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Bald wird es wieder kalt: Wie heizen Sie richtig? Woran sollten Sie vor der kalten Jahreszeit denken?

Wenn die Temperaturen sinken, sollte die Heizanlage funktionieren. Tut sie es nicht, dann ist guter Rat teuer. Deshalb ist es hilfreich, sich schon im Vorfeld darum zu kümmern, damit es erst gar keine Probleme gibt. Muss dennoch ein Fachmann Hand anlegen, dann helfen ihm für die schnelle Fehlerdiagnose und eventuell notwendige Reparatur bestimmte Voraussetzungen und Hinweise des Eigentümers.

Unser Kooperationspartner, die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg,  gibt Verbrauchern vier Tipps, um für die anstehende Heizperiode optimal gerüstet zu sein:

Tipp 1: Heizungsanlage zugänglich machen

Heizungsanlagen laufen in den meisten Haushalten das ganze Jahr über, weil sie für das Warmwasser genutzt werden. Trotzdem sollten Hausbesitzer vor der Heizperiode die gesamte Anlage einmal gründlich in Augenschein nehmen, auch das verzweigte Rohrsystem. Sie sollten dafür sorgen, dass man im Notfall gut an alles herankommt.

Tipp 2: Entlüften und Wasser nachfüllen

Ist ein Gluckern zu hören? Dann ist höchstwahrscheinlich zu viel Luft im Heizkörper. In diesem Fall muss die Heizung entlüftet werden. Mit einem Vierkantschlüssel öffnet man das seitliche Entlüftungsventil und lässt die Luft raus, bis statt der Luft nur noch Wasser entweicht. Anschließend muss in das Heizsystem ggf. Wasser nachgefüllt werden.

Tipp 3: Reinigen des Heizkessels

Um die Verbrennungsprozesse zu optimieren und die Abgastemperaturen zu senken, muss der Heizkessel möglichst rußfrei sein. Ansonsten entweicht ein großer Teil der Wärme durch den Schornstein.

Tipp 4: Hydraulischen Abgleich beauftragen

Mit einem hydraulischen Abgleich kann der Fachmann den Warmwasserdurchfluss in den Heizkörpern anpassen. So sparen Hausbesitzer Heizenergie und Pumpenstrom.

Bei Fragen zur Wartung und Optimierung der eigenen Heizungsanlage hilft die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Termine können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 809 802 400 vereinbart werden. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Worauf Sie beim Heizen achten sollten

Abgesehen von den technischen Details können schon Kleinigkeiten helfen, die Heizkosten niedrig zu halten und Energie zu sparen.  Der Verband Wohneigentum gibt Tipps, wie Sie ohne viel Aufwand viel erreichen können:

Die passende Wohlfühltemperatur

Wohlfühltemperaturen sind individuell. Während sich der eine bereits in die Wolldecke hüllt, läuft der andere vielleicht noch im T-Shirt durch die Wohnung. Unabhängig davon, geben Experten Empfehlungen für Raumtemperaturen: In Küche und Wohnzimmer 20 Grad, im Badezimmer 21 Grad, im Schlafzimmer 14 bis 16 Grad. Das eine Grad mehr oder weniger kann tatsächlich bares Geld wert sein. Ein Absenken bereits um ein Grad senkt den Energieverbrauch um bis zu sechs Prozent. Das Umweltbundesamt empfiehlt ähnliche Temperaturen: 20 bis 22 Grad im Wohnraum, in der Küche reichen rund 18 Grad und im Schlafzimmer rund 17 bis 18 Grad.

Nie die Heizung komplett runterdrehen

Nachts sollte die Temperatur in den Räumen höchsten um fünf bis sechs Grad abgesenkt werden, sonst verursacht das morgendliche Wiederaufheizen hohe Kosten. Es gibt noch einen weiteren guten Grund, warum man es mit dem Absenken der Temperatur nicht übertreiben sollte: Bleibt die Heizung zu Hause tagsüber länger kalt, zum Beispiel während der Arbeitszeit, kühlen auch die Außenwände ab. Das führt bei vielen Menschen zu einem unbehaglichen Raumgefühl. Die Heizung wird dann umso höher aufgedreht.

