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Tipps für Kauf und Pflege Weihnachtsbaum
Welcher Nadelholzbaum ist der Richtige? Wichtige Tipps für den Kauf und zur Pflege des Weihnachtsbaums

„Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum …“ – so beginnt eines der bekanntesten Weihnachtslieder. Doch was genau steht denn da eigentlich im Wohnzimmer? Als Weihnachtsbaum werden verschiedene Tannen- und Fichtenarten angeboten. In den letzten Jahren hat sich zwar die Nordmanntanne immer stärker durchgesetzt, doch je nach Verwendungszweck behalten die anderen Arten weiterhin ihre Attraktivität.

Nadelhölzer – Eigenschaften und Verwendung

Rotfichte

Sie ist preiswert und verströmt einen ausgezeichneten Duft. Die relativ schlanken Bäume haben meist stark aufwärtsstrebende Zweige, die sich dadurch etwas schwieriger mit Kugeln und Christbaumschmuck behängen lassen. In sehr trockenen, warmen Räumen neigt sie extrem schnell zum „Nadeln“.

Stechfichte, Blaufichte

Diese werden meistens als Edel- oder Blautannen gehandelt. Auch sie verströmen einen angenehmen Duft, zeigen aber eine bessere „Nadelfestigkeit“ als die Rotfichte. Da die Zweige hier relativ waagerecht angeordnet sind lassen sie sich sehr gut schmücken, allerdings pieken sie. Stech- und Blaufichten eignen sich sowohl im Freiland, als auch im Wohnzimmer. Aber auch hier gilt: je kühler der Raum und höher die Luftfeuchte, desto länger halten sie.

Nordmanntanne

Die Nordmanntanne hat einen gleichmäßigen Wuchs mit waagerechten, relativ weit auseinander liegenden Zweig-Etagen. Durch gezielte Schnittmaßnahmen an den Jungbäumen sind sehr harmonisch gewachsene Bäume im Handel. Die Nadeln sind angenehm weich und dunkelgrün-glänzend. Die Nordmanntanne trocknet im Laufe der Zeit komplett ein, ohne Nadeln abzuwerfen.
Neben diesen werden auch noch Kieferarten, Douglasien und Nobilistannen angeboten.

Tipps der Gartenberatung des Verband Wohneigentum Baden-Württemberg e.V.

Woher kommt mein Baum?

  • Weihnachtsbäume werden in intensiven Kulturen gezogen, in denen meist auch Insektizide, Unkrautvernichter und mineralischer Dünger ausgebracht werden. Wer das nicht möchte, findet oftmals Alternativen aus heimischer Forstwirtschaft, die beim regionalen Forstamt erfragt werden können. Teilweise können hier die Bäume auch selbst geschlagen werden. Eine weitere Möglichkeit sind, sofern erhältlich, Bäume aus ökologischen Kulturen mit Bio-Siegel.
  • Der Baum sollte beim Kauf keine beschädigten Zweige haben und frisch sein, dies ist an der hellen Schnittfläche erkennbar.

Die Haltbarkeit eines Weihnachtsbaumes kann durch verschiedene Maßnahmen deutlich verbessert werden.

  • Nach dem Kauf den Baum im Netz belassen und an einem kühlen, schattigen Ort, möglichst im Freien, aufrecht lagern.
  • Eine zwei Zentimeter dicke Scheibe vom Fuß des Baumes absägen und in einen Eimer Wasser stellen.
  • Den Baum mit Schlauch oder Gießkanne von Zeit zu Zeit anfeuchten.
  • Am besten geeignet sind Weihnachtsbaumständer mit einem Wasserreservoir.
  • Darauf achten, dass der Baum immer Wasser zur Verfügung hat, denn sonst verschließen sich die Leitungsbahnen. (Notfalls können diese durch ein erneutes Abschneiden einer Stammscheibe geöffnet werden.)
  • Wenn der Baum im Zimmer steht, einmal täglich mit Wasser besprühen.
  • Den Weihnachtsbaum möglichst weit entfernt von Heizkörpern aufstellen und Zugluft meiden.
  • Bei sorgfältiger Pflege kann ein Baum über drei bis vier Wochen einen angenehmen Nadelduft verströmen und frisch bleiben.

