Zuschüsse aufstocken – und Verbraucher stärken!

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Wieder Zuschüsse für den altersgerechten Umbau, mehr Mittel für den Einbruchschutz: Bei der der staatlichen Förderung tut sich was! Der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg begrüßt die Aufwertung dieser Fördermittel vom Staat. Allerdings läuft ein wichtiges KfW-Förderprogramm aus: „Erneuerbare Energien – Speicher“ wird es nicht mehr geben. Für Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum, ist das ein „unverzeihlicher Fehler“.

Einbruchschutz ist heute besonders wichtig – darauf hat der Verband Wohneigentum Baden-Württemberg erst neulich wieder hingewiesen. Daher ist die Aufstockung der Fördermittel ein Schritt in die richtige Richtung. Von bisher 50 Millionen auf 65 Millionen für dieses Jahr steigen die Mittel.

Mehr Geld für Einbruchschutz

„Wir begrüßen es, dass dem Einbruchschutz ein besonderes Augenmerk zukommt,“ sagt Harald Klatschinsky, Landesvorsitzender des Verbands Wohneigentum Baden-Württemberg. „Viele Siedlergemeinschaften haben den Schutz vor Einbrüchen und die gegenseitige Aufmerksamkeit sogar bis heute in ihren Satzungen verankert“, so Klatschinsky weiter. „Im Verband Wohneigentum gehen Nachbarschaftshilfe und Einbruchschutz seit jeher Hand in Hand.“

Dass effizienter Einbruchschutz eine stärkere Förderung vom Staat erhält, ist daher sinnvoll und hilfreich. Denn bereits einfache häusliche Schutzmaßnahmen können Eindringlinge abschrecken oder schnell zum Aufgeben bringen. Mitglieder im Verband Wohneigentum sind mit diesem Thema durchaus vertraut.

„Wir begrüßen es, dass dem Einbruchschutz ein besonderes Augenmerk zukommt.“
Harald Klatschinsky

Harald Klatschinsky (Foto: privat)

Auch in einem anderen Bereich können Wohneigentümer weiterhin auf staatliche Zuschüsse zählen: Wer sein eigenes Zuhause altersgerecht umbauen möchte, kann Fördergelder erhalten.

Zuschüsse für altersgerechtes Umbauen

Die Summe ist zwar nicht ganz so hoch, wie es der Verband Wohneigentum gern gesehen hätte. Sie kann sich aber sehen lassen. Insgesamt 75 Millionen Euro stellt die Bundesregierung bereits 2018 dafür bereit. Die Problematik wird sich in den nächsten Jahren verstärken. Wenn nämlich die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen, wird die jetzige Summe mit Sicherheit nicht mehr ausreichen.

Ein komplett falscher Schritt dagegen ist eine weitere Entscheidung, die soeben gefällt wurde. Das KfW-Förderprogramm 275 „Erneuerbare Energien – Speicher“ läuft nämlich aus. Damit wird ein richtungsweisendes Instrument für den Klimaschutz zum Jahresende einfach gekappt.

Klimaschutzziele ernst nehmen!

Manfred Jost, Präsident des Verbands Wohneigentum, zeigt sich darüber entsetzt: „Gerade in Zeiten, in denen Deutschland beim Einhalten der Klimaschutzziele nachsitzen muss, ist das Auslaufen des KfW-Förderprogramms 275 ‚Erneuerbare Energien – Speicher‘ ein unverzeihlicher Fehler!“

Umbaumaßnahmen – das kann schnell teuer werden (Fotorechte beim Autor)

Manfred Jost fordert, dass die Förderung im Bereich Erneuerbare Energien ausgebaut und verstetigt wird – gerade bezüglich der Speicherung. „Nichts ist zukunftsweisender und wichtiger als innovative Speichertechnologien,“ sagt er. Völlig zu Recht verweist er auf die Hitzeperiode, unter der große Teile Europas in den letzten Wochen zu leiden hatten. Nur mit einem Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien können wir dem Klimawandel entgegentreten.

„Nicht an Speichertechnologien sparen!“

Gerade im Verband Wohneigentum wird mit Unverständnis auf diese Entscheidung reagiert. In den letzten Jahren beschwor die Politik immer wieder eine zukunftsweisende Offenheit gegenüber innovativen Technologien. Es steht zudem zweifelsfrei fest, dass effektive Maßnahmen zur CO2-Reduzierung im Gebäudebereich dringend nötig sind. Insofern sollte gerade an der Speichertechnologie nicht gespart weden.

Wie wichtig staatliche Zuschüsse und Förderprogramme sind, lässt sich an vielen Auswirkungen im modernen Hausbau ablesen. Gerade bei aktuellen Themen wie dem Klimaschutz sollte auf keinen Fall gespart werden.

KfW als verlässlicher Partner

Viele Wohneigentümer haben ständig ihre Finanzen im Hinterkopf

Für den Verband Wohneigentum ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) seit langer Zeit ein wichtiger und verlässlicher Partner. Vom Darlehen zum Bau über die Unterstützung bei Renovierungen bis zur energetischen Sanierungen stellt die KfW auch Fördermittel bereit. Zudem hat die Bank für so gut wie jedes Vorhaben eine passende Finanzierung. Mitglieder im Verband Wohneigentum können sich jederzeit über Fördermöglichkeiten beraten lassen – etwa bei einer Energieberatung.

Beitragsbild: Fotorechte beim Autor