Heizkörper nicht zustellen

Warme Luft muss im Raum zirkulieren, denn nur dann kann sich die Wärme richtig verteilen. Möbel, Vorhänge oder sonstige Accessoires sollten gerade während der Heizperiode die Heizkörper nicht verdecken.

Effektive Stoßlüftung

Natürlich muss auch in den Wintermonaten gelüftet werden. Durch das gekippte Fenster bei zugleich aufgedrehter Heizung entweicht wertvolle Wärme ins Freie und der Luftaustausch dauert sehr lange. Effektiver ist die kurze Stoßlüftung. Das heißt, bei kurz abgedrehter Heizung mehrmals am Tag für fünf bis zehn Minuten das Fenster sperrangelweit öffnen. So wird die Raumluft – und mit ihr die Feuchtigkeit ausgetauscht. Zimmertüren schließen.

Falsch gedacht!

Ein Spargedanke könnte sein, in einem zu warmen Raum einfach die Tür zum kalten Nebenraum zu öffnen und diesen so mit zu beheizen. Davon raten Experten ab. Die warme Luft transportiert auch Feuchtigkeit in das kühlere Zimmer, die leicht an den kalten Wänden und Fenstern kondensieren kann. Im Extremfall bildet sich sogar Schimmel.

BAGSO Umbau

Das Zuschuss-Programm „Altersgerecht Umbauen“ ist eine Erfolgsgeschichte. Es ermöglicht Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren mit einem Zuschuss je Wohnung bis 6.250 Euro. Das Programm wird so gut angenommen, dass der Fördertopf in Höhe von insgesamt 75 Mio. Euro zum wiederholten Mal vor Jahresende ausgeschöpft ist.

Im letzten Quartal 2019 ist ohne Aufstockung der Bundesmittel keine Antragstellung mehr möglich. Für nächstes Jahr bis 2022 sind jeweils 75 Mio. Fördermittel im Bundeshaushalt verankert. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und der Verband Wohneigentum (VWE) fordern, das Zuschuss-Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit sukzessiv steigenden, für das ganze Kalenderjahr ausreichenden Finanzmitteln auszustatten.

Dass Ältere und Menschen mit Behinderungen barrierearme Wohnungen benötigen, in denen sie möglichst lange selbstbestimmt leben können, ist der Großen Koalition bewusst. Im Koalitionsvertrag versprechen CDU, CSU und SPD: „Deshalb wollen wir das KfW-Programm Altersgerecht Umbauen verstetigen.“ Dies ist auch im Interesse der Pflege- und Sozialkassen, auf die ansonsten hohe Kosten zukommen.

Erstmals erfolgte im Rahmen des sogenannten Konjunkturpakets I in den Jahren 2010 bis 2011 eine Förderung zum Altersgerechten Umbau im Wohnungsbestand. Nach mehrjähriger Lücke wurde das KfW-Zuschussprogramm zum 01.10.2014 wieder aufgelegt. Die Programmmittel wurden von 54 Mio. Euro für die Jahre 2014/2015, auf 50 Mio. Euro in 2016 und auf 75 Mio. in 2017 aufgestockt und verstetigt bis 2022, aber in gleicher Höhe.

Planbarkeit ist eine Grundvoraussetzung bei allen Investitionsentscheidungen rund um die Immobilie. „Die Mittel von 50 Millionen Euro haben 2016 nur bis zur Jahresmitte gereicht. Für 2017 haben wir bereits gefordert, mindestens 100 Millionen Euro bereitzustellen. Und diese Summe sollte in den nächsten fünf Jahren kontinuierlich angehoben werden“, erinnert Manfred Jost, Präsident des Verband Wohneigentums. Vor allem viele ältere Eigenheimbesitzer überlegen sich einen Umbau gründlich und nutzen dann lieber einen Zuschuss, als dass sie sich um ein Darlehen bemühen.

„Dieses erfolgreiche Zuschussprogramm, das den Bürgerinnen und Bürgern die Vorsorge erleichtert und hilft die Zahl schwerer Stürze im Haushalt zu vermindern, muss gut ausgestattet und lückenlos verstetigt werden“, fordert Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO.

