Stärkung der örtlichen Vereine, Sicherung des Bestands von Vereinen a) durch die Verkleinerung der erforderlichen Vorstandsmitglieder und b) die Ermöglichung einer Notverwaltung durch einen Beauftragten des Landesverbandsvorstands, das sind in organisatorischer Hinsicht die Ergebnisse der Satzungsänderung, die der Landesverbandstag im November 2019 verabschiedet hat. Ein wichtiger weiterer Punkt: jeder Verein als Untergliederung des Verbandes führt seine Kasse in eigener Regie und Verantwortung und erklärt sich gegenüber dem Finanzamt.

Da der Landesverband die Organisationshoheit über alle knapp 150 örtlichen Vereine hat (in der neuen Satzung werden sie nun „Untergliederungen“ genannt), muss der Landesverbandsvorstand bei organisatorischen Veränderungen frühzeitig eingebunden werden.

Mit Beschluss des Landesverbandstages ist der Wegzug in ein anderes Bundesland und der Verkauf eines Hauses nun kein zwingender Grund mehr, die Mitgliedschaft außerordentlich zu kündigen.

„Viele wollen den Verein vor Ort noch unterstützen, auch wenn sie kein Eigentum mehr daran haben,“ erläutert der Landesgeschäftsführer. Nach seiner Beobachtung blieben viele Mitglieder nach der Übertragung auch in „ihrer Immobilie“ wohnen. Auch für sie sei die sehr gute Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht-Versicherung von großem Nutzen. Denn  auch an Mieter, Pächter oder an Nießbraucher können Ansprüche gestellt werden, wenn Dritte zu Schaden kommen (Sachschäden, Vermögensschäden oder gar Personenschäden).

Engagement im Vorstandsamt abgesichert

Damit aktive und handelnde Vorstände eines Vereins fehlerhafte Handlungen, die zu einem Schaden beim Verein und/oder Dritten geführt haben nicht fürchten müssen, hat der Verband einen Schutzschirm aufgespannt. Für alle Vorstände der Vereine, die nicht im Vereinsregister eingetragen sind, gibt es seit 2017 eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Versicherung. Dieser Directors & Officers (D&O)-Versicherung können nun auch eingetragene Vereine für einen Beitrag von 60 € plus Steuer beitreten.

„Dies ist ein sinnvoller Schutz für alle Vorstände.“, so Landesgeschäftsführer Roland Schimanek. Und er ergänzt: „Verantwortung tragende Mitglieder des Vorstands müssen damit nicht mehr fürchten, bei regulärer Geschäftsführung, mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht zu werden.“