Stürzt ein Passant auf einem glatten Gehweg, springt die Haftpflichtversicherung der Person ein, die für das Räumen verantwortlich war.

Bei Gebäudeschäden aufgrund von Schneelast, greift nicht unbedingt die Gebäudeversicherung. Hier muss eine Versicherung gegen Elementarschäden vorliegen.

Immergrüne Pflanzen lassen sich vor Frost schützen.

Im Garten

Pflanzen schützen

  • Beete mit Reisig oder Nadelholzzweigen abdecken.
  • Rosen, Ziergehölze und empfindliche Gartengefäße in Jute einpacken.
  • Mittelmeergehölze schützt man mit Stroh­ oder Schilfmatten oder Luftpolsterfolie. Sie gehören aber am besten in Innenräume.
  • Kübelpflanzen überwintern an heller, nicht zu warmer Stelle im Innern des Hauses. Wenig wässern.

Tiere überwintern

  • Auch an die Fütterung der Vögel sollte jetzt gedacht werden.
  • Laub nur auf Rasen und Wegen entfernen. An anderer Stelle bewahren. Hier überwintern Igel und nützliche Insekten.

Frost- und Trockenschäden bei Pflanzen vermeiden:

Mehr Informationen zum Garten winterfest machen gibt es unter … Drei Fragen an den Gartenberater für die kalte Jahreszeit

Sven Goerlitz Gartenberatung

Drei Fragen an Gartenberater Sven Görlitz zu Frost- und Trockenschäden in der kalten Jahreszeit

Die weit verbreitete These, dass Gartenpflanzen im Spätherbst und im Winter in den meisten Fällen erfrieren, stimmt so nicht. Hauptsächlich vertrocknen die Pflanzen nämlich um diese Jahreszeit. Sven Görlitz, Gartenexperte beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg, erklärt, was es mit der sogenannten „Frosttrocknis“ auf sich hat.

Was genau bedeutet „Frosttrocknis“?

Görlitz: Bei Bodenfrost kann die Pflanze kein Wasser mehr aufnehmen, dieses verdunstet aber weiterhin über die Blätter und Nadeln. Dadurch kommt es zu Trockenschäden an der Pflanze. Daher der Name. Besonders gravierend trifft es immergrüne Pflanzen, die in der vollen Sonne stehen und die dem Wind ausgesetzt sind. Wenn es sich um Kübel-Pflanzen handelt, sollten solche Standorte fürs Überwintern gemieden werden. Da es nach dem trockenen Sommer den ganzen Herbst bisher nicht ausreichend geregnet hat, sollten alle immergrünen Gartenpflanzen vor dem Frost unbedingt noch einmal gegossen werden.

Können Schäden durch Frosttrocknis verhindert werden?

Görlitz: Da gibt es einige praktische Tipps. Gerade immergrüne Pflanzen sollten auch im Herbst und Winter in frostfreien Perioden bei Trockenheit  hin und wieder gegossen werden. Töpfe und Kübel können mit Vlies, Luftpolsterfolie oder Laub vor dem Durchfrieren geschützt werden. Winterschutz an kälteempfindlichen Pflanzen sollte außerdem so spät und so luftdurchlässig wie möglich angebracht werden. Ab September ist Düngen tabu, denn die Pflanzen härten ihr Holz sonst nicht richtig aus. Das macht sie kälteempfindlicher.

Was ist zu tun, wenn es dennoch zu Frost- oder Trockenschäden kommt?

Görlitz: Die betroffenen Pflanzen müssen dann im kommenden Frühjahr bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Dann können sie wieder austreiben. Allerdings ist hierbei auch die Spätfrostgefahr noch zu beachten. Gerade in den vergangenen Jahren gab es immer wieder das Problem, dass nach einem sehr frühen Austrieb ein Frost im April oder Mai die Blüten und den Neuaustrieb absterben ließ. Wo es praktikabel ist, sollten deshalb in solchen Frostnächten die Pflanzen mit Vlies abgedeckt werden.

Sven Görlitz ist Gartenberater. Nach seiner Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau verbrachte er seine Gesellenjahre in Betrieben am Bodensee, in Lüneburg und Irland. Er hat eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker im Garten- und Landschaftsbau in Stuttgart-Hohenheim absolviert und ist seit August 2002 hauptamtlicher Gartenberater beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Gartenberatungen und -planungen, Vorträge und Seminare, Schnittkurse und Gartenbegehungen und Baumkontrollen. Außerdem wirkt er aktiv mit an den Inhalten der  Internetseite www.gartenberatung.de.