Die BAGSO und der Verband Wohneigentum bieten an, weiterhin für die Vorsorge durch barrierearme Umgestaltung der eigenen Wohnung zu werben – und auch auf die künftige Förderung hinzuweisen.

solarenergie

Verband Wohneigentum fordert massive Förderung für Klimaschutz

Berlin/Bonn, 26.06.2019 – Heute findet im Wirtschaftsministerium eine Anhörung zum Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) statt. Ohne wesentliche Änderungen werden im GEG drei Regelwerke zusammengeführt. Als Ziel wird der „nahezu klimaneutrale Gebäudebestand bis 2050“ ausgerufen. Der Verband Wohneigentum begrüßt, dass Auflagen nicht verschärft, Neubau und Bestandssanierung nicht noch einmal teurer werden. Aber: Wo geht’s lang zum Klimaschutz?

Energieeffizienz und Verminderung der Treibhausgas-Emissionen ist angesichts der international verbindlichen Klimaschutzziele vordringlich. Im Gebäudebereich wurde seit 1990 bereits viel geleistet. Die weiteren Schritte in Richtung Klimaneutralität müssen planvoll weiterentwickelt werden. Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum (VWE) betont: „Die ökologischen Notwendigkeiten und internationalen Verpflichtungen sind dabei wirtschaftlich und sozial in den Blick zu nehmen.

Aus dieser Perspektive begrüßt der Verband Wohneigentum diverse Regelungen des GEG-Entwurfs, die diesem Ziel dienen wollen.
Dazu gehören:

  • Transparenz der gesetzlichen Regelungen
  • Vereinfachung der Durchführung
  • Messbarer Klimaschutz – Ergebnis von Investitionen
  • Technologieoffenheit und Maßnahmen im Quartier
  • Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit – Stärken durch Förderung
Manfred Jost
Manfred Jost,
Präsident Verband Wohneigentum (VWE)

Schon die Zusammenführung der unterschiedlichen klimaschutzrelevanten Regelwerke: Energieeinsparungsgesetz, Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in ein einheitliches GEG kann zu einem positiven Impuls führen. Harmonisierung der Begriffe und Vereinfachung von Verfahren bieten mehr Transparenz.

Die Öffnung für gemeinsame Lösungen im Quartier oder in der Siedlung durch eine neue Innovationsklausel ist ebenso positiv wie die vorsichtige Einführung des CO2-Ausstoßes als zusätzlichen Erfolgsmesser der energetischen Maßnahmen bei Bau oder Sanierung.

Was jedoch fehlt sind Überlegungen, wie die international verbindlichen Klimaschutzziele in wirtschaftlich akzeptabler Weise zu erreichen sind. „Anstatt ab 2030 milliardenhohe Strafzahlungen an die EU im Haushalt einzukalkulieren, fordern wir die Bundesregierung auf, massiv in die Bestandssanierung zu investieren“, stellt Jost heraus. „Die maßvollen Auflagen sind die Basis für ehrgeizige freiwillige Maßnahmen. Eine massive Förderung muss hier zu einem Schub an Sanierungstätigkeit führen.

Der VWE ist bereit, an einer Kampagne für vielfältige, breit angelegte energetische Sanierung mitzuwirken.

Hier geht es zur ausführlichen Stellungnahme des VWE.

Wärmeschutz im Sommer

Winters freut sich der Hausherr über möglichst viel Sonne im Haus – im Sommer kann das allerdings zum Problem werden. Die Südausrichtung des Hauses und bei strahlend blauem Himmel dadurch mitunter wochenlang überhitzte Räume machen die heißen Monate für manchen Eigentümer unerträglich.

Lüften: Nachts und am frühen Morgen

An richtig heißen Tagen gilt: Fenster und Türen geschlossen halten – und zwar konsequent. Gelüftet werden sollte nur nachts oder am sehr frühen Morgen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Außentemperatur unter der momentanen Raumtemperatur liegt.

Klimadaten für jedes einzelne Zimmer

Es lohnt sich, schon bei Kauf oder Hausbau auch an sommerliche Temperaturen zu denken. Denn die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) berücksichtigt auch Wärmeschutz im Sommer. Den ohne einen solchen müssten die Räume durch eine Klimaanlage gekühlt werden. Dieser Wärmeschutz im Sommer ist daher für eine KfW-Förderung nachzuweisen, etwa  durch eine Berechnung mit standardisierten Klimadaten. Diese Berechnung kann  für jedes Zimmer einzeln bewerten, ob und in welchem Umfang zusätzlich etwas  gegen die Sonneneinstrahlung getan werden muss.  

