Schottergärten sind ökologisch wertlos und haben keinen guten Einfluss auf das örtliche Mikroklima. Die großflächig mit Steinen bedeckte Gartenfläche, in denen  Pflanzen nicht oder nur in geringer Zahl vorkommen, steht seit längerem in der Kritik. Im Juli diesen Jahres hat sich die Landesregierung Baden-Württemberg auf eine Novelle des  Naturschutz– und Landwirtschaftsgesetzes geeinigt. Ziel ist es, die Bedingungen für den Artenschutz zu verbessern. Neben der Landwirtschaft betrifft die Gesetzesnovelle zur Stärkung der Biodiversität auch den Hauseigentümer: Das Verbot von Schottergärten soll nun auch im Naturschutzgesetz verankert werden.

Das Umweltministerium hat in der Pressemitteilung zur Gesetzesnovelle mitgeteilt, dass Schottergärten im Südwesten schon nach der Landesbauordnung (LBO) bislang nicht zulässig sind. Sie seien aber in Mode gekommen, da sie als pflegeleicht gälten. Ein Ministeriumssprecher beschreibt die Konsequenz aus beiden Regelungen: Bereits existierende Schottergärten müssten im Zweifel beseitigt oder umgestaltet werden. Das Ministerium setzt aber auf Kooperation, die Einsicht der Eigentümer und die Überzeugungskraft der Verwaltung vor Ort. Grundsätzlich müsse der Hauseigentümer aber von sich aus Schottergärten beseitigen. Sonst drohten Kontrollen und Anordnungen.