Verband Wohneigentum sucht nachhaltigste und sozial engagierteste Siedlung Deutschlands.

Mannheim/Rastatt/Freiamt/Singen. Die „BASF Siedlergemeinschaft e.V. Mannheim Rheinau Süd“ hat den Landeswettbewerb des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg gewonnen. Damit hat sich der Verein für den Bundeswettbewerb im kommenden Jahr qualifiziert und vertritt Baden-Württemberg in der Endauswahl um die nachhaltigste, sozial engagierteste und am besten für die Anforderungen der Zukunft gerüstete Siedlung Deutschlands.

Preisverleihung findet im November in Karlsruhe statt

Fünf Siedlergemeinschaften hatten sich am Landeswettbewerb beteiligt. Den 2. Verbandspreis erhalten jeweils der Verband Wohneigentum Ottoschwanden und die Gemeinschaft der Siedler und Wohneigentümer Rastatt. Mit einem 3. Verbandspreis werden die Siedlergemeinschaft Freiamt-Mußbach sowie die Siedlergemeinschaft Singen bedacht. Die Preisverleihung erfolgt beim Landesverbandstag am 9. November 2019 in Karlsruhe.

Betreuung des Schulgartens punktet

Als Landessieger hat sich die BASF Siedlergemeinschaft Mannheim-Rheinau-Süd mit aktuell 291 Mitgliedsfamilien besonders durch die Kooperation mit der örtlichen Grundschule hervorgetan. Dort wird seit zehn Jahren ein Schulgarten von den Vereinsmitgliedern betreut – sowohl praktisch wie auch finanziell. Die Ehrenamtlichen kümmern sich außerdem mit einem Pflegeteam regelmäßig um den städtischen Marktplatz. Der Erlös des Weihnachtsmarktes kommt jedes Jahr einer caritativen Organisation zugute. Grundsätzlich ist das Vereinsleben in dieser Gemeinschaft sehr rege.

Mehrgenerationenwohnen: Vorbildliche Lösungen

Nicht viel anders sieht das allerdings auch in den anderen vier Gemeinschaften aus, die sich ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten und der Jury die Entscheidung letztlich sehr schwer machten. Denn in Singen, Freiamt und Rastatt leben die Vereine mit viel Herzblut das soziale Miteinander, engagieren sich nicht nur innerhalb der eigenen Siedlung, sondern bereichern auch mit viel Einsatz das Leben in ihrer jeweiligen Gemeinde oder Stadt.  Mitunter zeigen vorbildliche Lösungen im Bereich des Mehrgenerationenwohnens oder der klimabewussten Bauweise mit Niedrigenergiehäusern, dass die Mitglieder des Verbands Wohneigentum absolut am Puls der Zeit und innerhalb ihres Wohnumfelds fit für die Zukunft sind.

„Siedlungen können sich sehen lassen“

„Wir bedanken uns nochmals aufs Allerherzlichste bei allen Teilnehmern“, betont Harald Klatschinsky Landesvorstandsvorsitzender des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg. „Sicher hätten alle es verdient, unseren Landesverband beim Bundeswettbewerb im kommenden Jahr zu vertreten. Unterm Strich haben alle gewonnen, denn es ist eine wahre Freude zu erleben, mit wie viel Engagement und Freude unsere Gemeinschaften ihr soziales Umfeld mitgestalten“, so Klatschinsky weiter. „Mit der BASF Siedlergemeinschaft Mannheim-Rheinau-Süd schicken wir nun einen Kandidaten ins Rennen, der sich im bundesweiten Vergleich wirklich sehen lassen kann. Wir drücken alle Daumen!“

winter

Bald wird es wieder kalt: Wie heizen Sie richtig? Woran sollten Sie vor der kalten Jahreszeit denken?

Wenn die Temperaturen sinken, sollte die Heizanlage funktionieren. Tut sie es nicht, dann ist guter Rat teuer. Deshalb ist es hilfreich, sich schon im Vorfeld darum zu kümmern, damit es erst gar keine Probleme gibt. Muss dennoch ein Fachmann Hand anlegen, dann helfen ihm für die schnelle Fehlerdiagnose und eventuell notwendige Reparatur bestimmte Voraussetzungen und Hinweise des Eigentümers.