Wärmespeicherfähigkeit des Materials ist ausschlaggebend

Im Hinblick auf die Wärmedämmung gilt: Es gibt große Unterschiede bezüglich der Effektivität. Eine wichtige Kennzahl ist die Wärmespeicherfähigkeit eines Baustoffs. Im Übrigen schneiden auch Naturdämmstoffe wie Zelluloseflocken, Dämmplatten aus Holzfasern oder Matten aus Hanf  diesbezüglich sehr gut ab. Auch der Einbau von dreifach-verglasten Wärmeschutzfenstern kann sich speziell bei Südausrichtung lohnen. Allerding beeinträchtigen solche Fenster möglicherweise den Lichteinfall auch im Winter. Vor dem Einbau lohnt es sich also, genau hinzusehen, um nicht in der kalten Jahreszeit noch zusätzlich in dunkleren Räume zu sitzen.

Das A und O: Verschattung

Noch wichtiger als die Dämmung ist für effektiven Wärmeschutz im Sommer die Verschattung der Fenster. Schon einfachste Maßnahmen können dabei viel bringen. Beispielsweise schützt ein Laubbaum das Haus im Sommer vor Wärme, im Winter fallen die Blätter ab und der Baum lässt die Sonne herein. Auch durch große Dachüberstände, Vordächer oder Balkone über Fenstern mit südlicher Ausrichtung ist viel gewonnen. Weil im Sommer die Sonne höher am Himmel steht, spenden solche baulichen Konstruktionen in der warmen Jahreszeit Schatten. Im Winter wandert die Sonne tiefer über den Himmel, weswegen dann das Licht trotzdem in die Räume fällt.

Zusätzlich können Rollläden, Klappläden oder Markisen die Sonneneinstrahlung begrenzen. Auch Vorhänge, Rollos und Jalousien im Innern bieten Schutz – aber nicht so effektiv wie außen liegende Fensterläden. Denn bevor die Sonnenstrahlen abgewiesen werden, dringt die Wärme zunächst in den Raum ein. Deshalb gilt hierbei: Je heller das Material und je näher die Verschattung an der Scheibe platziert ist, desto weniger Wärme dringt ins Zimmer ein.

Foto: Wärme- und Sichtschutz Rolladen

Eine realistische Vorstellung vom Wert einer  Immobilie ist wichtig, vor allem bei Kauf, Verkauf oder im Erbfall. Deshalb braucht es  ein Wertgutachten, um Klarheit zu bekommen. Im Gegensatz zur kostenlosen Immobilienbewertung handelt es sich bei einem Wertgutachten um die kostenpflichtige Bewertung der Immobilie, die auch vor Gericht Bestand hat.

Der Sachverständige ermittelt den Verkehrswert einer Immobilie auf Basis des Baugesetzbuches (BauGB) und der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV), erklärt Wolfgang Szubin. Der Architekt ist Mitglied des Präsidiums im Verband Wohneigentum und Berater für Wohnen und Bauen im Landesverband NRW des Verbands Wohneigentum.

Was beeinflusst den Wert?

Das Grundstück und seine Lage sind wichtige Kriterien bei der Wertermittlung. Denn in der Stadt gelten andere Maßstäbe als in einer ländlichen Gegend. Natürlich sind auch das Gebäude und der Zustand, in dem es sich zum Zeitpunkt des Gutachtens befindet, ausschlaggebend. „Je älter die Immobilie ist, desto größer ist die Wertminderung“, so Szubin. Bei Gebäuden wird rechnerisch ein zu erwartendes Lebensalter von 80 Jahren zugrunde gelegt – es sei denn, es wurde im Laufe der Jahre fachgerecht saniert. Rechnerisch jünger wird das Gebäude durch eine Modernisierung, deshalb steigen also Restnutzungsdauer und damit auch sein Wert. Nachträgliche Fassadendämmung oder eine Photovoltaikanlage können beispielsweise wertsteigernd sein. Grundbucheinträge wie Wege- oder Wohnrechte für Eltern sind in der Regel wertmindernd.

