Wintercheck-Experten-Tipps-fuer-Hauseigentuemer

Experten-Tipps für Hauseigentümer für die kalte Jahreszeit

Wie machen Sie Ihr Haus fit für den Winter? Damit Sie an alles denken, gibt der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg Ihnen einige Checkliste an die Hand. Was ist alles noch zu tun, bevor die frostigen Nächte kommen – was sollte auf keinen Fall vergessen werden?

Kurz-Check

  • Dachrinnen säubern
  • Gegebenenfalls  Schneefanggitter anbringen
  • Fassade prüfen, Risse & Löcher fachgerecht verschließen
  • Wasserrohre winterfest machen
  • Heizkörper nicht ausschalten
  • Kamin & Kachelofen reinigen
  • Türen & Fenster prüfen
  • Pflanzen & Tiere schützen
  • Laub, Schnee & Eis beseitigen
  • Versicherungsschutz prüfen
  • Rückschlagklappen prüfen

Wichtig:

Gerade bei Eis und Schnee ist es notwendig, Haus und Garten immer wieder zu prüfen. Vor allem die Sicherung der Wege gehört im Winter zu den täglichen Pflichten eines Haus- und Grundstücksbesitzers.

Außenbereich Dach & Mauerwerk

  • Die Dachrinnen von Laub befreien, damit Schnee und Schmelzwasser abfließen. Gegebenenfalls die Abwasserleitung mit Druckspüler reinigen
  • Die Fallrohre müssen frei sein, damit sich das Wasser nicht staut und Eispfropfen bildet.
  • Manchmal unterstützt eine Abtropfkette die Dachentwässerung.
  • Fassadenanstrich auf Beschädigungen prüfen – besonders wichtig bei Wärmedämmung, Löcher, Risse fachmännisch schließen
  • Schneefanggitter auf dem Dach bieten mehr Sicherheit für Bewohner und Passanten.
  • Feuchtigkeitsspuren im Mauerwerk ausfindig machen, kleine Risse und Löcher verputzen

Wasserleitungen

Wasserrohre im Außenbereich oder in unbeheizten Räumen müssen geschützt werden. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und sprengt die Rohre. Auch Putz und Dämmung können dabei Schaden nehmen. Daher:

  • Leitung en entleeren und absperren oder zumindest gut isolieren.
  • Wasserhähne mit Rücklaufventil abmontieren.
  • Dichtungen mit Vaseline einschmieren, damit sie geschmeidig bleiben.

Innenbereich Heizen & Lüften

Heizkörper nicht ausschalten

  • Um ein Zufrieren der Leitungen zu verhindern, sollten die Heizkörper bei Kälte nie ganz ausgestellt sein – das gilt bei eisigen Temperaturen auch nachts.
  • Die Heizungsanlage sollte vor dem Frost vom Fachmanngewartet, der Heizkessel gereinigt werden.
  • Heizöl oder sonstige Brennstoffe in ausreichender Menge liefern lassen.

Kamin & Kachelofen reinigen

  • Kamine und Öfen sollten gut abziehen.
  • Sorgen Sie dafür, dass genug geeignetes Holz vorhanden ist. Es muss mindestens zwei Jahre getrocknet sein. Laubholz eignet sich besser als Nadelholz.

Türen & Fenster dicht?

  • Brüchige oder durchlässige Abdichtungsleisten erneuern. Bei einfacher Verglasung: neue, wärmedämmende Fenster einbauen lassen.
  • Einmal im Jahr sollten die Fensterdichtungen mit Silikonspray oder Ballistol-ÖI gepflegt werden.

Verkehrssicherungspflicht

Gehwege & Zufahrten müssen sicher sein

Schon beim Herbstlaub und später bei Schneefall ist die Räum- und Streupflicht besonders zu beachten. Das gilt für:

  • Gehwege vor dem Haus
  • Zugänge zu Haus, Mülltonnen und Parkplätzen oder Garagen
  • Glättegefahr für Fußgänger muss durch Schneeräumen und Streuen beseitigt werden.
  • Schaufel und Streumaterial bereithalten. Ideal sind Asche, Sand, Splitt.
  • Die Zeiten, in denen Wege passierbar sein müssen, sind kommunal unterschiedlich. Meist ab 7 Uhr und bis 20 Uhr.
  • Bei der Gemeinde nachfragen, welches Streumaterial vor Ort gestattet ist und wie die genauen Räumzeiten sind.

Richtig versichert?

Berstende Wasser- und Heizungsrohre verursachen erhebliche Schäden, die nur durch die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind, wenn dieser Schutz ausdrücklich im Vertrag erwähnt ist.

Stürzt ein Passant auf einem glatten Gehweg, springt die Haftpflichtversicherung der Person ein, die für das Räumen verantwortlich war.

Bei Gebäudeschäden aufgrund von Schneelast, greift nicht unbedingt die Gebäudeversicherung. Hier muss eine Versicherung gegen Elementarschäden vorliegen.

Immergrüne Pflanzen lassen sich vor Frost schützen.