Pflegetipps für Weihnachtsbäume mit Ballen

Viele Gartenbesitzer glauben, dass ein Weihnachtsbaum mit Wurzelballen nach dem Fest wieder eingepflanzt und eventuell im nächsten oder übernächsten Jahr wieder genutzt werden kann. Was zunächst vorteilhaft klingt, sollte aber aus folgenden Gründen gut überlegt werden:

  • Weihnachtsbäume mit Ballen sind in der Regel keine Baumschulware und haben deshalb nicht genügend Faserwurzeln für ein sicheres Anwachsen.
  • Die warme, trockene Raumluft führt oft zu Nadelschäden, so dass viele Nadeln vorzeitig abfallen. Diese Bäume wachsen in der Regel später nicht mehr an.

Sollte man sich doch für einen Baum mit Ballen entscheiden, unbedingt nachfolgende Punkte beachten:

  • Der Ballen sollte fest sein und viele Faserwurzeln enthalten. Nur mehrmals verpflanzte Gehölze aus einer Baumschule weisen diese Qualitäts-Merkmale auf.
  • Alternativ wäre ein Baum der im Container kultiviert wurde einer Ballenpflanze vorzuziehen.
  • Den Ballen vorher durchdringend wässern, danach täglich gießen und die ganze Pflanze mit Wasser besprühen.
  • Weihnachtsbaum maximal 10 Tage im beheizten Raum halten.
  • Nach dem Auspflanzen ins Freiland Pflanze vor Wind und Sonne schützen; Gießen nicht vergessen!

Sven Görlitz ist unabhängiger Gartenberater beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg. Ihn erreichen derzeit viele Anfragen zu vertrockneten Rasenflächen.

Was können Gartenbesitzer tun, deren Rasen durch Trockenheit gelitten hat?

Görlitz: Umdenken. Natürlich hat ein gepflegter und sattgrüner Rasen seine Berechtigung im Garten. Optisch bietet er eine ruhige Fläche und bringt so angrenzende Staudenpflanzungen besser zur Geltung. Bei langen Trockenperioden wie im vergangenen Jahr ist ein Kräuterrasen eindeutig die bessere Alternative. Er stellt sich bei wenig Pflege und auf mageren Böden oft von selbst ein, kann aber auch direkt als Saatgutmischung ausgebracht werden. Diese Mischungen enthalten neben verschiedenen Gräsern auch rund 20 schnittverträgliche Blumenarten wie Gänseblümchen, Schafgarbe, Thymianarten, Salbei und Wiesen-Margeriten.

Wie sieht es mit der Pflege eines Kräuterrasens aus?

Görlitz: Kräuterrasen wird nur etwa  vier- bis achtmal im Jahr gemäht und das Schnittgut von der Fläche entfernt. Auf Dünger sollten Sie ganz verzichten, um den Boden möglichst mager zu halten. Eine Bewässerung ist nach der Anwachsphase nicht mehr nötig. Kräuterrasen ist also denkbar pflegeleicht. Er eignet sich besonders für große Gärten oder wenn Sie nur einen minimalen Pflegeaufwand betreiben möchten.

Aber Kräuterrasen ist optisch vielleicht nicht jedermanns Sache?

Görlitz: Auf einem Kräuterrasen finden viele Insektenarten ihre dringend benötigte Nahrung und einen Lebensraum. Angesichts des akuten Insektensterbens haben Sie als Gartenbesitzer damit die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Zudem ist ein Kräuterrasen umweltfreundlich und energiesparend, da Düngergaben, häufiges Mähen und Vertikutieren entfallen. Natürlich ist ein Kräuterrasen nicht vergleichbar mit einer herkömmlichen Rasenfläche, aber eines ist sicher: Ab jetzt werden Sie nicht mehr über das lästige „Unkraut“ im Rasen ärgern, sondern sich darüber freuen – Sie haben es ja selbst ausgesät!

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