Ablauf des Immobilienwertgutachten

Als erstes widmet sich der Fachmann den Aufzeichnungen zu dem entsprechenden Objekt.  „Zunächst prüft der Sachverständige Unterlagen wie etwa Grundbuch, Lageplan, Altlastenkataster und dergleichen mehr“, erläutert Szubin. Anschließend wird das Objekt besichtigt. Vorhandenes Datenmaterial wie Baupläne wird mit dem tatsächlichen Ausmaß der Immobilie abgeglichen. Wohnflächen und Bruttogrundrissflächen (bebaute Außenflächen) werden ermittelt; ebenso sichtbare, optische Baumängel wie Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Ein paar Wochen kann es dauern

Weil sie sehr umfangreich sind, können Wertgutachten bis zu 30 Seiten umfassen. Deswegen braucht es im Gegensatz zu einer kostenlosen Immobilienbewertung oft etwa vier bis sechs Wochen. „Es kann aber auch drei bis vier Monate dauern“, weiß Architekt Szubin.

Gültigkeit ist begrenzt

Zu bedenken ist:  Ein einmal erstelltes Wertgutachten ist bereits im darauf folgenden Jahr nicht mehr gültig. „Das Gutachten weist den Wert der Immobilie zu einem bestimmten Stichtag – dem sogenannten Wertermittlungsstichtag – auf. Wird ein Gebäude nicht saniert, dann verliert es mit jedem Tag an Wert“, erläutert Szubin.

Kosten des Wertgutachtens variieren stark

Wie hoch die Kosten für ein Wertgutachten ausfallen hängt stark davon ab, wie groß die Immobilie und der Aufwand des Gutachters sind. Sie richten sich nach dem ermittelten Wert. Bei einem Einfamilienhaus sollte man etwa mit 1.000 bis 1.500 Euro netto rechnen. Wird kein gerichtsfestes Wertgutachten benötigt, können auch schon preisgünstigere Immobilienbewertungen ohne Vor-Ort-Besichtigung weiterhelfen.

Blume

Strauchrosen blühen in diesem Jahr besonders üppig. Der Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“ des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg und des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg läuft noch bis 31. Juli. Ziel ist es, ein Zeichen zu setzen gegen die immer mehr werdenden Steinwüsten in Baden-Württembergischen Vorgärten. Gartenberater Sven Görlitz hat bereits die ersten eingesendeten Fotos gesichtet.

Welche Pflanzen finden sich in den Vorgärten, die Sie bisher im Foto gesehen haben, besonders häufig?

Sven Görlitz: Besonders häufig sind Strauchrosen zu sehen, die in diesem Jahr, wie ich finde, besonders üppig blühen. Aber auch viele bunt-gemischte Staudenpflanzungen sind auf den Bildern.

Wer seinen Vorgarten ohne viel Aufwand für den Sommer noch etwas hübscher gestalten möchte, welchen Tipp haben Sie?


Sven Görlitz: Ohne viel Aufwand kann man auf freie Flächen immer noch Stauden pflanzen. Als Topfpflanzen können diese auch jetzt noch gesetzt werden und bereichern schnell den Vorgarten. Wichtig ist es dabei, unbedingt auf den richtigen Standort zu achten.

Was sagen Sie einem Steingartenbesitzer, der damit argumentiert, dass er die Pflege für einen bepflanzten Vorgarten nicht leisten kann.

Sven Görlitz: Dass Steinflächen pflegeleicht sind, ist zu kurz gedacht. Schnell lagert sich auch hier wieder organisches Material ab und die Fläche wächst zu. Dies sieht man häufig auf Steinflächen, die vor ein paar Jahren angelegt wurden. Dann heißt es Unkraut jäten im Schotter, denn Herbizide dürfen auf diesen Flächen nicht eingesetzt werden. Eine gut geplante, standortgerechte Pflanzung mit Sträuchern und Stauden oder ein Blumenrasen sind dauerhaft pflegeleichter, ökologisch wertvoller und sehr wichtig für ein angenehmes Mikroklima.

Hier geht es zum Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“

Zur Person: Sven Görlitz

Sven Goerlitz Gartenberatung
Gartenberater Sven Görlitz,

Sven Görlitz ist Techniker im Garten- und Landschaftsbau und arbeitet als Gartenberater beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg.