Im Garten

Pflanzen schützen

  • Beete mit Reisig oder Nadelholzzweigen abdecken.
  • Rosen, Ziergehölze und empfindliche Gartengefäße in Jute einpacken.
  • Mittelmeergehölze schützt man mit Stroh­ oder Schilfmatten oder Luftpolsterfolie. Sie gehören aber am besten in Innenräume.
  • Kübelpflanzen überwintern an heller, nicht zu warmer Stelle im Innern des Hauses. Wenig wässern.

Tiere überwintern

  • Auch an die Fütterung der Vögel sollte jetzt gedacht werden.
  • Laub nur auf Rasen und Wegen entfernen. An anderer Stelle bewahren. Hier überwintern Igel und nützliche Insekten.

Frost- und Trockenschäden bei Pflanzen vermeiden:

Mehr Informationen zum Garten winterfest machen gibt es unter … Drei Fragen an den Gartenberater für die kalte Jahreszeit

winter

Bald wird es wieder kalt: Wie heizen Sie richtig? Woran sollten Sie vor der kalten Jahreszeit denken?

Wenn die Temperaturen sinken, sollte die Heizanlage funktionieren. Tut sie es nicht, dann ist guter Rat teuer. Deshalb ist es hilfreich, sich schon im Vorfeld darum zu kümmern, damit es erst gar keine Probleme gibt. Muss dennoch ein Fachmann Hand anlegen, dann helfen ihm für die schnelle Fehlerdiagnose und eventuell notwendige Reparatur bestimmte Voraussetzungen und Hinweise des Eigentümers.

Unser Kooperationspartner, die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg,  gibt Verbrauchern vier Tipps, um für die anstehende Heizperiode optimal gerüstet zu sein:

Tipp 1: Heizungsanlage zugänglich machen

Heizungsanlagen laufen in den meisten Haushalten das ganze Jahr über, weil sie für das Warmwasser genutzt werden. Trotzdem sollten Hausbesitzer vor der Heizperiode die gesamte Anlage einmal gründlich in Augenschein nehmen, auch das verzweigte Rohrsystem. Sie sollten dafür sorgen, dass man im Notfall gut an alles herankommt.

Tipp 2: Entlüften und Wasser nachfüllen

Ist ein Gluckern zu hören? Dann ist höchstwahrscheinlich zu viel Luft im Heizkörper. In diesem Fall muss die Heizung entlüftet werden. Mit einem Vierkantschlüssel öffnet man das seitliche Entlüftungsventil und lässt die Luft raus, bis statt der Luft nur noch Wasser entweicht. Anschließend muss in das Heizsystem ggf. Wasser nachgefüllt werden.

Tipp 3: Reinigen des Heizkessels

Um die Verbrennungsprozesse zu optimieren und die Abgastemperaturen zu senken, muss der Heizkessel möglichst rußfrei sein. Ansonsten entweicht ein großer Teil der Wärme durch den Schornstein.

Tipp 4: Hydraulischen Abgleich beauftragen

Mit einem hydraulischen Abgleich kann der Fachmann den Warmwasserdurchfluss in den Heizkörpern anpassen. So sparen Hausbesitzer Heizenergie und Pumpenstrom.

Bei Fragen zur Wartung und Optimierung der eigenen Heizungsanlage hilft die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Termine können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 809 802 400 vereinbart werden. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Worauf Sie beim Heizen achten sollten

Abgesehen von den technischen Details können schon Kleinigkeiten helfen, die Heizkosten niedrig zu halten und Energie zu sparen.  Der Verband Wohneigentum gibt Tipps, wie Sie ohne viel Aufwand viel erreichen können:

Die passende Wohlfühltemperatur

Wohlfühltemperaturen sind individuell. Während sich der eine bereits in die Wolldecke hüllt, läuft der andere vielleicht noch im T-Shirt durch die Wohnung. Unabhängig davon, geben Experten Empfehlungen für Raumtemperaturen: In Küche und Wohnzimmer 20 Grad, im Badezimmer 21 Grad, im Schlafzimmer 14 bis 16 Grad. Das eine Grad mehr oder weniger kann tatsächlich bares Geld wert sein. Ein Absenken bereits um ein Grad senkt den Energieverbrauch um bis zu sechs Prozent. Das Umweltbundesamt empfiehlt ähnliche Temperaturen: 20 bis 22 Grad im Wohnraum, in der Küche reichen rund 18 Grad und im Schlafzimmer rund 17 bis 18 Grad.

Nie die Heizung komplett runterdrehen

Nachts sollte die Temperatur in den Räumen höchsten um fünf bis sechs Grad abgesenkt werden, sonst verursacht das morgendliche Wiederaufheizen hohe Kosten. Es gibt noch einen weiteren guten Grund, warum man es mit dem Absenken der Temperatur nicht übertreiben sollte: Bleibt die Heizung zu Hause tagsüber länger kalt, zum Beispiel während der Arbeitszeit, kühlen auch die Außenwände ab. Das führt bei vielen Menschen zu einem unbehaglichen Raumgefühl. Die Heizung wird dann umso höher aufgedreht.

Heizkörper nicht zustellen

Warme Luft muss im Raum zirkulieren, denn nur dann kann sich die Wärme richtig verteilen. Möbel, Vorhänge oder sonstige Accessoires sollten gerade während der Heizperiode die Heizkörper nicht verdecken.