Unser Kooperationspartner, die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg,  gibt Verbrauchern vier Tipps, um für die anstehende Heizperiode optimal gerüstet zu sein:

Tipp 1: Heizungsanlage zugänglich machen

Heizungsanlagen laufen in den meisten Haushalten das ganze Jahr über, weil sie für das Warmwasser genutzt werden. Trotzdem sollten Hausbesitzer vor der Heizperiode die gesamte Anlage einmal gründlich in Augenschein nehmen, auch das verzweigte Rohrsystem. Sie sollten dafür sorgen, dass man im Notfall gut an alles herankommt.

Tipp 2: Entlüften und Wasser nachfüllen

Ist ein Gluckern zu hören? Dann ist höchstwahrscheinlich zu viel Luft im Heizkörper. In diesem Fall muss die Heizung entlüftet werden. Mit einem Vierkantschlüssel öffnet man das seitliche Entlüftungsventil und lässt die Luft raus, bis statt der Luft nur noch Wasser entweicht. Anschließend muss in das Heizsystem ggf. Wasser nachgefüllt werden.

Tipp 3: Reinigen des Heizkessels

Um die Verbrennungsprozesse zu optimieren und die Abgastemperaturen zu senken, muss der Heizkessel möglichst rußfrei sein. Ansonsten entweicht ein großer Teil der Wärme durch den Schornstein.

Tipp 4: Hydraulischen Abgleich beauftragen

Mit einem hydraulischen Abgleich kann der Fachmann den Warmwasserdurchfluss in den Heizkörpern anpassen. So sparen Hausbesitzer Heizenergie und Pumpenstrom.

Bei Fragen zur Wartung und Optimierung der eigenen Heizungsanlage hilft die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Termine können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 809 802 400 vereinbart werden. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Worauf Sie beim Heizen achten sollten

Abgesehen von den technischen Details können schon Kleinigkeiten helfen, die Heizkosten niedrig zu halten und Energie zu sparen.  Der Verband Wohneigentum gibt Tipps, wie Sie ohne viel Aufwand viel erreichen können:

Die passende Wohlfühltemperatur

Wohlfühltemperaturen sind individuell. Während sich der eine bereits in die Wolldecke hüllt, läuft der andere vielleicht noch im T-Shirt durch die Wohnung. Unabhängig davon, geben Experten Empfehlungen für Raumtemperaturen: In Küche und Wohnzimmer 20 Grad, im Badezimmer 21 Grad, im Schlafzimmer 14 bis 16 Grad. Das eine Grad mehr oder weniger kann tatsächlich bares Geld wert sein. Ein Absenken bereits um ein Grad senkt den Energieverbrauch um bis zu sechs Prozent. Das Umweltbundesamt empfiehlt ähnliche Temperaturen: 20 bis 22 Grad im Wohnraum, in der Küche reichen rund 18 Grad und im Schlafzimmer rund 17 bis 18 Grad.

Nie die Heizung komplett runterdrehen

Nachts sollte die Temperatur in den Räumen höchsten um fünf bis sechs Grad abgesenkt werden, sonst verursacht das morgendliche Wiederaufheizen hohe Kosten. Es gibt noch einen weiteren guten Grund, warum man es mit dem Absenken der Temperatur nicht übertreiben sollte: Bleibt die Heizung zu Hause tagsüber länger kalt, zum Beispiel während der Arbeitszeit, kühlen auch die Außenwände ab. Das führt bei vielen Menschen zu einem unbehaglichen Raumgefühl. Die Heizung wird dann umso höher aufgedreht.

Heizkörper nicht zustellen

Warme Luft muss im Raum zirkulieren, denn nur dann kann sich die Wärme richtig verteilen. Möbel, Vorhänge oder sonstige Accessoires sollten gerade während der Heizperiode die Heizkörper nicht verdecken.

Effektive Stoßlüftung

Natürlich muss auch in den Wintermonaten gelüftet werden. Durch das gekippte Fenster bei zugleich aufgedrehter Heizung entweicht wertvolle Wärme ins Freie und der Luftaustausch dauert sehr lange. Effektiver ist die kurze Stoßlüftung. Das heißt, bei kurz abgedrehter Heizung mehrmals am Tag für fünf bis zehn Minuten das Fenster sperrangelweit öffnen. So wird die Raumluft – und mit ihr die Feuchtigkeit ausgetauscht. Zimmertüren schließen.

Falsch gedacht!

Ein Spargedanke könnte sein, in einem zu warmen Raum einfach die Tür zum kalten Nebenraum zu öffnen und diesen so mit zu beheizen. Davon raten Experten ab. Die warme Luft transportiert auch Feuchtigkeit in das kühlere Zimmer, die leicht an den kalten Wänden und Fenstern kondensieren kann. Im Extremfall bildet sich sogar Schimmel.