Hier berät er die Mitglieder des Verbandes in allen Fragen rund um den Hausgarten. Dies geschieht in Form von Vorträgen, Gehölzschnittkursen, Baumkontrollen, und individuellen Gartenberatungen. Besondere Beachtung findet hierbei ein nachhaltiges und naturnahes Gärtnern.

Der Verband Wohneigentum beteiligt sich am 29. Und 30. Juni 2019 mit einem Beratungsstand und mit Vorträgen an der Bundesgartenschau in Heilbronn. Die Beratung und die Vorträge finden im „i-Punkt Grün“ statt. Referenten sind Martin Breidbach und Sven Görlitz, Gartenberater Verband Wohneigentum.

Klimawandel Garten

Beratungsstand rund um den Hausgarten

Gartenbesitzer können sich gezielt Informationen zu Ihren Gestaltungswünschen einholen oder auch geschädigte Pflanzenteile zur Begutachtung mitbringen.

Am Stand der Gartenberatung des Verband Wohneigentum gibt es unabhängige Fachinformationen zu Themen wie naturnahe Gartengestaltung und Gartenbewirtschaftung, Anpassung der Gärten an Extremwetter (Klimagärten), sowie über Pflanzenschutzmaßnahmen und den Sommerschnitt an Gehölzen.

Vorträge am Samstag, 29. Juni, jeweils um 11, 13 und 15 Uhr

Gartenklima/Klimagarten: Hausgarten in Zeiten des Klimawandels

vorgarten klima

Das Jahr 2018 mit seiner Hitze und Trockenheit wird vielen Gartenbesitzern noch lange in Erinnerung bleiben. Extreme Wetterereignisse wie diese stellen Gartenbesitzer vor neue Herausforderungen.

Wie wirken sich die Veränderungen auf Pflanzen, Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschädlinge aus? Wie schütze ich den Gartenboden? Wann ist es sinnvoll zu gießen? Welchen Beitrag kann mein Garten für ein lebenswertes Wohnumfeld leisten?

In diesem Vortrag wird aufgezeigt, welche Veränderungen durch steigende Temperaturen und Extremwetterereignisse im Hausgarten auftreten und wie man darauf reagieren kann.

Vorträge am Sonntag, 30. Juni, jeweils um 11, 13 und 15 Uhr

Vielfältiger Vorgarten

Klimwawandel Vorgarten

Selbst kleine Gartenflächen wie ein Vorgarten können  artenreich, ansprechend und dazu pflegeleicht gestaltet werden und damit unser Lebensumfeld bereichern.

Leider werden immer mehr Flächen in den Gärten versiegelt oder mit Schotter zugeschüttet – keine gute Entwicklung für das Mikroklima und die Tierwelt.

Dass es auch anders geht, wird in diesem Vortrag aufgezeigt – vom Staudenbeet über den Hausbaum bis zur Fassaden- und Garagendachbegrünung. Viele Beispielen für mehr Vielfalt in unseren Wohngebieten zeigen auf, dass sich die Tipps auch einfach umsetzen lassen.

Fünf baden-württembergische Gemeinschaften werfen ihren Hut in den Ring

Der 27. Bundeswettbewerb 2020 des Verbands Wohneigentum rückt näher: Welche Eigenheim-Gemeinschaft wird ihren Landesverband vertreten und zu bundesweiten Siegerehrung nach Berlin reisen? Die Schirmherrschaft hat Bundesbauminister Horst Seehofer übernommen. Titel des Bundeswettbewerbs ist „Wohneigentümer – heute für morgen aktiv. Lebendige Nachbarschaft – gelebte Nachhaltigkeit“. In den Landesverbänden findet jetzt die Vorauswahl statt. In Baden-Württemberg haben folgende Gemeinschaften ihren Hut in den Ring geworfen:

die          Siedlergemeinschaft Freiamt-Mußbach e.V.

der         Verband Wohneigentum Ottoschwanden

die          Siedlergemeinschaft Singen e.V.

die          Gemeinschaft der Siedler und Eigenheimer Rastatt-Münchfeld

die          BASF Siedlergemeinschaft e.V. Mannheim-Rheinau-Süd

Die Bereisung mit der Jury  ist für Juli geplant.