Effektive Stoßlüftung

Natürlich muss auch in den Wintermonaten gelüftet werden. Durch das gekippte Fenster bei zugleich aufgedrehter Heizung entweicht wertvolle Wärme ins Freie und der Luftaustausch dauert sehr lange. Effektiver ist die kurze Stoßlüftung. Das heißt, bei kurz abgedrehter Heizung mehrmals am Tag für fünf bis zehn Minuten das Fenster sperrangelweit öffnen. So wird die Raumluft – und mit ihr die Feuchtigkeit ausgetauscht. Zimmertüren schließen.

Falsch gedacht!

Ein Spargedanke könnte sein, in einem zu warmen Raum einfach die Tür zum kalten Nebenraum zu öffnen und diesen so mit zu beheizen. Davon raten Experten ab. Die warme Luft transportiert auch Feuchtigkeit in das kühlere Zimmer, die leicht an den kalten Wänden und Fenstern kondensieren kann. Im Extremfall bildet sich sogar Schimmel.

BAGSO Umbau

Das Zuschuss-Programm „Altersgerecht Umbauen“ ist eine Erfolgsgeschichte. Es ermöglicht Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren mit einem Zuschuss je Wohnung bis 6.250 Euro. Das Programm wird so gut angenommen, dass der Fördertopf in Höhe von insgesamt 75 Mio. Euro zum wiederholten Mal vor Jahresende ausgeschöpft ist.

Im letzten Quartal 2019 ist ohne Aufstockung der Bundesmittel keine Antragstellung mehr möglich. Für nächstes Jahr bis 2022 sind jeweils 75 Mio. Fördermittel im Bundeshaushalt verankert. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und der Verband Wohneigentum (VWE) fordern, das Zuschuss-Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit sukzessiv steigenden, für das ganze Kalenderjahr ausreichenden Finanzmitteln auszustatten.

Dass Ältere und Menschen mit Behinderungen barrierearme Wohnungen benötigen, in denen sie möglichst lange selbstbestimmt leben können, ist der Großen Koalition bewusst. Im Koalitionsvertrag versprechen CDU, CSU und SPD: „Deshalb wollen wir das KfW-Programm Altersgerecht Umbauen verstetigen.“ Dies ist auch im Interesse der Pflege- und Sozialkassen, auf die ansonsten hohe Kosten zukommen.

Erstmals erfolgte im Rahmen des sogenannten Konjunkturpakets I in den Jahren 2010 bis 2011 eine Förderung zum Altersgerechten Umbau im Wohnungsbestand. Nach mehrjähriger Lücke wurde das KfW-Zuschussprogramm zum 01.10.2014 wieder aufgelegt. Die Programmmittel wurden von 54 Mio. Euro für die Jahre 2014/2015, auf 50 Mio. Euro in 2016 und auf 75 Mio. in 2017 aufgestockt und verstetigt bis 2022, aber in gleicher Höhe.

Planbarkeit ist eine Grundvoraussetzung bei allen Investitionsentscheidungen rund um die Immobilie. „Die Mittel von 50 Millionen Euro haben 2016 nur bis zur Jahresmitte gereicht. Für 2017 haben wir bereits gefordert, mindestens 100 Millionen Euro bereitzustellen. Und diese Summe sollte in den nächsten fünf Jahren kontinuierlich angehoben werden“, erinnert Manfred Jost, Präsident des Verband Wohneigentums. Vor allem viele ältere Eigenheimbesitzer überlegen sich einen Umbau gründlich und nutzen dann lieber einen Zuschuss, als dass sie sich um ein Darlehen bemühen.

„Dieses erfolgreiche Zuschussprogramm, das den Bürgerinnen und Bürgern die Vorsorge erleichtert und hilft die Zahl schwerer Stürze im Haushalt zu vermindern, muss gut ausgestattet und lückenlos verstetigt werden“, fordert Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO.

Die BAGSO und der Verband Wohneigentum bieten an, weiterhin für die Vorsorge durch barrierearme Umgestaltung der eigenen Wohnung zu werben – und auch auf die künftige Förderung hinzuweisen.

solarenergie

Verband Wohneigentum fordert massive Förderung für Klimaschutz

Berlin/Bonn, 26.06.2019 – Heute findet im Wirtschaftsministerium eine Anhörung zum Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) statt. Ohne wesentliche Änderungen werden im GEG drei Regelwerke zusammengeführt. Als Ziel wird der „nahezu klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050“ ausgerufen. Der Verband Wohneigentum begrüßt, dass Auflagen nicht verschärft, Neubau und Bestandssanierung nicht noch einmal teurer werden. Aber: Wo geht’s lang zum Klimaschutz?

Energieeffizienz und Verminderung der Treibhausgas-Emissionen ist angesichts der international verbindlichen Klimaschutzziele vordringlich. Im Gebäudebereich wurde seit 1990 bereits viel geleistet. Die weiteren Schritte in Richtung Klimaneutralität müssen planvoll weiterentwickelt werden. Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum (VWE) betont: „Die ökologischen Notwendigkeiten und internationalen Verpflichtungen sind dabei wirtschaftlich und sozial in den Blick zu nehmen.

