Gemeinsam stark: Kooperation mit dem Sozialverband VdK

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Für den Verband Wohneigentum Baden-Württemberg und seine örtlichen Vereine ist der Sozialverband längst ein wichtiger Partner. Kein Wunder, schließlich haben die beiden Verbände mehrere gemeinsame Ziele. In Zukunft können Mitglieder des Verbands Wohneigentum in unserem Bundesland auch einige Leistungen des Sozialverbands nutzen. Der Grund: Ab sofort kooperieren die Verbände in wohnungspolitischen Fragen.

Der Verband Wohneigentum hat für alle, die sich nach einer starken Gemeinschaft sehnen, ein weiteres gutes Argument auf seiner Seite: Seit Juli 2018 besteht eine vertraglich abgesicherte Kooperation zweier Verbände, die sich gemeinsam „für eine angemessene und gerechte Wohnraumversorgung“ einsetzen, wie es im Kooperationsvertrag wörtlich heißt. Die Partner sind zwei Organisationen, die seit langem viel miteinander zu tun haben: Der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg e.V. und der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V.

Verband Wohneigentum mit neuem Kooperations-Partner

verband wohneigentum

Immer im Fokus: Die Bedürfnisse der Verbands-Mitglieder

„Nach wie vor belegt Deutschland beim selbstgenutzten Wohneigentum in Europa einen der hinteren Ränge,“ sagt Harald Klatschinsky, Landesvorsitzender des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg, „weit hinter beispielsweise England oder den Niederlanden. Da gibt es also viel Handlungsbedarf!“ Und auch wenn steigende Mieten und Niedrigzinsen die Nachfrage nach Baukrediten verstärkt haben: Die Zahl der Menschen, die in den eigenen vier Wänden leben, ist sogar gesunken.

„Wichtiger Schritt in die richtige Richtung“

Daher ist die Kooperation ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ein Grund für die verstärkte Zusammenarbeit liegt auf der Hand: „Ziel ist es, den Wohneigentumsanteil in Baden-Württemberg zu erhöhen, der ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge und -sicherung darstellt.“ Und: „Aufgrund des demografischen Wandels, der steigenden Zahl älter werdender Menschen,“ so der Vertrag weiter, „sind den Anforderungen an barrierefreien Wohnraum und ein barrierefreies Wohnumwelt verstärkt Rechnung zu tragen.“

Für Harald Klatschinsky, der mit seinem Sozialverband-Kollegen Roland Sing den Vertrag unterzeichnete, verspricht sich Synergieeffekte von der Kooperation: „Wir sehen es als unsere gemeinsame Aufgabe an, die Bevölkerung stärker für das Thema Wohneigentum zu sensibilisieren“, so der Landesverbandsvorsitzende, „und gleichzeitig in die Landes- und Kommunalpolitik hineinzuwirken, damit in Baden-Württemberg Wohnraum zukunftsfähig gestaltet wird.“

„Wir möchten erreichen, dass Wohnraum in unserem Land zukunftsfähig gestaltet wird.“ Harald Klatschinsky

Harald Klatschinsky

Was bedeutet das nun konkret für die Mitglieder des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg? Darüber gibt Roland Schimanek Auskunft, Landesgeschäftsführer im Verband: „Zunächst einmal unterstützen sich die beiden Verbände, wenn es um gemeinsame sozial- und wohnungspolitische Anliegen geht“, sagt Schimanek, „von der Schaffung von selbstgenutztem Wohneigentum über Wohnberatung, wenn es etwa um Wohnungsbauförderung oder um den barrierefreien und seniorengerechten Wohnungsumbau geht.“ Klare Aussagen aus einem Verband, der sowieso den Strukturwandel als Chance begreift!

Wissen bringt Vorsprung: Austausch von Informationen

Ein wichtiges Thema ist – gerade im Informationszeitalter – der gegenseitige Wissenstransfer. „Wir profitieren ganz konkret vom Austausch wesentlicher Informationen,“ sagt Roland Schimanek, „beispielsweise wenn alltagsunterstützende Technologien im Wohnungsbau eingesetzt werden können.“ Natürlich kommt es auch zum regen Austausch von Informationsmaterial, Verbandszeitschriften und anderen Publikationen. Die können durchaus auch gemeinsam erarbeitet werden. Dabei steht immer die Sorgen, Nöte und Fragen der örtlichen Vereine im Vordergrund. Das lässt sich gut an den hohen Downloadzahlen ablesen, die etwa das E-Paper zum „Smart Home“ erreicht. Es besteht Bedarf!

Unterschrieben: Harald Klatschinsky (rechts) bei der Vertragsunterzeichnung Anfang Juli 2018

Wofür steht jetzt aber der Sozialverband VdK genau? Und was sind seine Ziele? Zunächst ist er ganz ähnlich strukturiert wie der Verband Wohneigentum. Getragen werden nämlich beide Verbände von aktiven Ortsvereinen – und vom unverzichtbaren Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gründete sich der Sozialverband aus purer Notwendigkeit. Aus dem ursprünglichen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“ entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein moderner Sozialverband.

Moderne Dienstleistungsverbände mit gemeinsamem Engagement

Heute umfasst der Sozialverband neben Kriegs- und Wehrdienstopfern viele Rentner und Senioren, dazu Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten. Für diese Zielgruppe hat sicher der VdK „zu einem modernen Dienstleistungsverband weiterentwickelt,“ wie es auf der Homepage heißt, „der neben der sozialpolitischen Interessenvertretung zahlreiche Serviceleistungen für seine Mitglieder bereithält.“

Wichtiger Partner: Logo des Sozialverbands – mit Slogan

Genau da kommt wiederum die Kooperation zum Tragen: Im Vorfeld sozialrechtlicher Streitigkeiten haben Mitglieder des Verbands Wohneigentum „Anspruch auf einfache Rechtsberatung […] durch die VdK Sozialrechtsschutz gGmbH“, so der Vertrag. Im Gegenzug erhalten Mitglieder des Sozialverbandes VdK „seitens des Verbandes Wohneigentum niederschwellige, allgemeine Auskünfte zu einfachen wohnungsrechtlichen (nicht mietrechtlichen) Fragen.“

Beide Verbände sind sich einig: Am sinnvollsten ist – gerade für ältere Mitglieder des Verbands Wohneigentum – die doppelte Mitgliedschaft. Vorteile gibt es viele. So organisieren auch die örtlichen Vereine des Sozialverbands VdK Versammlungen, Info-Nachmittage und Ausflüge. „Neben der Information und der Beratung wird auch die Geselligkeit und das menschliche Miteinander beim VdK großgeschrieben“, heißt es vom Sozialverband VdK. Wenn das nicht bestens zu unserem Verband passt!