Grundanliegen des Verbandes wird erfüllt

„Wir freuen uns sehr, dass fünf unserer Ortsvereine die Chance nutzen, sich und ihr unermüdliches Engagement für die Gemeinschaft zu präsentieren“, erklärt Landesgeschäftsführer Roland Schimanek. „Mit dem Wettbewerb wird auch ein Grundanliegen des Verbandes und der Vereine und ein Satzungsziel erfüllt.“ Denn seit über 50 Jahren sind die Landeswettbewerbe Motor für das Vereinsleben. Im Fokus des Bundeswettbewerbs steht die Entwicklung in den Gemeinschaften in Eigenheim-Siedlungen – in Dörfern ebenso wie in Stadtquartieren. „Das selbstgenutzte Wohneigentum ist Ausgangspunkt sozialen Lebens“, betont Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum. „Die Identifizierung mit dem Wohnumfeld und der Kommune ist hoch, da Eigentümer ein dauerhaftes Interesse an einer guten Entwicklung haben.“

Gemeinschaften engagieren sich innerhalb der Kommunen

Das soziale Engagement ist ein erster Schwerpunkt der Bewertung. Viele Gemeinschaften kümmern sich um Kinder und Jugendliche, beispielsweise als Spielplatzpaten, oder sie bieten Abwechslung für Senioren, etwa Ausflüge oder gemeinsamen Kaffeeklatsch. In der Zusammenarbeit mit der Kommune, der bürgerschaftlichen Interessensvertretung oder anderen Vereinen bieten etliche Gemeinschaften entsprechende Unterstützungsangebote. Auch die Aktivitäten zur sozialen Integration ausländischer Mitbürger oder Angebote für besondere Zielgruppen fallen hierunter.

Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle

Die Modernisierung der Häuser wie auch naturnahe Gartengestaltung stehen im Fokus. Die Liste der Kriterien ist lang – was aber nicht bedeutet, dass alle davon erfüllt sein müssen. „Es soll lediglich die Vielfalt der Möglichkeiten aufzeigen, mit denen eine Siedlung sich hervortun kann“, erklärt Schimanek.

Zukunftsfähige Immobilie

Weitere Kriterien sind der Werterhalt der Familienimmobilie, unter anderem auch über energetische Sanierung, um den CO2-Ausstoß zu vermindern – sei es durch Dämmung, sei es durch Einsatz von erneuerbaren Energien. Das Eigenheim macht die gesamten Familienphasen mit, bis hin zum Alterssitz. Ein zusätzliches Bewertungskriterium ist daher das familien- und seniorengerechte Wohnen. Vor allem die Reduzierung von Barrieren durch Anlage von Schrägen statt Stufen, die Anpassung von Bad und Küche durch entsprechenden Umbau oder Möblierung stehen im Blickpunkt. Ebenso kann Mehrgenerationen-Wohnen den möglichst langen Verbleib der Senioren im eigenen Haus fördern.

Ökologisches Grün

Nicht zuletzt steht mit Blick auf das Kleinklima der Siedlung die Anlage rund ums Haus auf dem Prüfstand. Ist der Garten nur voll mit Steinen und Schotter oder gibt es eine vielfältige Bepflanzung, die Raum für Insekten, Vögel und Kleintiere bietet? Interessant ist weniger wie penibel die Rasenkante geschnitten ist, sondern eher ob eigenes Obst und Gemüse gezogen werden, ob die Kinder Freiraum haben, ob das Gespräch über den – niedrigen – Gartenzaun möglich ist. Kriterien sind außerdem die Regenwasserbewirtschaftung, Nichtversiegelung und Dachbegrünung, um der Überhitzung im Sommer und Überschwemmung bei Starkregen etwas vorzubeugen.