Aus dieser Perspektive begrüßt der Verband Wohneigentum diverse Regelungen des GEG-Entwurfs, die diesem Ziel dienen wollen.
Dazu gehören:

  • Transparenz der gesetzlichen Regelungen
  • Vereinfachung der Durchführung
  • Messbarer Klimaschutz – Ergebnis von Investitionen
  • Technologieoffenheit und Maßnahmen im Quartier
  • Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit – Stärken durch Förderung
Manfred Jost
Manfred Jost,
Präsident Verband Wohneigentum (VWE)

Schon die Zusammenführung der unterschiedlichen klimaschutzrelevanten Regelwerke: Energieeinsparungsgesetz, Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in ein einheitliches GEG kann zu einem positiven Impuls führen. Harmonisierung der Begriffe und Vereinfachung von Verfahren bieten mehr Transparenz.

Die Öffnung für gemeinsame Lösungen im Quartier oder in der Siedlung durch eine neue Innovationsklausel ist ebenso positiv wie die vorsichtige Einführung des CO2-Ausstoßes als zusätzlichen Erfolgsmesser der energetischen Maßnahmen bei Bau oder Sanierung.

Was jedoch fehlt sind Überlegungen, wie die international verbindlichen Klimaschutzziele in wirtschaftlich akzeptabler Weise zu erreichen sind. „Anstatt ab 2030 milliardenhohe Strafzahlungen an die EU im Haushalt einzukalkulieren, fordern wir die Bundesregierung auf, massiv in die Bestandssanierung zu investieren“, stellt Jost heraus. „Die maßvollen Auflagen sind die Basis für ehrgeizige freiwillige Maßnahmen. Eine massive Förderung muss hier zu einem Schub an Sanierungstätigkeit führen.

Der VWE ist bereit, an einer Kampagne für vielfältige, breit angelegte energetische Sanierung mitzuwirken.

Hier geht es zur ausführlichen Stellungnahme des VWE.

Wärmeschutz im Sommer

Winters freut sich der Hausherr über möglichst viel Sonne im Haus – im Sommer kann das allerdings zum Problem werden. Die Südausrichtung des Hauses und bei strahlend blauem Himmel dadurch mitunter wochenlang überhitzte Räume machen die heißen Monate für manchen Eigentümer unerträglich.

Lüften: Nachts und am frühen Morgen

An richtig heißen Tagen gilt: Fenster und Türen geschlossen halten – und zwar konsequent. Gelüftet werden sollte nur nachts oder am sehr frühen Morgen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Außentemperatur unter der momentanen Raumtemperatur liegt.

Klimadaten für jedes einzelne Zimmer

Es lohnt sich, schon bei Kauf oder Hausbau auch an sommerliche Temperaturen zu denken. Denn die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) berücksichtigt auch Wärmeschutz im Sommer. Den ohne einen solchen müssten die Räume durch eine Klimaanlage gekühlt werden. Dieser Wärmeschutz im Sommer ist daher für eine KfW-Förderung nachzuweisen, etwa  durch eine Berechnung mit standardisierten Klimadaten. Diese Berechnung kann  für jedes Zimmer einzeln bewerten, ob und in welchem Umfang zusätzlich etwas  gegen die Sonneneinstrahlung getan werden muss.  

Wärmespeicherfähigkeit des Materials ist ausschlaggebend

Im Hinblick auf die Wärmedämmung gilt: Es gibt große Unterschiede bezüglich der Effektivität. Eine wichtige Kennzahl ist die Wärmespeicherfähigkeit eines Baustoffs. Im Übrigen schneiden auch Naturdämmstoffe wie Zelluloseflocken, Dämmplatten aus Holzfasern oder Matten aus Hanf  diesbezüglich sehr gut ab. Auch der Einbau von dreifach-verglasten Wärmeschutzfenstern kann sich speziell bei Südausrichtung lohnen. Allerding beeinträchtigen solche Fenster möglicherweise den Lichteinfall auch im Winter. Vor dem Einbau lohnt es sich also, genau hinzusehen, um nicht in der kalten Jahreszeit noch zusätzlich in dunkleren Räume zu sitzen.

Das A und O: Verschattung

Noch wichtiger als die Dämmung ist für effektiven Wärmeschutz im Sommer die Verschattung der Fenster. Schon einfachste Maßnahmen können dabei viel bringen. Beispielsweise schützt ein Laubbaum das Haus im Sommer vor Wärme, im Winter fallen die Blätter ab und der Baum lässt die Sonne herein. Auch durch große Dachüberstände, Vordächer oder Balkone über Fenstern mit südlicher Ausrichtung ist viel gewonnen. Weil im Sommer die Sonne höher am Himmel steht, spenden solche baulichen Konstruktionen in der warmen Jahreszeit Schatten. Im Winter wandert die Sonne tiefer über den Himmel, weswegen dann das Licht trotzdem in die Räume fällt.

Zusätzlich können Rollläden, Klappläden oder Markisen die Sonneneinstrahlung begrenzen. Auch Vorhänge, Rollos und Jalousien im Innern bieten Schutz – aber nicht so effektiv wie außen liegende Fensterläden. Denn bevor die Sonnenstrahlen abgewiesen werden, dringt die Wärme zunächst in den Raum ein. Deshalb gilt hierbei: Je heller das Material und je näher die Verschattung an der Scheibe platziert ist, desto weniger Wärme dringt ins Zimmer ein.

Foto: Wärme- und Sichtschutz Rolladen

Eine realistische Vorstellung vom Wert einer  Immobilie ist wichtig, vor allem bei Kauf, Verkauf oder im Erbfall. Deshalb braucht es  ein Wertgutachten, um Klarheit zu bekommen. Im Gegensatz zur kostenlosen Immobilienbewertung handelt es sich bei einem Wertgutachten um die kostenpflichtige Bewertung der Immobilie, die auch vor Gericht Bestand hat.

Der Sachverständige ermittelt den Verkehrswert einer Immobilie auf Basis des Baugesetzbuches (BauGB) und der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV), erklärt Wolfgang Szubin. Der Architekt ist Mitglied des Präsidiums im Verband Wohneigentum und Berater für Wohnen und Bauen im Landesverband NRW des Verbands Wohneigentum.

Was beeinflusst den Wert?

Das Grundstück und seine Lage sind wichtige Kriterien bei der Wertermittlung. Denn in der Stadt gelten andere Maßstäbe als in einer ländlichen Gegend. Natürlich sind auch das Gebäude und der Zustand, in dem es sich zum Zeitpunkt des Gutachtens befindet, ausschlaggebend. „Je älter die Immobilie ist, desto größer ist die Wertminderung“, so Szubin. Bei Gebäuden wird rechnerisch ein zu erwartendes Lebensalter von 80 Jahren zugrunde gelegt – es sei denn, es wurde im Laufe der Jahre fachgerecht saniert. Rechnerisch jünger wird das Gebäude durch eine Modernisierung, deshalb steigen also Restnutzungsdauer und damit auch sein Wert. Nachträgliche Fassadendämmung oder eine Photovoltaikanlage können beispielsweise wertsteigernd sein. Grundbucheinträge wie Wege- oder Wohnrechte für Eltern sind in der Regel wertmindernd.

Ablauf des Immobilienwertgutachten

Als erstes widmet sich der Fachmann den Aufzeichnungen zu dem entsprechenden Objekt.  „Zunächst prüft der Sachverständige Unterlagen wie etwa Grundbuch, Lageplan, Altlastenkataster und dergleichen mehr“, erläutert Szubin. Anschließend wird das Objekt besichtigt. Vorhandenes Datenmaterial wie Baupläne wird mit dem tatsächlichen Ausmaß der Immobilie abgeglichen. Wohnflächen und Bruttogrundrissflächen (bebaute Außenflächen) werden ermittelt; ebenso sichtbare, optische Baumängel wie Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Ein paar Wochen kann es dauern

Weil sie sehr umfangreich sind, können Wertgutachten bis zu 30 Seiten umfassen. Deswegen braucht es im Gegensatz zu einer kostenlosen Immobilienbewertung oft etwa vier bis sechs Wochen. „Es kann aber auch drei bis vier Monate dauern“, weiß Architekt Szubin.

Gültigkeit ist begrenzt

Zu bedenken ist:  Ein einmal erstelltes Wertgutachten ist bereits im darauf folgenden Jahr nicht mehr gültig. „Das Gutachten weist den Wert der Immobilie zu einem bestimmten Stichtag – dem sogenannten Wertermittlungsstichtag – auf. Wird ein Gebäude nicht saniert, dann verliert es mit jedem Tag an Wert“, erläutert Szubin.

Kosten des Wertgutachtens variieren stark

Wie hoch die Kosten für ein Wertgutachten ausfallen hängt stark davon ab, wie groß die Immobilie und der Aufwand des Gutachters sind. Sie richten sich nach dem ermittelten Wert. Bei einem Einfamilienhaus sollte man etwa mit 1.000 bis 1.500 Euro netto rechnen. Wird kein gerichtsfestes Wertgutachten benötigt, können auch schon preisgünstigere Immobilienbewertungen ohne Vor-Ort-Besichtigung weiterhelfen.

baukindergeld

Ab Mitte Mai sechs Monate Zeit für Antragstellung

Die Frist für einen Antrag auf Baukindergeld wird verlängert: Ab 17. Mai 2019 muss ein Antrag innerhalb der ersten sechs Monate nach Einzug gestellt werden – bisher galt eine Frist von drei Monaten. Anträge vor Einzug sind nicht zulässig. Wer bis März 2019 bereits einen Antrag auf Baukindergeld gestellt hat, muss diesen jetzt mit Hilfe der nun online erreichbaren Dokumente im Zuschussportal der KfW bis zum 30.06.2019 vervollständigen.

Baukindergeld – Wer darf Antrag stellen?

Baukindergeld beantragen darf, wer den Kaufvertrag für das selbstgenutzte Wohneigentum zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 unterschrieben hat / unterschreiben wird. Bei Neubauten gilt das Datum der Baugenehmigung.