Wohneigentümer können sich gegenseitig Anregungen geben

Beim Bundeswettbewerb geht es auch darum zu zeigen, dass  selbstnutzende Wohneigentümer mit viel Verantwortung ihr Zuhause bewirtschaften und ihre Kommune mitgestalten. Das bestätigt sich immer wieder aufs Neue, denn jeder Wettbewerb fördert neue Beispiele dafür ans Tageslicht. Diese sind Anregung für andere Wohneigentümer und Gemeinschaften. Diese Beispiele zeigen der Politik den wichtigen Stellenwert, den das selbstgenutzte Wohneigentum in unserer Gesellschaft hat. „Wir sind sehr gespannt darauf, wie unsere Eigentümergemeinschaften zeigen, dass sie bei sich vor Ort den Herausforderungen der Zukunft aktiv begegnen“, so Roland Schimanek.  „Und wir drücken natürlich allen ganz fest die Daumen!“

baukindergeld

Ab Mitte Mai sechs Monate Zeit für Antragstellung

Die Frist für einen Antrag auf Baukindergeld wird verlängert: Ab 17. Mai 2019 muss ein Antrag innerhalb der ersten sechs Monate nach Einzug gestellt werden – bisher galt eine Frist von drei Monaten. Anträge vor Einzug sind nicht zulässig. Wer bis März 2019 bereits einen Antrag auf Baukindergeld gestellt hat, muss diesen jetzt mit Hilfe der nun online erreichbaren Dokumente im Zuschussportal der KfW bis zum 30.06.2019 vervollständigen.

Baukindergeld – Wer darf Antrag stellen?

Baukindergeld beantragen darf, wer den Kaufvertrag für das selbstgenutzte Wohneigentum zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 unterschrieben hat / unterschreiben wird. Bei Neubauten gilt das Datum der Baugenehmigung.

Identitätsnachweis zwingend erforderlich

Wer bisher noch keinen Antrag gestellt hat, der muss folgendermaßen vorgehen: Der Antrag auf den Zuschuss ist spätestens sechs Monate nach dem Einzug ins selbstgenutzte Wohneigentum zu stellen. Wichtig: Die Bestätigung über den Antragseingang geht automatisch ein und der Eigentümer muss sie mit dem Nachweis der Identität beantworten. Andernfalls verfällt der Antrag.

Drei Monate bleiben für Nachweis der Förderberechtigung

Innerhalb von drei Monaten nach Bestätigung des Antrags muss der Antragsteller dann die Förderberechtigung nachweisen. Darum müssen entsprechende im KfW-Zuschussportal hochgeladen werden. Das sind: Einkommensteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragseingang des Antragstellers, Meldebestätigung der im Wohneigentum lebenden Familienmitglieder und einen Grundbuchauszug oder eine Auflassungsvormerkung.

Nach Prüfung der Unterlagen und Zugang der entsprechenden Bestätigung erfolgt die erste Auszahlung.

Zusammenfassung Baukindergeld

Was ist Baukindergeld? Ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Wie viel bekommt der Antragsteller? Der Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro je Kind und pro Jahr wird über zehn Jahre ausgezahlt.

Wofür gibt es Baukindergeld? Bau oder Kauf einer Immobilie zur Selbstnutzung in Deutschland. Der Kaufvertrag muss zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 unterschrieben worden sein. Bei Neubauten gilt das Datum der Baugenehmigung.

Wer bekommt‘s? Familien, auch Alleinerziehende, mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 18 Jahren. Sie erwerben zum ersten Mal eine Immobilie.

Einkommensgrenze: 75.000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen pro Jahr. Pro Kind erhöht sich diese Grenze um 15.000 Euro.

Fristen? Spätestens 6 Monate nach dem Einzug Antrag stellen. Es gilt das Einzugsdatum der amtlichen Meldebescheinigung. Wenn Mieter ihre Wohnung kaufen ist das Datum des notariellen Kaufvertrags entscheidend. Der Zuschuss wird rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gezahlt. Wer davor gekauft hat, geht leider leer aus.

Wo Antrag stellen? Das Baukindergeld kann nur Online im Zuschussportal der KfW beantragt werden unter https://public.kfw.de/zuschussportal-web

Benötigte Unterlagen: Grundbuchauszug, Einkommenssteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor der Antragsstellung, Meldebestätigung, aktuelle Kindergeldbescheide aller Kinder, die bei Ihnen leben.

Infos auch unter der kostenfreien Servicenummer 0800 5 39 90 06 der KfW (von Montag bis Freitag 08.00 bis 18.00 Uhr).

Vorsicht! Wer die Immobilie vor Ablauf der Förderung verkauft oder vermietet, erhält keine Förderung mehr. Eigentümer sind in der Pflicht, dies zu melden. Eine Pflicht zur Rückzahlung besteht aber nicht.