Identitätsnachweis zwingend erforderlich

Wer bisher noch keinen Antrag gestellt hat, der muss folgendermaßen vorgehen: Der Antrag auf den Zuschuss ist spätestens sechs Monate nach dem Einzug ins selbstgenutzte Wohneigentum zu stellen. Wichtig: Die Bestätigung über den Antragseingang geht automatisch ein und der Eigentümer muss sie mit dem Nachweis der Identität beantworten. Andernfalls verfällt der Antrag.

Drei Monate bleiben für Nachweis der Förderberechtigung

Innerhalb von drei Monaten nach Bestätigung des Antrags muss der Antragsteller dann die Förderberechtigung nachweisen. Darum müssen entsprechende im KfW-Zuschussportal hochgeladen werden. Das sind: Einkommensteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragseingang des Antragstellers, Meldebestätigung der im Wohneigentum lebenden Familienmitglieder und einen Grundbuchauszug oder eine Auflassungsvormerkung.

Nach Prüfung der Unterlagen und Zugang der entsprechenden Bestätigung erfolgt die erste Auszahlung.

Zusammenfassung Baukindergeld

Was ist Baukindergeld? Ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Wie viel bekommt der Antragsteller? Der Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro je Kind und pro Jahr wird über zehn Jahre ausgezahlt.

Wofür gibt es Baukindergeld? Bau oder Kauf einer Immobilie zur Selbstnutzung in Deutschland. Der Kaufvertrag muss zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 unterschrieben worden sein. Bei Neubauten gilt das Datum der Baugenehmigung.

Wer bekommt‘s? Familien, auch Alleinerziehende, mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 18 Jahren. Sie erwerben zum ersten Mal eine Immobilie.

Einkommensgrenze: 75.000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen pro Jahr. Pro Kind erhöht sich diese Grenze um 15.000 Euro.

Fristen? Spätestens 6 Monate nach dem Einzug Antrag stellen. Es gilt das Einzugsdatum der amtlichen Meldebescheinigung. Wenn Mieter ihre Wohnung kaufen ist das Datum des notariellen Kaufvertrags entscheidend. Der Zuschuss wird rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gezahlt. Wer davor gekauft hat, geht leider leer aus.

Wo Antrag stellen? Das Baukindergeld kann nur Online im Zuschussportal der KfW beantragt werden unter https://public.kfw.de/zuschussportal-web

Benötigte Unterlagen: Grundbuchauszug, Einkommenssteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor der Antragsstellung, Meldebestätigung, aktuelle Kindergeldbescheide aller Kinder, die bei Ihnen leben.

Infos auch unter der kostenfreien Servicenummer 0800 5 39 90 06 der KfW (von Montag bis Freitag 08.00 bis 18.00 Uhr).

Vorsicht! Wer die Immobilie vor Ablauf der Förderung verkauft oder vermietet, erhält keine Förderung mehr. Eigentümer sind in der Pflicht, dies zu melden. Eine Pflicht zur Rückzahlung besteht aber nicht.

Das müssen Sie beim Hauskauf schon vorab bedenken

Unerwartete Kosten trüben die Freude über die eigenen vier Wände. Oft rechnet man zunächst nicht damit, dass mit Baugenehmigung, Grunderwerbsteuer und Notarkosten sich beim Kauf oder Neubau einer Immobilie eine erhebliche Summe an Nebenkosten zusammenkommt. Deshalb rät unser Finanzexperte Helmut Weigt: Planen Sie diese üblichen Nebenkosten unbedingt beim Kauf mit ein. Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Anfallende Grunderwerbssteuer beim Hauskauf

Der Kaufpreis ist ausschlaggebend für die Berechnung der Grunderwerbsteuer. Als Bemessungsgrundlage dienen der Grundstückspreis und der Preis eines bereits bestehenden Gebäudes. Die Höhe der Grunderwerbsteuer ist abhängig vom jeweiligen Bundesland und liegt zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent der Bemessungsgrundlage. Auch der Preis eines Neubaus vom Bauträger fällt in diese Bemessungsgrundlage, obwohl das Gebäude noch gar nicht errichtet ist (Ausnahme: Sie kaufen ein unbebautes Grundstück nicht bei dem beauftragten Bauträger).

Notarkosten beim Kauf eines Hauses

Neuen Besitz auf einem Grundstück muss ein Notar ins Grundbuch der Gemeinde oder Stadt eintragen. Um sicherzugehen, sollte man dafür rund 2,0 Prozent der Bemessungsgrundlage für Notar- und Gerichtskosten ansetzen.

Hauskauf: Maklerkosten

Die Kosten für einen Immobilienmakler fallen regional sehr unterschiedlich aus. Zwischen 3,6 Prozent und 7,15 Prozent können für eine Courtage fällig werden.

Gern vergessene Kosten

Neben diesen „üblichen Kosten“ können weitere Kosten entstehen, die häufig vernachlässigt werden. Das sind Kosten, die zwar nicht direkt mit dem Erwerb oder Bau einer Immobilie zu tun haben, die aber von Fall zu Fall auch zu berücksichtigen sind:

Renovierungskosten

Regelmäßig rechnen Käufer von gebrauchten Immobilien zwar bereits mit Renovierungskosten, sie setzen diese aber im Finanzierungsplan oft viel zu niedrig an. Das ist deshalb so, weil viele Kosten erst während der Renovierung erkannt werden können (auch Gutachter haben keine Röntgen-Augen). Hinzu kommt, dass möglicherweise eine Verpflichtung besteht, die bisherige Mietwohnung zu renovieren. Auch diese Kosten werden meist außer Acht gelassen.

Zinsen während der Bauzeit

Wer ein Haus neu baut, muss mit einer Bauzeit (von Planung bis Fertigstellung) von gut einem Jahr rechnen. Während dieser Bauzeit fallen bereits Zinsen an, die neben der weiterlaufenden Miete zu zahlen sind. Wer mit dieser Doppelbelastung überfordert ist, muss die Bauzeitzinsen als Kostenfaktor, der in vielen Finanzierungsplänen fehlt, berücksichtigen.

Umzugskosten

Ein Umzug kann erheblich ins Geld gehen, wenn nicht viele Freunde und Bekannte mithelfen.

Zwar denken die meisten an die neue Einbauküche, aber oft müssen auch andere neue Möbel angeschafft werden, weil die alten beim Umzug beschädigt werden oder nicht in das neue Haus passen. Auch kann es sein, dass das neue Haus auf dem Land einen Zweitwagen erforderlich macht, für den neuen Garten bequeme Sitzmöbel und ein großer Sonnenschirm angeschafft werden sollen – diese Liste der gern vergessenen Nebenkosten könnte man beliebig fortsetzen. Dem ein oder anderen mag sie kleinlich vorkommen. Doch die Warnung, möglichst alle Kosten zu kalkulieren, hat einen tieferen Sinn:

Ist für derartige Kosten kein Geld mehr übrig, bleibt nur der Weg zur Bank. Aber: Da sie wahrscheinlich bereits einen Baukredit aufgenommen haben, ist die einzige Bank, die Ihnen noch Geld geben wird, die Bank, die Ihr Haus finanziert und es mit der für sie eingetragenen Grundschuld als Sicherheit für andere Institute „blockiert“ hat. Dieser Bank sind Sie im Falle einer Nachfinanzierung jetzt ausgeliefert. Deshalb wird Ihnen diese Bank mit ziemlicher Sicherheit einen deutlich höheren Zinssatz berechnen, als es Ihrem Geldbeutel lieb ist.

Ausreichende Eigenkapitalreserven sind darum unbedingt empfehlenswert, denken Sie bei Ihrer Kostenaufstellung möglichst an wirklich alles, was auf Sie zukommt.

Vorsicht bei vermeintlich gut gemeinten „Tricks“

Durch eine Reduzierung der anfänglich genannten Grunderwerbsteuer kann die Bemessungsgrundlage verringert werden. Manche Steuerberater oder Notare geben hier gerne den gut gemeinten Rat, miterworbenes Zubehör (z. B. eine Einbauküche oder das Guthaben der Instandhaltungsrücklage einer Eigentumswohnung) im Kaufvertrag auszuweisen, denn darauf fällt dann keine Grunderwerbsteuer an.

Reduzierung der Bemessungsgrundlage hat Vor- und Nachteile

Diese Empfehlung hat allerdings zur Folge, dass die finanzierende Bank den Wert der Immobilie entsprechend reduziert. Deshalb wird das Verhältnis von Darlehen zu Objektwert schlechter und dadurch das Risiko der Bank höher. Die Folge könnte ein höherer Zinssatz sein, womit sich der Grunderwerbsteuervorteil zum Finanzierungsnachteil wenden kann.

Vorteil wird schnell zunichte gemacht

Bei einer mit 5.000 Euro ausgewiesenen Einbauküche spart dieser Kniff beim höchsten Grunderwerbsteuersatz (6,5 Prozent) gerade mal 325 Euro. Verschlechtert sich hingegen damit der Zinssatz des Darlehens beispielsweise um 0,1 Prozent pro Jahr, zahlen Sie bei einem Darlehen von 100.000 Euro allein im ersten Jahr also rund 100 Euro mehr. Der Mehraufwand an Zinsen übersteigt also über die gesamte Finanzierungsdauer gesehen diesen vermeintlichen Vorteil und macht ihn völlig zunichte.

meldepflicht photovoltaikanlagen

Alle Hausbesitzer, die mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach Strom aus Sonne gewinnen, müssen sich nun zentral online registrieren.

Diese Meldepflicht für Photovoltaiksolaranlagen gilt nicht nur für Besitzer neuer Solarstromanlagen, sondern auch für Eigenheimbesitzer, die ihre Anlage bereits bei der Bundesnetzagentur gemeldet haben. Zum 31. Januar 2019 wurde dafür von der Bundesnetzagentur das sogenannte Marktstammdatenregister (MaStR) eingerichtet.

Online-Register Photovoltaikanlagen

Mit dieser neuen Übersicht soll ein zentrales und umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes geschaffen werden. Genutzt werden kann es von der Politik, von Behörden und allen Betreibern des Energiebereichs. Praktisch jeder Stromproduzent muss sich in diesem neuen Onlineregister eintragen – egal, ob Großkraftwerk oder privater Betreiber einer Solar- oder Windanlage.

Voraussetzung für den Erhalt von Zulagen 

Ziel der Verantwortlichen ist es, mit den gewonnenen Angaben den Leitungsbau auf das erforderliche Minimum zu beschränken und die Weiterentwicklung der Energiewende besser planen zu können. Zugleich soll das neue Register zu einer Steigerung der Datenqualität beitragen und für mehr Transparenz sorgen.

Dabei ist die Registrierung im MaStR eine der Voraussetzungen, um an Zulagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie Zuschlagszahlungen und sonstige finanzielle Mittel nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK) zu gelangen.

Bessere Übersicht

Mit dem öffentlich zugänglichen Marktstammdatenregister soll zudem eine Reduzierung aller bisherigen Register erreicht werden. So fällt beispielsweise das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur weg, in dem Nutzer bisher ihre Photovoltaikanlagen eingetragen haben. Das bedeutet aber: Auch wenn eine Photovoltaikanlage bereits registriert ist, muss sie im Marktstammdatenregister nochmal neu erfasst werden. Bei Inbetriebnahme vor dem 1. Juli 2017 ist die Registrierungsfrist 24 Monate nach Start des Webportals, spätestens bis zum 31.01.2021. Bei Inbetriebnahme ab dem 1. Juli 2017 ist die Registrierungsfrist 1 Monat nach Inbetriebnahme. Für Anlagen, die vom 1. Juli 2017 bis 31. Januar 2019 in Betrieb genommen und bei der Bundesnetzagentur registriert wurden, wurde bereits eine Registrierung im MaStR vorgenommen.

Anmeldung in drei Schritten

Der Hausbesitzer/Betreiber der Photovoltaikanlage trägt selbst die Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten im MaStR. Er muss die Daten eintragen und jederzeit aktuell halten. Betreibt er zwei oder mehrere Anlagen (beispielsweise je eine Solaranlage auf dem Wohn- und dem Ferienhaus oder einen zusätzlichen Stromspeicher), muss jede dieser Anlagen einzeln erfasst werden.

Das gebührenfreie Registrierungsportal findet sich online bei der Bundesnetzagentur: www.marktstammdatenregister.de .

Eine Registrierung erfolgt in drei Schritten: Zuerst muss ein Benutzerkonto eingerichtet werden – der Benutzer lässt sich registrieren; anschließend erfolgt die Registrierung als Anlagenbetreiber. Im dritten und letzten Schritt wird die eigentliche Anlage registriert. Abschließend besteht die Möglichkeit, die Registrierungsbestätigung für die registrierte Anlage auf den eigenen Rechner herunterzuladen.

Thema Datenschutz

Wichtig zum Thema Datenschutz: Nicht veröffentlicht werden Angaben von natürlichen Personen sowie Daten, die nach der Verordnung zum Marktstammdatenregister als vertraulich eingestuft sind. Dies gilt z.B. für die exakten Standortdaten von Solaranlagen mit einer Leistung von unter 30 kWp.

Quelle: Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen

kellerdeckendaemmung

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg berät Hauseigentümer und Bauherren zur fachgerechten Dämmung der Kellerdecke

Kalte Füße gehören im Erdgeschoss eines älteren Hauses mit nicht beheiztem Keller oft dazu. Abhilfe schafft die Dämmung der Kellerdecke, die auch nachträglich angebracht werden kann. Sie verbessert den Wohnkomfort und ist eine schnelle und preisgünstige Energiesparmaßnahme.

„Ist die Decke eines unbeheizten Kellers nicht gedämmt, gibt das Erdgeschoss permanent Wärme über den Fußboden ab. Das zeigt sich dann an erhöhten Heizkosten und kalten Füßen im Erdgeschoss“, erklärt Jochen Schneider, Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Dabei ist die Dämmung der Kellerdecke eine der wirtschaftlichsten Energiesparmaßnahmen. Je nach Gebäude können die Bewohner insgesamt rund fünf bis sieben Prozent Energie sparen.“

Dennoch dämmen viele Hausbesitzer die Kellerdecke nicht. Die Kellerdeckendämmung ist nicht wie die Dämmung der obersten Geschossdecke gesetzlich vorgeschrieben. Aber wer die Kellerdecke eines Wohngebäudes freiwillig dämmt, kann damit das in Baden-Württemberg gültige Erneuerbare-Wärme-Gesetz teilweise erfüllen. Das Gesetz verpflichtet Verbraucher, beim Heizungswechsel mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien zu verwenden. Um dies zu erreichen sollte das Material eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen. Diese gibt der Wärmedurchgangskoeffizient an, auch U-Wert genannt. Er darf maximal 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin erreichen. Hausbesitzer können dann einen Zuschuss aus dem Programm 430 der staatlichen KfW-Förderbank beantragen.

Zu den Details der Kellerdämmung beraten die Energieberater der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Beratungstermine sind unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 809 802 400 erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf Energieberatung.